Heimatverein "Alter Krug" Zossen e.V.

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Schulmuseum – Exponate

2019-11-26 Berufungsurkunde des Rektors Karl Schumann übergeben

Dem Schulmuseum Zossen wurde im Dezember 2013 die Berufungsurkunde des Rektors Karl Schumann von seiner Großnichte Ingrid Klaement überreicht, wofür wir ihr herzlich danken. Es ist ein Originaldokument mit Prägestempel. Karl Schumann war von 1906 bis 1922 Rektor an der Zossener Stadtschule. Text und Fotos: Gudrun Haase

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Poesiealbum mit Originalunterschrift von Superintendent Bauer

2015-07-03 Kürzlich erhielt unser Schulmuseum von einem Sammler aus Offenburg ein Poesiealbum (Stammbuch), das im Jahr 1808 in Zossen angelegt wurde. Auf den ersten Seiten ist eine Eintragung des Superintendenten Bauer zu lesen. Dieser wirkte in Zossen von 1797 bis zu seinem Tode im Jahr 1809. Vier weitere Mitglieder seiner Familie haben ebenfalls Sprüche zur Erinnerung eingetragen. Auch die Leiterin der Industrieschule in Zossen trug in dieses Buch ein. Wenn auch das Schulmuseum Zossen über zahlreiche Kopien der Inspektionsberichte von Superintendent Bauer verfügt, liegt uns mit diesem Poesiealbum nunmehr ein Originaldokument mit seiner Unterschrift vor. Sup. Bauer hat sich sehr verdient um das Schulwesen in Zossen und den eingepfarrten Dörfern gemacht. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass der Bau der Zossener Stadtschule 1806 begonnen werden konnte. Leider erlebte er die Fertigstellung nicht mehr. Seinem unermüdlichen Briefwechsel mit der Königlichen Regierung mit der Bitte um Mittel zur Errichtung einer Industrieschule in Zossen ist es gelungen, die Schüler der Zossener Schule in Handarbeiten wie Spinnen, Stricken, Wäschezeichnen, Nähen usw. an vier Wochentagen nachmittags unterrichten zu können. Charlotte Neidhold, eine Bürgerstochter aus Zossen, leitete zunächst unter Anleitung der Ehefrau von Superintendenten Bauer diese Einrichtung, Industrieschule genannt. Bei den jährlichen öffentlichen Schulprüfungen wurden die angefertigten Produkte verkauft und die Kinder erhielten einen kleinen Anteil am Gewinn, der andere Teil wurde für den Kauf von Materialien und für die Besoldung der Lehrerin benötigt. Zeitweilig besuchten über 80 Kinder die Industrieschule, darunter auch einige Jungen. Im neuen Schulhaus von 1818 erhielt die Industrielehrerin auch einen Raum. Herr Wiedemann schenkte unserem Schulmuseum außerdem noch vier alte Schulbücher, darunter ein Lesebuch, alle vom Beginn des 19. Jahrhunderts. (siehe Anhang) Den Kontakt mit Herrn Wiedemann verdankt das Schulmuseum Zossen Karola Andrae, der Vorsitzenden unseres Heimatvereins, die dem Sammler im Gegenzug mehrere alte Poesiealben aus ihrer Verwandtschaft schenkte. zurück zu Schulmuseum Exponate

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Der mitwachsende Schreibtisch

2011-11-07 Der Schreibtisch – ein mitwachsender Arbeitsplatz für Kinder Gudrun Haase auch veröffentlicht in der Märkischen Allgemeinen vom 07.10.2011. Sie waren mit die ersten Gegenstände, die bei der Eröffnung des Zossener Schulmuseums im Jahr 2002 ausgestellt wurden: die Schreibtische für Schulkinder von den Familien Rösch und Hintze. Später kam dann noch der häusliche Arbeitsplatz der Familie Rindler hinzu. Renate Hintze überließ dem Museum über ihre Tochter Martina Selke den mit Schnitzerei verzierten Arbeitsplatz der Gebrüder Hintze. Ihr Ehemann Karl hatte wohl als ältester der drei Geschwister zuerst seine Hausaufgaben an dem vom Vater eventuell schon als gebraucht erworbenen Schreibtisch, dessen genaues Alter wir nicht bestimmen können, angefertigt. Von seiner Familie erfuhr der Heimatverein „Alter Krug“ Zossen, der das Schulmuseum pflegt, dass Karl Hintze 1919 geboren wurde und somit sicher 1925 zur Schule kam. Angela Wienhold, seine andere Tochter, besuchte vor einiger Zeit das Schulmuseum mit ihren Enkeln. Ihnen zeigte sie den Arbeitsplatz der Familie Hintze, Hans Hintze als zweiter Sohn hat diesen Schreibtisch sicher auch benutzt. Durch Vermittlung von Renate Hintze besuchte mich vor einigen Jahren im Museum der in Berlin lebende jüngste Bruder Alfred. Er fand hier den Arbeitsplatz seiner Kinder- und Jugendjahre nun als einen Zeitzeugen vergangener Schulzeiten vor, der inzwischen schon Tausende von Besuchern beeindruckt hat. Alfred Hintze, wesentlich jünger als seine Brüder, wurde 1933 in die Zossener Volksschule eingeschult und hat gewiss hier seine ersten Übungen auf der Schiefertafel ausgeführt. Als er ab 1937 das Real-Reformgymnasium in Zossen besuchte, gab es dann viele Stunden, die er an diesem Arbeitsplatz verbrachte. Das ging so weiter bis zum Abiturjahr 1947 mit einiger Unterbrechung wegen des Kriegsdienstes, den die Oberschüler verrichten mussten. Mit Wissen ausgerüstet, das er auch in Zossen erworben hatte, war er 30 Jahre als Professor an der Technischen Fachhochschule Berlin tätig. Alfred Hintze konnte uns noch viel über die ehemalige Zossener Oberschule erzählen. 1993 beim ersten Klassentreffen (nach wenigstens 49 Jahren) in Zossen fand er in seiner ehemaligen Mitschülerin Ingeborg Euler eine Gefährtin nach dem Tode seiner Frau. Gemeinsam besuchten die über 70-jährigen Senioren Vorlesungen über Geschichte in Berlin. Hat dieser Arbeitsplatz eine besondere Ausstrahlung? Regt er zum sich ständigen Weiterbilden an, wenn man nur lange genug an ihm gesessen hat? Alfred Hintze, der immer wieder gern seine Schwägerin Renate in Zossen besuchte, hat leider seine späte Lebensgefährtin Ingeborg nur wenige Monate überlebt. Viele ältere Besucher unseres Schulmuseums betrachten mit großem Interesse die „mitwachsenden Schreibtische“ und erinnern sich, auch selbst einen solchen Arbeitsplatz bei den Eltern besessen zu haben. Heute bevorzugen die Kinder wohl mehr ein modernes Kinderzimmer. Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Schulmuseum Exponate

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Exponate im Schulmuseum

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2003-08-01 "Alte Handarbeitstechniken"

2003-08-01 "Alte Handarbeitstechniken" Stickbild Handarbeit 1829 1. August bis 30 November Ausstellung "Alte Handarbeitstechniken" Das Schulmuseum zeigte von August bis November eine Sonderausstellung über alte Handarbeitstechniken. Handarbeitsunterricht, so erfuhren die Besucher wurde erstmals in Zossen durch die Ehefrau des Superintendenten Bauer an der Industrieschule Unterrichtet. Mustersticktuch, ca.1950 Handarbeit Zossener Schule Deckchen mit Durchbruchstickerei, ca.1940 angefertigt von einer Handarbeitslehrerin Mädchenhemd, gefertigt aus Stopftwist 1946 Stickarbeit im Stickrahmen ca.1930 Fadendose 1930 Strickliesel ca. 1950 Aber auch in der Freizeit entstanden Kleidungs- Schmuck- und Gebrauchsgegenstände oft in Handarbeit. Da Zossener Bürger einige dieser Arbeiten den Schulmuseum zur Verfügung stellten, konnten die Besucher vor allem die Präzision der zumeist sehr filigran gearbeiteten Stücke bewundern. Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

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2011-03-11 Handarbeit und Werken Exponate aus 2 Jahrhunderten

Kunsterziehung, Handarbeit und Werken - Ausstellungsstücke aus 2 Jahrhunderten zeigte diese Sonderausstellung. Offensichtlich begonnen hatte alles in Zossen mit der Industrieschule eingerichtet von Superintendent Bauer - von 1795 bis 1809 auch als Schulinspektor in Zossen tätig. Nicht Industriemaschinen lernten die Schüler bedienen, sondern einfache Handarbeiten, mit denen sich ein Zubrot verdienen ließ. Um1960 von Schülern angefertigte Kunstwerke waren ebenso zu sehen, wie Handarbeiten aus dem vergangenem Jahrhundert und Arbeiten aus dem Werkunterricht von Lehrer Klaus Voeckler. Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Erlebtes

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2019-03-07 Kinderzeitungen im Schulmuseum

Am 7. März pünktlich um 10 Uhr mit der historischen Schulglocke war es dann wieder soweit. Aus dem großen Fundus des Schulmuseums wurde eine tolle umfangreiche neue Ausstellung eingeläutet und präsentiert. In diesem Jahr werden Kinder- und Jugendzeitschriften aus der DDR gezeigt. Atze, Frösi, Bummi, Trommel, Mosaik u.v.m. Werden wieder zum Leben erweckt. An so manche Zeitung konnten sich die Besucher selbst noch genau erinnern. Schön fanden die Besucher, dass alle Zeitungen noch ohne Werbung waren, was heute bei den Hochglanzkinderheften oft aufstößt. Viele hatten den Umfang der in der DDR gedruckten Kinderzeitschriften fasst vergessen. Im Zuge der Mangelwirtschaft gab es viele Zeitungen nur im Abo oder auch als genannte „Bückware“ in den Zeitungskiosken. Zu den Mitgliedern der AG Schulmuseum, Mitgliedern des Vereins gesellten sich noch 14 Gäste. Unter ihnen war Silvio Fischer vom Museum des Teltow und Thomas Haetge vom Amt für Kultur der Kreisverwaltung, der erstmalig das Schulmuseum besuchte. In lockerer Runde wurde nach den einführenden Worten von Frau Gudrun Haase durch die Ausstellung geführt und mit einem Gläschen Sekt auf diese schöne Ausstellung angestoßen. Bringen Sie Zeit mit, wenn Sie kommen, es liegen überall Zeitschriften und Heftchen aus zum Lesen und Stöbern. Ein Besuch am Donnerstag läßt sich immer gut mit dem Zossener Wochenmarkt verbinden. Auch wenn es im Erdgeschoss vom Kirchplatz 7 im Moment etwas verlassen aussieht, das Schulmuseum in 1.OG hat trotzdem geöffnet. Trauen Sie sich über die Treppe oder den Fahrstuhl in die Ausstellung. {besps}/slideshow/2019-03-07{/besps} Die Ausstellung ist bis Februar 2020 zu sehen. Zurück zu Erlebtes Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke

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2020-11-18 Neues aus dem Schulmuseum Zossen

Das Schulmuseum Zossen hat zwar nach den letzten Coronaeinschränkungen für den Besucherverkehr wieder geschlossen. Dennoch gibt es einige Neuigkeiten aus dem Geschehen der letzten Monate zu berichten. Unsere seit März laufende Ausstellung "Kinder- und Jugendbücher im Wandel der Zeiten" konnte bisher leider nur wenigen Besuchern präsentiert werden. Dennoch haben wir von vier Familien recht interessante Spenden von alten Kinderbüchern und anderen Schulbüchern erhalten. Mit besonderer Freude haben wir ein altes Lesebuch aus dem Jahr 1841 entgegengenommen. Es trägt den Titel " Kleines Schulbuch für Anfänger im Lesen und Denken". Erscheinungsort Magdeburg, Im Verlage der Pansaischen Buchdruckerey, Neue Auflage. In dem kleinen Büchlein sind auf 64 Seiten Buchstaben und Zahlen, Silbenbildungen, Denksprüche, Rätsel, Sprichwörter, kleine Erzählungen, Gebete, vier Seiten Rechnen und im Anhang 15 Seiten Kleiner Katechismus untergebracht. Dem Heimatverein "Alter Krug" Zossen e. V. gelang es, unseren Bestand an vom Zossener Conrektor Fischer verfassten Büchern um ein weiteres Werk zu vergrößern. Es ist die "Kleine Briefschule für Kinder" mit 200 Aufgaben zum Briefschreiben nebst den dazu gehörigen ausgeführten Briefen über Stoffe aus dem Kreise der Kinder. Es ist als 2. Auflage erschienen in der Schulbuchhandlung von Greßler, Langensalza 1867. Hier nun ein kleiner geschichtlicher Exkurs über F. L. Fischer. Im Heimatjahrbuch von Teltow-Fläming vom Jahr 2010 wird über Ferdinand Ludwig Fischer, Lehrer und Conrektor an der Zossener Stadtschule von 1833 bis 1879, berichtet. Nachdem F. L. Fischer 1833 die neu eingerichtete Stelle eines vierten Lehrers an der Stadtschule Zossen im Alter von 24 Jahren angetreten hatte, wurde er bereits 1837 in das Amt des Conrektors berufen. Im Jahr 1834 wurden in Zossen 366 Kinder von 4 Lehrern unterrichtet, bald war eine 5. Klasse mit den Lernanfängern geschaffen worden. Noch im Jahr 1848 befanden sich im Schulhaus die Wohnungen der ersten drei Lehrer und es gab 5 Klassen. Unterrichtet wurde nach der "Hand-Fibel". Das Schulmuseum verfügt über dieses Buch von 1865 als 80. Auflage. Im Kirchenbuch von Zossen ist vermerkt, dass F. L. Fischer 1837 unter dem Register Aufgebote/Trauungen aufgeführt wurde und die Eheschließung in Prenzlau erfolgte. Seine einzige Tochter wurde 1839 in der Zossener Kirche getauft. Seine Frau verstarb im Februar 1843 am Scharlachfieber. So lebte er dann gemeinsam mit seiner Tochter, bis diese 1868 den Cantor Friedrich Ermel heiratete. Weitere Daten konnten wir nicht ermitteln und nehmen an, dass er nach seiner Pensionierung zur Tochter gezogen ist. Welcher Ort ist unbekannt. In der von Luis Günther verfassten Stadtchronik kann man lesen, dass er an die Stadt Zossen wiederholt ein Gesuch um Erhöhung seines Gehalts richtete. Dieses hatte folgenden Schlußsatz: "Gottes Segen über eine Stadt, an deren Spitze Vertreter stehen, die eine gedeihliche Zucht der Jugend durch ein gemessenes äußeres Wohlbefinden des Lehrers derselben zu befördern suchen." Erst im Jahr 1862 hatte er damit Erfolg und erhielt eine Zulage von 50 Talern jährlich. In seinen beiden Büchern zur Aufsatzlehre kann man viele Anregungen zum Verfassen von Beschreibungen und Briefen entnehmen und so auch Beschreibungen der Stadt Zossen aus dieser Zeit. Seine Publikationen widmen sich aber auch der Preußischen Geschichte mit methodischen Anleitungen, religiösen Schriften und er gab auch ein "Kleines Schul-Choralbuch" für 10 Silbergroschen für ärmere Kinder heraus. Wir haben jetzt 9 Bücher von ihm im Museum, alle in der Schulbuchhandlung Langensalza erschienen. Text und Fotos: Gudrun Haase

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2021-07-30 Nachschlagewerke für Schüler

Das Schulmuseum Zossen hat auch in der coronabedingten Schließzeit eine Anzahl von sehr interessanten Schulbüchern erhalten. So bekamen wir ein Nachschlagewerk für Schüler aus dem Jahr 1874. Es trägt den Titel "Ergebnisse des geographischen, geschichtlichen und naturkundlichen Unterrichts in Volks- und Bürgerschulen". Dieses Buch wurde als 3. Auflage von Rektor W. Dietlein im Verlag von Harald Bruhn, Braunschweig, herausgegeben., In einem Format von etwa A5 umfasst es vier Bereiche: I. Geographie 50 Seiten, II.Geschichte 40 Seiten, III. Naturgeschichte 59 Seiten und IV. Naturlehre (physikalische und chemische Erscheinungen) 26 Seiten. Die 1. Ausgabe erfolgte 1870 und wurde nach den allgemeinen Bestimmungen von 1872 (darin wurde von der Preußischen Regierung der Umfang des den Schülern zu vermittelnden Wissens festgelegt) in der 2. und 3. Auflage überarbeitet. Der Verfasser schreibt: "Wie wichtig es ist, daß auch die Schüler der niederen Schulen bei ihren Wiederholungen gewisse Anhaltspunkte haben, bedarf meinerseits keines Beweises, denn sowohl die compendiösen Zusammenstellungen in einigen Lesebüchern wie auch das hier und da noch vorkommende Diktieren der Unterrichts-Ergebnisse geben davon genügend Zeugnis ... Auch die besonderen Leitfäden.für gehobene Schulen haben trotz ihrer Vortrefflichkeit in den betreffenden Schulstufen keinen Eingang gefunden - weil sie zu ausführlich und deshalb zu kostspielig waren. Mit vorliegendem billigen Werkchen habe ich den Versuch gemacht, für Schüler das Wichtigste aus den weltkundlichen Fächern, so wie ich es als Ergebnis in einer guten Volksschule gefunden habe, zusammenzustellen ..." Während unser Museum über eine Fülle von alten Lesebüchern aus der Zeit vor und nach 1900 verfügt, haben wir mit diesem Buch unser erstes Nachschlagewerk für Schüler aus der Zeit vor 1880 erhalten. Wer seine Schulzeit in der DDR erlebt hat, erinnert sich sicher an die Schulbuchreihe für die oberen Klassen unter den Titeln "Physik in Übersichten, Mathemetik, Technik. Chemie, Geographie ... in Übersichten " Diese waren für die Schüler besonders in Hinsicht auf die Abschlussprüfungen ein gutes Arbeitsmaterial. Wer in den 50-er und Anfang der 60-er Jahre Nachschlagemittel haben wollte, fertigte saubere Mitschriften des Unterrichtsstoffes an oder benutzte, was aber nicht in allen Haushalten vorhanden war, Lexika. Der Kinderbuchverlag Berlin gab dann in den folgenden Jahren eine große Anzahl von Dokumentationen in der Buchreihe "MEIN KLEINES LEXIKON" heraus. Es ist eine für Kinder herausgegebene Serie populärwissenschaftlicher Einführungen in verschiedene Wissensgebiete, die wesentliche Begriffe in alphabetischer Reihenfolge verständlich und unterhaltsam erklären. So stellt Mein kleines Lexikon "Strecke, Kreis, Zylinder" Eigenschaften und gegenseitige Beziehungen einfacher ebener und räumlicher Gebilde vor, festigt und erweitert bereits erworbene Kenntnisse, erweckt Freude am Experimentieren und Knobeln. Außer diesem im Jahr 1977 erschienenen Buch erhielt das Schulmuseum im Laufe der Jahre von mehreren Spendern über 30 verschiedene Titel, die Sie auch in unserer aktuellen Sonderausstellung "Kinder- und Jugendbücher im Wandel der Zeiten" betrachten können.

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2021-10-13 Gut zu wissen - Schiefertafeln und Wandtafeln

Schiefertafeln sind Schreibtafeln aus Gestein. Schiefer wird im Schiefergebirge abgebaut und lässt sich leicht in Platten spalten. Werden sie geschnitten, geschliffen und in einen Holzrahmen gefasst, erhält man die Schiefertafeln, die in Deutschland seit 1740 in den Schulen in Gebrauch waren. Schiefertafeln können beidseitig benutzt werden. Sie wurden bald auf einer Seite mit Schreiblinien, auf der anderen mit Rechenkästchen versehen. Schreibwerkzeuge sind Schieferstifte oder Griffel, die weicher sein müssen als der Tafelschiefer und deshalb aus säulenförmigem Schiefer gewonnen werden. Zum Anspitzen benutzte man früher Messer, hartgebrannte Steine oder auch besondere Anspitzer. Die Schriftzüge entstanden durch den Schieferabrieb des Griffels auf der etwas härteren Tafelfläche. Durch Schwämmchen oder Lappen, die an den Tafeln angebunden sind, lässt sich das Geschriebene leicht löschen. Meist hatten die Schulkinder sie angefeuchtet und aus dem Schulranzen heraushängen. Mit der Schiefertafel und dem Griffel, der in einem Griffelkasten aufbewahrt wurde, war das Schulkind für das erste Schuljahr vollständig ausgerüstet. Es gab allerdings in einigen Städten schon um 1930 Schulversuche, wo man die Kinder gleich mit Bleistift in Hefte schreiben ließ. Aber das waren wenige Schulen. Bis in die 50-er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden Millionen von Schiefertafeln und Griffel in Steinach in Thüringen hergestellt und in alle Welt exportiert. 1955 wurde in den neuen Bundesländern gesetzlich verfügt, dass die Schulanfänger gleich mit dem Schreiben in Hefte beginnen sollten. Die Produktion der Schiefertafeln war eingestellt worden.. Die Wandtafel war zunächst das einzige Hilfsmittel des Lehrers, als 1717 in Preußen die Schulpflicht eingeführt wurde. Das war eine schwarz gestrichene Platte, auf welcher mit weißer Kreide geschrieben wurde. Die weiße Schrift hob sich vom dunklen Hintergrund ab, so dass alle Kinder es gut erkennen konnten. Ob man nun die Tafel an der Wand aufhängte oder auf einen Ständer stellte, hing von den räumlichen Bedingungen ab. In alten Dorfschulen findet man oft beide Tafelarten im Raum. Die Ständertafel bietet teilweise die Möglichkeit, dass der Lehrer vor dem Unterricht die Rückseite beschreiben konnte. An höheren Schulen fand dann die Schiebewandtafel mit zwei übereinander angeordneten Flächen ihren Platz und wer in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Schule ging, erinnert sich an die nach beiden Seiten aufklappbaren Wandtafeln, die z. T. mit einer Metallfläche ausgestattet waren, auf der mit Magneten Applikationen befestigt werden konnten. Hier galt nun nicht mehr die schwarze Tafelfarbe, sondern ein grüner Untergrund. Heute rühmen sich einige Grundschulen, dass sie nun alle Kreidetafeln abgeschafft haben und nur noch digital verwendbare Tafeln benutzen. In unserem Schulmuseum kann man verschiedene Tafelarten sehen und das Schreiben auf der Schiefertafel probieren. Gudrun Haase

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2021-10-14 Gut zu wissen - Schreibgeräte und Federkästen

Schreibgeräte und Federkästen Schreibgeräte Als die Schulpflicht vor über 300 Jahren eingeführt wurde, nutzte man zunächst Schiefertafel und Griffel, um die Kinder im Schreiben zu unterrichten. In Thüringen wurden Schiefertafeln schon im 15. Jahrhundert hergestellt und verkauft und waren in den Schulen Deutschlands seit 1740 im Gebrauch. Die Schulanfänger schrieben in den neuen Bundesländern bis 1954 in den meisten Klassen bis zu einem Jahr auf der Schiefertafel. Ab 1955 wurde gleich mit Bleistift in Hefte geschrieben. Vogelfedern, die an den unteren Enden bzw. Kielen zugeschnitten wurden, dienten zum Schreiben mit Tinte auf Papier. Besonders geeignet waren die mittleren Federn aus den Schwingen der Gänseflügel. Sie wurden durch Wärme gehärtet und mit einem "Federmesser" zugeschnitten. Durch unterschiedlich geformte Federspitzen ließen sich wahre Kunstwerke des Schönschreibens verwirklichen. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein waren Gänsekiele in den Schulen im Gebrauch und wurden erst allmählich durch Federhalter abgelöst. Unter Federhaltern versteht man Metallfedern, die in einen Halter gesteckt werden. Diese waren aus Rohr, Holz, Kork, Elfenbein, Metall oder später aus Kunststoff. Die Metallfedern betreffen hinsichtlich ihrer Haltbarkeit die Federkiele bei weitem und können sofort und einfach ausgewechselt werden. Anfangs wurden nur spitze Metallfedern hergestellt. Später erleichterten breite und runde Spitzen den Kindern das Schreiben. Erste brauchbare Metallfedern wurden in England hergestellt. In Deutschland nahm die Firma Blankertz in Berlin 1856 die massenhafte Produktion von Stahlfedern auf. Um 1900 hatten sich die Federhalter in den Schulen allgemein als Schreibgeräte durchgesetzt. Es dauerte dann noch Jahrzehnte, bis sich eine weitere Neuerung allgemein durchsetzen konnte: der Füllfederhalter, auch Füller genannt. Federkästen Die Schulkinder bewahrten die Griffel in eigens dafür angefertigten Holzschachteln, den sogenannten Griffelkästen, auf. So waren die Griffel vor dem Zerbrechen geschützt, denn wenn sie runterfielen entstanden schnell Bruchstücke. Durfte das Kind Bleistift und Federhalter zum Schreiben auf Papier benutzen, so fanden auch diese in dem Holzkästchen Platz. Nun nannte man sie Federkasten. Also galten beide Bezeichnungen für den gleichen Gegenstand. Der Federkasten war im Innern so aufgeteilt, dass neben den Schreibgeräten auch noch ein aus mehreren kleinen Lederstückchen bestehendes Teil Platz fand. Es diente zum Entfernen überschüssiger Tinte am Federhalter. Die Federkästen waren häufig mit kleinen Bildern geschmückt. Um 1900 verwendete man in den Städten neben den Schiebekästen bei reicheren Familien auch mit Lackmalerei versehene aufklappbare Federkästen. Mit dem Wunsch, etwas mehr unterzubringen, wurden sogenannte doppelte Federkästen aus Holz hergestellt. In der Mitte des 20. Jahrhunderts lösten dann aus Leder gefertigte Federtaschen mit mehr Aufbewahrungsmöglichkeiten auch für Buntstifte und Füllfederhalter die Federkästen ab, Diese Gegenstände aus vergangenen Zeiten sind im Schulmuseum Zossen ausgestellt. Gudrun Haase

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2021-10-15 Gut zu wissen - Schulmappen für Jungen und Mädchen

Schulmappen für Jungen - Schulmappen für Mädchen In wenigen Tagen werden die Schulanfänger des Jahres 2021 zum ersten Mal stolz mit ihren neuen Schulmappen die Schule betreten. Diese unterscheiden sich kaum in der Form, tragen aber je nach Vorliebe des Kindes viele schöne farbige Bildmotive. Auf den Einschulungsfotos kann man dann noch weiteres Zubehör in gleicher farbiger Gestaltung bewundern. Und vielleicht berichten bei der Feier im Familienkreis auch noch Urgroßeltern, wie es bei ihrer Einschulung war. Wenn man dann Schultaschen aus früheren Zeiten auch mal sehen möchte, lohnt ein Weg ins Schulmuseum Zossen. Die beiden Fotos zeigen zwei verschieden gestaltete Schultaschen. In dieser Form waren sie schon vor 150 Jahren und nur in dieser Gestalt üblich. Betrachten wir zunächst die Schulmappe für Jungen. Es ist die älteste in unserem Museum vorhandene Mappe. Wir verdanken sie einer Familie, deren Vorfahre damit im Jahr 1901 in die Dorfschule in Zesch am See eingeschult wurde. Sie besteht aus kräftigem dunklem Leder und trägt auf der Deckklappe ein eingestanztes rechteckiges Muster. Es ist eine Handwerkerarbeit. Bei den industriell gefertigten Mappen ist die Prägung etwas stärker. Diese Mappe reichte für die acht Schuljahre des Kindes und konnte, wenn nicht bereits jüngere Geschwister sie brauchten, noch als Aktentasche für die Berufsschule genutzt werden, indem an Stelle der Schulterriemen obenauf ein Lederhenkel vom Sattler angebracht wurde. Auch so ein Exemplar können wir zeigen. Sie ist kleiner als die heutigten. Es mussten die Schiefertafel Platz finden, ein Federkasten für die Schreibgeräte, Fibel, später Schreibhefte, Lesebuch, Rechenbuch und einiges mehr. Diese Mappe wurde auch häufig als Schultornister bezeichnet. Die Jungen sollten ja später als Soldaten (Fußvolk) alles was sie mitführen mussten im Tornister auf dem Rücken tragen (Auch bei den Schulentlassungszeugnissen stand "bis zum Eintritt ins Militär aufzubewahren"). Bei einigen Schulmappen war das Deckblatt auch noch mit einer Fellauflage geschmückt. Bei der Schultasche für Mädchen war das Deckblatt nur halb so groß und sie ließ sich zum Teil durch über Kreuz angeordnete Riemen verschließenn. Sie bestand auch aus kräftigem Leder, oft etwas helleres braun. Eine Zossener Bürgerin, die unser Schulmuseum anlässlich der Feier ihres Goldenen Abiturs mit ihren ehemaligen Mitschülern besuchte, brachte uns einige Zeit später ihre Schulmappe, mit der bereits ihre Mutter im Jahr 1909 in Zossen eingeschult wurde. Die 1944 eingeschulte Tochter konnte diese Mappe auch noch mehrere Jahre benutzen. Das ist doch ein Zeichen für gute Qualität und Nachhaltigkeit. Wir können im Museum auch eine Schulmappe zeigen, die 1955 von der Mutter und 1975 von ihrer Tochter in den ersten Schuljahren genutzt wurde. Sie wurde nicht mehr durch die Schulterriemen geschlossen, sondern durch einen goldglänzenden Bügelverschluss. Die strenge Teilung Jungen- und Mädchenmappe wurde aber nicht immer so genau genommmen, weil man die stabile Schultasche in der Familie an jüngere Geschwister weitergab oder auch in der Nachbarschaft verborgte. Ich selbst wurde 1945 eingeschult und trug stolz die Mappe meines älteren Bruders, der bereits nach der 4. Klasse für die höhere Schule eine größere Schultasche benötigte. Gudrun Haase

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2021 10 15 Mappe Maedchen2021 10 15 Mappe Maedchen

2022-02-21 Als Handarbeit noch Unterrichtsfach war

Das Nähkörbchen An den Schulen in Brandenburg wurde 1872 das Unterrichtsfach Handarbeit für Mädchen eingeführt. Die beiden Wochenstunden sollten im Sommerhalbjahr jeweils an zwei Tagen im Anschluss an den übrigen Unterricht erteilt werden, im Winter durften sie auch hintereinanderliegen. In dieser Zeit hatten die Jungen das Unterrichtsfach Turnen. An dem Unterricht sollten die Schülerinnen teilnehmen, die das achte Lebensjahr am Beginn eines Schulhalbjahres erreicht hatten. Die Gemeinden wurden verpflichtet, das Geld für die Bezahlung der Handarbeitslehrerin aufzubringen. Die Mädchen sollten das Stricken und die Anfänge des Nähens erlernen sowie das Wäschezeichnen. Das Zeichnen der Wäsche diente dazu, die bei einer Hochzeit mitzubringende Aussteuer der Ehefrau zu kennzeichnen. Während im Anfang die notwendigen Materialien in der Schule aufbewahrt wurden, hatten die Mädchen in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts die benötigten Gegenstände in einem Behältnis mit nach Hause zu transportieren. Dazu diente ein Handarbeitskörbchen (Nähkörbchen), das einmal in der Woche neben der Schulmappe mitzuführen war. Das Handarbeitstuch Die Beherrschung des Strickens wurde durch die Anfertigung von Strümpfen nachgewiesen. Um seine erlernten Fähigkeiten im Sticken und Nähen zu demonstrieren, fertigten die Mädchen sogenannte Sticktücher an. In den älteren Sticktüchern, die wir zeigen können, dominierte das Sticken von Monogrammen und Zierkanten Das hier abgebildete Handarbeitstuch aus den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts zeigt neben dem Sticken auch das Können beim Anfertigen von Knopflöchern, Einsetzen von Flicken und Stopfen schadhafter Stellen. Bei älteren Sticktüchern sind teilweise noch die vorgedruckten und nicht vollständig ausgeführten kunstvollen Verzierungen der Buchstaben zu erkennen. Unser Schulmuseum besitzt mehrere interessante Arbeiten dieser Art, die in unserer Dauerausstellung zu besichtigen sind. Ab 24. Februar 2022 können Sie ausserdem unsere Sonderausstellung "Wandern Sport und Spiel" zu unseren Öffnungszeiten Donnerstag und Sonnabend von 10.00 bis 12.00 Uhr besichtigen. Gudrun Haase Leiterin des Schulmuseums Zossen

2022 02 21 Handarbeitskorb2022 02 21 Handarbeitskorb
2022 02 21 Sticktuch2022 02 21 Sticktuch

2022-02-22 Glückwunschblätter und Schreibhefte

Glückwunschblätter In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts war es eine schöne Geste, den Eltern zum Jahreswechsel auf Schmuckblättern zu danken und ihnen für das neue Jahr die besten Wünsche auszusprechen. Anleitung dazu gab es in den Lesebüchern. So heißt es dort unter der Überschrift "Was das Kind den Eltern wünscht " zum neuen Jahr: Ich bringe heut zum neuen Jahr mein kleines Herz voll Liebe dar und bitte: "Liebet ferner mich, so wie bisher, herzinniglich!" - Gar gerne will ich Euch erfreun, will fleißig, artig, folgsam sein! Der treue Gott im Himmel dort bescher Euch Gutes fort und fort. In dem Lesebuch der Mark Brandenburg sind unter der gleichen Überschrift auch noch Beispiele unter b. Zum Geburtstag der Mutter und unter c. Zum Geburtstag des Vaters zu lesen. Gedruckte Schmuckblätter in der Größe etwa 23 cm mal 30 cm konnte man, wie dann später die Postkarten, kaufen. Auch zum Weihnachtsfest gab es schon um 1900 schöne aufklappbare Schmuckblätter. Unser Museum verfügt über einige dieser Exemplare. Auf der Innenseite gab es genügend Platz, um in schönster Schrift seine Glückwünsche, oft in gereimter Form, in mehreren Strophen zu notieren. Häufig wurden dann auch gute Vorsätze für die Zukunft eingefügt. Diese Dankbarkeit zum neuen Jahr wurde auch ausgesprochen, wenn das Weihnachtsgeschenk noch so bescheiden ausgefallen war. Schreibhefte Besucher unseres Schulmuseums sind immer wieder beeindruckt über die saubere Schrift in den Schreibheften aus der Zeit, wo noch der Federhalter mit dem Tintenfass das Schreibmittel war. Weil die Kinder das Schreiben auf der Schiefertafel erlernten, wurde in Heften gleich sehr ordentlich geschrieben. Schönschreiben war bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts Unterrichtsfach, wurde auf dem Zeugnis bewertet. Die in der Volksschule verwendeten Schreibhefte waren von einer dunkelblauen oder anthrazitfarbenen Hülle umgeben, was auch der amtlichen Vorschrift der Schulbehörde entsprach. Dort hieß es, dass andersfarbige Hefte einen Umschlag in diesen beiden Farben erhalten müssten. Unser Museum besitzt aber auch aus Familiennachlässen bebilderte Schreibhefte, die sicher für den häuslichen Unterricht genutzt wurden. Das hier gezeigte Exemplar hat als Deckblatt auch noch den Sinnspruch: "Wer Arbeit und den Nächsten liebt, zufrieden sich in Alles giebt, Nur der lebt wohl und froh." Es wurde im Jahr 1865 hier in Zossen benutzt und enthält Abschriften von Bibelversen. Ein anderes farbiges Heft aus dieser Zeit enthält Beispiele für den Briefwechsel mit einer Freundin in recht wohlklingenden und höflichen Worten. In einigen alten Heften findet man im Bereich naturkundliches Wissen sehr sorgfältig angefertigte kleine Bleistiftzeichnungen, die den Texten beigefügt sind. Die Schreibhefte nach dem 2. Weltkrieg waren von verschiedener Farbgestaltung und trugen zu DDR-Zeiten hellgrüne Umschläge. Zum Schreibheft gehörte auch immer ein Löschblatt. Dank vieler Spenden von Bürgern verfügt unser Schulmuseum über eine beträchtliche Anzahl von Schreibheften. Aus ihrem Inhalt kann man viel über die Lebensweise in früheren Zeiten entnehmen. Gudrun Haase Leiterin Schulmuseum Zossen

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2020-02-20 Vom Kreisel zum Tiroler Roulett

Der Kreisel Das Spiel mit dem Kreisel war bis in die 50er Jahre bei Jungen und Mädchen gleichermaßen beliebt. In der klassischen Ausführung ist der Kreisel ein kegelförmiges Spielgerät aus Holz, auf dessen Oberfläche Rillen eingeschnitzt sind. Er wird mit der Peitsche getrieben, einem Holzstock, an dessen Ende eine Schnur befestigt ist. Sich schnell auf der Spitze um die eigene Achse drehend, erhält der Kreisel zur Beschleunigung Schläge mit der Peitsche. Um die notwendige Anfangsgeschwindigkeit zu erhalten, wird beim Start die Peitschenschnur, vom Ende beginnend, um die Rillen gewickelt, der Kreisel aufrecht auf die Erde gesetzt und nach straffem Anziehen die Peitschenschnur entfernt. Das Spielen mit dem Kreisel setzt eine möglichst glatte Fläche voraus und genügend Platz für Bewegung. Besucher des Schulmuseums berichten, dass sie in der früheren verkehrsarmen Zeit den Kreisel entlang mehrerer Häuserfronten über den Bürgersteig trieben und man so Wettkämpfe veranstaltete. Auch heute noch findet man auf einigen Märkten hölzerne farbig gestrichene Kreisel, die gleich mit dem notwendigen mit einer Schnur versehenen Holzstab angeboten werden. Das Tiroler Roulett Dieses in unserem Schulmuseum vorhandene Spielgerät aus den 30er Jahren ist recht unterhaltsam für Spiele, die in Innenräumen stattfinden müssen. Ein auf der Spitze stehender Holzkreisel, der von einer Anzahl Murmeln umgeben ist, wird von der Hand in Drehung versetzt. Er schleudert nun einige Murmeln in die Löcher auf dem kreisförmigen Brett. Diese Löcher sind mit Zahlen beschriftet und in verschiedenen Farben bemalt. Lässt man nun beim Spiel in einer kleinen Gruppe z. B. jedes Kind dreimal hintereinander den Kreisel drehen, so zählen die Kinder gern die von ihnen erreichten Punkte zusammen. So ist der Sieger schnell ermittelt. Verstärken kann man das Rechenspiel indem z.B. die Zahlen auf den verschiedenfarbigen Feldern doppelt oder dreifach gewertet werden. Unter der Bezeichnung Tiroler Roulett bieten Läden, die Holzspielwaren verkaufen, dieses unterhaltsame Lernspiel an. Es wäre vielleicht zu überlegen, ob das nicht eine Alternative zur Fülle der elektronischen Spiele sein könnte. Unser Schulmuseum zeigt auch in diesem Jahr wieder eine Weihnachtsausstellung mit den Dingen, die Kinder früher zur Weihnachtszeit glücklich machten. Wir haben auch zusätzlich zu den Öffnungszeiten am 2. Advent, dem 5. November, geöffnet, wenn der Weihnachtsmarkt rund um die Kirche stattfindet. Gudrun Haase Leiterin des Schulmuseums Zossen

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2022-05-24 Vom Album amicorum zum Poesiealbum

Poesiealben (Stammbücher) - Erinnerungen an Freunde Stammbücher Gegen Ende des 16. Jahrhunderts entstand in der studentischen Jugend die Sitte, Sinnsprüche und auch Widmungen in zum Teil recht prachtvoll mit Goldschrift geprägte Bücher einzutragen. Man nannte sie Album amicorum. Verzierungen durch Aquarelle, Stiche, Zeichnungen von Ausflügen usw. schmückten diese Freundschaftsbücher (Stammbücher). Neben Mitstudenten bat man auch die Professoren um ihre Eintragung und hatte so einen karrierefördernden Beleg bei Bewerbungen an einer anderen Universität. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts griff diese Sitte auch auf die noch nicht studierende Jugend über. Unser Schulmuseum besitzt das Stammbuch des Schülers Lautensack, das eine Eintragung des damaligen Superintendenten Carl Friedrich Bauer enthält. Auf Seite 19 heißt es: Prediger Salomo 1.13.14. Zur Erinnerung an den feierlichsten Tag Deines Lebens, dessen Andenken Dich leite stets auf rechter Bahn C.F.Bauer Zossen, den 12. Juni 1808 Das Schulmuseum Zossen kam in den Besitz dieses Stammbuches durch die Schenkung eines Stammbuchsammlers aus Oldenburg, der wegen vieler Eintragungen aus Zossen in Kontakt mit dem Heimatverein Zossen trat. Im Stammbuch hat der Besitzer die Seiten nummeriert und am Ende ein alphabetisches Register angefertigt. Hier finden wir auch mehrere Eintragungen der Familie Eichhorn, Besitzer des Gutes Zossen. Seite 83: Wandle auf dem Weg der Tugend und sei glücklich Zossen, den 11. Juni 1808 Bei Lesung dieser Zeilen erinnere Dich Deines Freundes A. Eichhorn Poesiealben Bereits in der zweiten Hälfte des !9. Jahrhunderts setzte sich die Tradition des Stammbuches in den allseits bekannten Posiealben durch. Hier wurden nun Verse in Reimform von Freunden und Mitschülern eingetragen und häufig auf der anderen Seite mit Lackbildern (Oblaten) oder kleinen Zeichnungen verziert. Bei einer Sonderausstellung im Schulmuseum konnten wir einhundert Poesiealben zeigen, weil uns viele Bürger mit ihren eigenen Poesiealben als Leihgaben unterstützten. Zum Bestand unseres Museums gehören inzwischen mehrere Poesiealben und eine beträchtliche Sammlung vieler Sinnsprüche aus den Alben. Mit beginn der 90-er Jahre des 20. Jahrhunderts verschwand das Posiealbum und wurde durch die Freundschaftsbücher ersetzt, die ohne jede Form von Poesie Fakten zu den Personalien und Vorlieben der eintragenden Freunde enthielten. Bei einem Besuch in unserem Schulmuseum können Sie einen Einblick in die dargestellten Exponate nehmen Gudrun Haase Leiterin des Schulmuseums Zossen

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2022-05-24 Zirkelkasten und Holzschiebekästchen

Zirkelkasten Schon die Schulanfänger freuen sich, wenn sie ein Lineal erhalten. Sie sind stolz damit gerade Linien zu ziehen. Im Laufe der Schulzeit lernen sie dann ein Hilfsmittel kennen, mit dem man eine Kreislinie zeichnen kann, den Zirkel. Bereits vor einigen Jahrhunderten, als die Mathematik in die Schulen Einzug hielt, sehen wir Zeichnungen von Kreisen in alten Schulbüchern. Während in den Dorfschulen bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ein Holzkästchen zum Transport des Zirkels diente, wurde bereits um 1900 für die acht getrennten Schuljahre in einer höheren Stadtschule als benötigtes Lernmittel ein Zirkelkasten gebraucht. Das Material, aus dem die Zirkel hergestellt wurden, war häufig Messing. Wir finden in den Zirkelkästen außer einer Vorrichtung des Zirkels zum Halten der Bleistiftmine auch ein Ergänzungsteil mit einer Ziehfeder, die Tinte aufnehmen konnte. Diese ließ sich auch in einen Stifthalter einpassen, um gerade Linien mit Tinte nachzuziehen. Besucher staunen immer wieder, dass auch ein Winkelmesser aus Metall dazugehörte. Der Zirkelkasten hatte auch noch ein kleines Behältnis für Ersatzzirkelminen. Wer höhere Bildungseinrichtungen besuchte, benutzte in den zum Abitur führenden Klassen ähnlich wie in Ingenieurschulen Zirkelkästen mit weiteren Hilfselementen, um sehr genaue Zeichnungen anfertigen zu können. Auch diese können wir zeigen. Holzschiebekästchen für den Zirkel Heute gehört zur Ausstattung des Schulkindes in der Unterstufe ein Zirkel, der seinen Platz in der Federtasche findet. Das war auch schon vor 70 Jahren so. Aber in der Zeit davor, als noch der Schiebefederkasten aus Holz die Schreibgeräte wie Griffel und Federhalter zum Transport aufnahm, gab es kleine schmale Holzschiebekästchen, die etwa 15 bis 20cm lang waren. Sie dienten dazu, den Zirkel sicher mitzuführen. Auf dem beweglichen Deckel war eine Skala mit cm- und mm-Einteilung angebracht. Man konnte so das kurze Lineal gleich mitführen, eine sehr praktische Einrichtung. Wer kennt noch die beliebte Redewendung: "Ich steche den Zirkel ein und schlage einen Kreisbogen"? Diese "brutale" Ausdrucksweise war beim Mathematiklehrer nicht sehr beliebt. Wenn Sie unser Schulmuseum besuchen, zeigen wir Ihnen gern noch weitere mathematische Hilfsmittel aus Ihrer Schulzeit. Gudrun Haase Leiterin des Schulmuseums Zossen

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2022-05-24 Rechenscheibe und Kleinrechenapparat Rekord

Bevor der Taschenrechner Einzug in unser Leben hielt, gab es eine Anzahl mechanischer Rechenhilfsmittel für das Ausführen von Grundrechenarten. Familie Naumann aus Dabendorf stellte die beiden hier abgebildeten Geräte unserem Schulmuseum zur Verfügung. Die Rechenscheibe Durch einen mit dem Zeiger verbundenen Drehknopf unterhalb der Scheibe kann man die innere Skale drehen und wie beim Rechenschieber die eine zu multiplizierende Zahl auf die 1 der äußeren Skale stellen. Den zweiten Faktor wählt man auf der äußeren Scheibe und kann darunter das Ergebnis ablesen. Auch die Division kann man ausführen. Weil durch die kreisförmige Anordnung die Ziffern und ihre Abstände größer sind, lassen sich die Zahlen viel besser als beim Rechenstab ablesen. Frau Barbara Naumann erzählte uns, dass sie dieses Rechenhilfsmittel bis in die frühen 90-er Jahre bei ihrer Tätigkeit beim Rat des Kreises Zossen, Abteilung Finanzen, verwendet hat. Kleinrechenapparat Rekord Der Kleinrechenapparat gehört zu unseren besonders interessanten Ausstellungsstücken. Herr Arno Naumann hat ihn bei seiner Tätigkeit als Tankwart an der Zossener Tankstelle in den 70er und 80er Jahren benutzt. Als er dieses Gerät unserem Museum zur Verfügung stellte, wies er uns darauf hin, dass es in Klausdorf von der Firma Rechenapparatebau und Kunststoffverarbeitung A.Weinert hergestellt wurde. So hat man es in unserer Gegend vielfach verwendet. Mit dem Stift können leicht Zahlen zur Addition oder Subtraktion eingestellt und durch Bewegen des Stiftes Rechenoperationen ausgeführt werden. Beim Besuch unseres Schulmuseums können Sie auch weitere technische Geräte und viele andere interessante Dinge entdecken. Außerdem zeigen wir in diesem Jahr die Sonderausstellung "Wandern, Sport und Spiel". Gudrun Haase Leiterin Schulmuseum Zossen Fotos: Dieter Haase

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2022-05-24 Tagebuch und Aufgaben-Heft

Tagebuch und Aufgaben-Heft Mit der Durchsetzung des gegliederten Schulsystems für acht Schuljahre, auch in den kleinsten Dorfschulen, ab 1950 wurden regelmäßig Hausaufgaben erteilt. Besonders ab 5. Schuljahr, wo der Unterricht in verschiedenen Wissensfächern und auch in einer Fremdsprache stattfand, war es notwendig, die erteilten Hausaufgaben zum entsprechenden Tag übersichtlich zu vermerken. So wurden im Gebiet der damaligen DDR für alle Schüler die sogenannten "Tagebücher "eingeführt. Später hatten sie den Aufdruck "Schülertagebuch". Unser Schulmuseum verfügt durch zwei Spender über eine Sammlung dieser Tagebücher für jeweils mehrere aufeinanderfolgende Jahre. Das Tagebuch enthielt auf den ersten Seiten neben Angaben zur Person und Vordrucken für Stundenpläne auch Übersichten über einzelne in den Unterrichtsfächern erteilte Zensuren. Diese Zensurenlisten wurden nur wenige Jahre geführt. Der Schüler trug dann auf den folgenden Seiten den Stundenplan wöchentlich vor mit Angabe des Zeitraumes. Auf der linken Seite war unten Platz für Mitteilungen der Schule an die Eltern und auf der rechten Seite unten dokumentierten die Eltern mit ihrer Unterschrift, dass sie über die Hausaufgaben ihrer Kinder informiert waren und Mitteilungen der Lehrer gelesen hatten. Damit der Schüler schnell die entsprechende Seite aufschlagen konnte, wurde ein kleines Dreieck auf der unteren rechten Seite wöchentlich abgeschnitten. Auf den letzten Seiten war Platz für Eintragungen über Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften, Ferientermine und Fördermaßnahmen. Auf der letzten Innenseite waren "Regeln für die Schüler in den Klassen 1 bis 8" abgedruckt. Die Verhaltensregeln wiesen die Pflichten der Schüler aus. Wenn ein Schüler im 19. Jahrhundert eine höhere Schule besuchte, musste er selbst einen Weg finden, um seine Hausaufgaben zu notieren. Wir können im Schulmuseum Zossen das Aufgaben-Heft des Schülers H. Eichhorn aus Zossen aus dem Jahr 1843 zeigen. Es hat die Größe eines Octavheftes. Dieser Junge war Schüler in einer Sexta (5. Schuljahr) in Berlin. Er musste sich sein Aufgabenheft selbst gestalten. Dabei sind die Wochentage in der lateinischen Schrift geschrieben, während die Eintragung der Aufgaben in der alten deutschen Schrift vorgenommen wurde. Es gab wohl besonders viele Aufgaben in der neuen Sprache Latein aber auch in Deutsch, Rechnen und Religion. Unser Schulmuseum kann nun wieder seit dem Ende der Osterferien nach telefonischer Anmeldung unter 03377/334346 von Schulklassen und Gruppen besucht werden und ist außerdem zu den Öffnungszeiten Donnerstag und Sonnabend von 10 bis 12 Uhr zu besichtigen. Gudrun Haase Leiterin Schulmuseum Zossen

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2022 05 24 Tagebuch 01a2022 05 24 Tagebuch 01a
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2025-01-12 Weiteres Buch vom Conrektor Ferdinand Ludwig Fischer aufgetaucht

Im November erreichte uns ein Mail folgenden Inhaltes: „Über einen Familiennachlass ist mir ein Buch in die Hände gefallen, das mich über den Autor, Herrn Ferdinand Ludwig Fischer, zu Ihnen geführt hat. Das Buch trägt den Titel „Das Heil der Welt, vorgestellt in biblischen Geschichten“, veröffentlicht in Langensalza 1857. Recherche im Internet hat mir leider keine Ergebnisse zu dem Buch zutage gefördert. Über ihre Website und den Artikel dort konnte ich bereits einiges über den Autor erfahren, jedoch nichts zum fraglichen Buch. Die Besitzer des Buches wohnten in Schaumburg, was zur damaligen Zeit mit Preußen alliiert war, dementsprechend gehe ich davon aus, dass es dort als Schulmaterial eingesetzt wurde. Anders könnte ich mir die Herkunft nicht erklären.“ Ferdinand Ludwig Fischer wohnte in Zossen und schrieb viele Bücher zum Bildungswesen seiner Zeit. Das Schulmuseum ist schon im Besitz mehrere Bücher von ihm. Aber dieses Buch, das 167 Jahre alt ist, war noch nicht bekannt. Die Leiterin der Schulmuseums Gudrun Haase staunte vor Weihnachten nicht schlecht, als sie das Buch entgegen nahm. Unterdessen hat sie das Buch schon gelesen und über den Inhalt sehr gestaunt. Dem Alter des Buches und vielleicht auch der Leidenschaft der Vorbesitzer geschuldet, ist es jedoch schon arg zerschlissen. Eine Neubindung wird wohl nötig sein. Es ist dem Verein gelungen, das Buch in Form einer Spende zu erwerben. Wir danken ganz herzlich Frau Annegret Hauser, geb. Bredemeier, für diese Spende. Im Foto: Gudrun Haase hält das gute Stück in den Händen. Text: Karola Andrae Foto: Klaus Andrae

Fischerbuch in ZossenFischerbuch in Zossen

2025-05-19 Neue Ausstellungsstücke eingetroffen

Der Fundus des Schulmuseums konnte jetzt wieder erweitert werden. Nicht mehr benötigte alte Lehrmittel wurden an das Schulmuseum abgegeben. Sie können nun fachgerecht wieder präsentiert werden. Herzlichen Dank

Schulmuseum neuer Fundus 2025Schulmuseum neuer Fundus 2025

2026-05-10 Ein Püppchen aus der Nachkriegszeit

Ein Püppchen aus der Nachkriegszeit Ein schönes neues Puppenexemplar mit einem interessanten persönlichen Begleittext erreichte den Heimatverein in den vergangenen Tagen über Anita Voßberg. Darin heißt es: „. . . Diese Puppen hatte meine Mutti, Johanna Hinz geborene Zeisig (damals in Zossen in der Kerne wohnend) nach dem Krieg gemacht, um etwas Geld zu verdienen, weil mein Vater noch nicht wieder zu Hause war aus dem Krieg! Damals wurden die Körperteile aber nur mit Säge- oder Hobelspänen gefüllt. Es gab ja nichts anderes.“ Dieses schöne Exemplar der Zeitgeschichte und Beleg für den Ideenreichtum der Zossener Frauen hat jetzt seinen Platz im Schulmuseum gefunden. Und ehrlich, dass das Püppchen schon 80 Jahre ist, sieht man ihm gar nicht an. Herzlichen Dank für das neue Ausstellungsstück! Text: Karola Andrae Foto: © Klaus Andrae

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