Heimatverein "Alter Krug" Zossen e.V.

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Schulmuseum – Erlebnisse

2002-04-25 Schulmuseum eröffnet

Bürgermeister Hans-Jürgen Lüders (l) und Amtsdirektor Dr. Hartmut Klucke (r) unterzeichnen Nutzungsvertrag Nach längerer Vorbereitung konnte dann endlich das Schulmuseum Zossen am Kirchplatz über der Bibliothek eröffnet werden. So kündigt Heidi Borchert in der Märkischen Allgemeinen vom 27. Februar 2002 die Eröffnung des Museums an: "Auf rund 50 Quadratmetern unterm Dach der Zossener Bibliothek werden Erinnerungen wach. Da findet man Fibeln, naturwissenschaftliche und musische Schullektüre, Anschauungsmaterial, aber auch Schulbänke, eine Tafel, Ranzen, Federhalter und auch einen Rohrstock. ‘Der Hauptteil der fast 300 Exponate zählenden Sammlung kommt aus dem Nachlass meiner Großtante’, erzählt Gudrun Haase, die aus einer Lehrerdynastie stammt. ‘Seit bekannt ist, dass wir dieses Museum einrichten wollen, haben wir auch viele historische Schulutensilien von Zossenern und Menschen aus der Umgebung erhalten’, freut sich die ehemalige Mathematik- und Physiklehrerin. Interessant seien Aufsatzhefte und Zeichnungen aus den 20er Jahren, die ein Ehepaar zu Verfügung stellte. So können beide Sichtweisen auf ein und dasselbe Thema gezeigt werden. ‘Sie haben unabhängig voneinander ihre Schulerinnerungen aufbewahrt und viele Ähnlichkeiten aus der Kinderzeit festgestellt’, erläutert Gudrun Haase. Die Zeitspanne, die in der Zossener Sammlung dargestellt wird, beginnt etwa 1820 und endet in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Unterstützung fand die Idee von Gudrun Haase nicht nur bei den Stadtvätern. ‘Letztlich ist unser Museum ein Ergebnis der Zusammenarbeit mit dem Heimatverein ,Alter Krug,, den Grundschulen in Zossen und Dabendorf, mit der Gesamtschule, den Schulfördervereinen und dem Dabendorfer Lehrerseniorenklub’, so die Initiatorin." Initiatorin Gudrun Haase (Bildmitte) Volles Haus gleich zur Eröffnung Ungläubig schaut Dr. Klucke auf das was hier geschieht Mit dem Rohrstock - Auch ein Gruß zur Eröffnung Dies muss schon ein Großereignis in Zossen gewesen sein, schließlich folgten vier weitere Ankündigungen in der MAZ. Neben der Initiatorin Gudrun Haase haben sieben weitere Lehrer, mit Rüdiger Kaiser an der Spitze, an der Ausgestaltung des Museums mitgewirkt. Fotos: Archiv Verein zurück zu Erlebtes

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2003-01-03 Märkische Allgemeine Zeitung über das Schulmuseum

Am 3. Januar 2003 wird in Der Märkischen Allgemeinen eine Zwischenbilanz über die Tätigkeit der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Schulmuseums gezogen: "Dem Lehrer unverwandt ins Auge schauen - Ein Museum im Nachbarkreis lädt ein zur Reise in die Schulzeit der Großeltern ZOSSEN Am komischsten fanden es die Kinder, dass ein einziges Buch aus dem Jahre 1850 alles enthielt, was ein Schüler damals nach acht Jahren Dorfschule wissen musste: ein bisschen Geometrie, ein bisschen Lesen, das kleine und das große Einmaleins. Immer mehr Kinder begeben sich im Zossener Schulmuseum auf die Reise in die Schulzeit der Großeltern und Urgroßeltern. Das im April eröffnete Museum empfing schon mehr als 600 Besucher. Ältestes Exponat ist „Luthers kleiner Katechismus“ aus dem Jahre 1827. Noch immer bringen Gäste Utensilien aus ihrer Schulzeit vorbei. So wird demnächst eine Stickerei ausgestellt, die Ende des 19.Jahrhunderts im Handarbeitsunterricht angefertigt wurde. Noch fehlen jedoch alte Brottaschen und Poesiealben. Die ehemaligen Lehrer Gudrun Haase, Doris Woehl und Dieter Moll bringen den Besuchern diese Zeit nahe. Dass man früher auf einer Schiefertafel schrieb, wussten die Neun- und Zehnjährigen Blankenfelder, die sich kürzlich im Museum umschauten. Aber einen Griffel haben sie noch nie gesehen. Für ungläubiges Gekicher sorgte die Schulordnung aus dem Jahre 1900, aus der Dieter Moll vorlas: „Sämtliche Schüler schauen dem Lehrer unverwandt ins Auge. Die Füße werden parallel auf den Boden gestellt. Man meldet sich mit der linken Hand, wobei der Ellenbogen in die rechte Hand gestützt ist.“ Als Moll den Rohrstock hervorholte und sein Zweck erläuterte, meinte jemand, dass sich die Kinder doch ein Kissen hätten mitbringen können, das die Stockschläge am Po abmildert. Befremdlich schien den Viertklässlern auch, dass man früher acht Jahre lang dieselbe Schulmappe benutzte und nach der Schulzeit immer noch – es wurden nur die Riemen entfernt und ein Tragebügel angebracht. So ausgerüstet ging man in die Lehre. gs Schulmuseum Zossen, donnerstags und samstags von 10 bis 12 Uhr oder nach Vereinbarung: Tel.(03377) 334346 Quelle: Märkische Allgemeine, k.A., 03.01.2003 zurück zu Erlebtes

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2003-08-02 Italienische Gäste im Schulmuseum

Anfang August besuchten italienische Gäste das Schulmuseum. Offenbar sehr fröhlich verlief die Begegnung mit der ehrenamtlichen Leiterin des Museums, Gudrun Haase und ihren ebenfalls ehrenamtlichen Mitgestaltern mit den 26 italienischen Gästen, die, trotz vieler vorangegangenen Begegnungen, sehr ausgeschlafen am Unterricht im Schulmuseum teilnahmen. So berichtete die Märkische Allgemeine in ihrer Ausgabe vom 5. August 2003 darüber: "Im Zossener Schulmuseum ging’s italienisch zu, Gäste aus Fardella erlebten dort eine vergnügliche 'Unterrichtsstunde' ZOSSEN Seit seiner Eröffnung am 25.April vorigen Jahres ist das Schulmuseum Zossen ein begehrter Anlaufpunkt. Bisher begrüßte es mehr als 900 Besucher. Dazu zählten kürzlich 26 italienische Gäste aus Fardella, dem Partnerort von Groß Machnow. Nachdem Gudrun Haase, Leiterin des Schulmuseums, eine kurze Einführung zum historischen Gebäude und zum Inhalt der Ausstellung gegeben hatte, wurde es 'italienisch'. Doris Woehl vom Lehrer-Senioren-Klub Dabendorf, berichtet: 'Dabei trat unser Mitglied Rüdiger Kaiser in Aktion. Er arbeitete anhand eines Tafelbildes unter dem Motto ,Die Italiener und wir, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Nationen heraus.' Dabei ging es freilich nicht trocken, sondern aufgelockert und lustig zu. Pizza und Eisbein, Wein und Bier, Berlin und Rom, Potsdam und Venedig – diese Wortpaare waren schnell gefunden und schließlich auch das Lösungswort des Tafelbild-Rätsels: Viva Italia. Zum Schluss versuchten sich die Besucher mit dem Schreiben auf der Schiefertafel, begutachteten die historischen Lehrmittel und Schulbänke sowie die Handarbeits-Sonderausstellung, welche bis November im Schulmuseum zu sehen ist. MAZ Fotomontage: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Erlebtes

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2003-10-02 Dänische Schüler besuchen Schulmuseum

Im Rahmen eines umfangreichen Besuchsprogramms, Reichstagsgebäude, Museumsdorf Glashütte, Gesamtschule Dabendorf und Jugendklub "Leo" besuchte eine dänische Schülergruppe mit ihren Gastgebern, Schülern der Gesamtschule Dabendorf, auch das Schulmuseum in Zossen. zurück zu Erlebtes

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2004-03-27 Eröffnung Ausstellung "Lernalltag in der DDR"

Lernalltag in der DDR So berichtete die Märkische Allgemeine in der Zossener Rundschau vom 1. April 2004 darüber: "Pionierbluse mit Halstuch ist der Hingucker Schulmuseum Zossen zeigt Sonderausstellung über DDR-Lernalltag ZOSSEN Im Zossener Schulmuseum unter dem Dach der Stadtbibliothek wird zurzeit eine Sonderausstellung über den Schulalltag in der DDR gezeigt. 'Die kleine Exposition umfasst die Jahre 1949 bis 1989', erläutert Gudrun Haase, 'wobei wir uns doch sehr auf die Anfangsjahre konzentriert haben.' Die ehrenamtliche Leiterin des kleinen Museums verweist auf eine Sammlung von Hausaufgabenheften aus den 50er Jahren. 'Dort wurden ja von den Lehrern noch regelmäßig alle Zensuren, die in den einzelnen Unterrichtsstunden vergeben wurden, eingetragen.' Erinnerungen werden wach, wenn man die alten Utensilien für den Mathematikunterricht in die Hand nimmt: Den Rechenschieber, abgegriffene hölzerne Dreiecke, Lineale oder Kurvenschablonen. Auf einem Tisch sind einige vergilbte Exemplare der damals heiß begehrten Kinderzeitschriften 'Frösi', 'ABC-Zeitung' und 'Die Trommel' ausgebreitet. Ein Hingucker ist auch die schmucke weiße Bluse mit dem Pionieremblem und dem blauem Halstuch. Jutta Hansen, die ebenfalls im Schulmuseum ehrenamtlich mitarbeitet, hat Fotos und von Schülern angefertigten Chroniken über die Jugendweihe zusammengetragen. „Schön zu sehen ist, wie sich die Mode so zwischen 1970 und 1985 verändert hat“, sagt die ehemalige Jugendstundenleiterin. Das Schulmuseum besteht am 24.April zwei Jahre. Mehr als 1500 Besucher wurden seither gezählt. hb Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Erlebtes

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2005-09-11 Ausstellung Schulmuseum Glückwunschkarten

Einschulung, Geburtstag, Geburt, Kindstaufe, Abitur, Prüfung, Valentinstag, Muttertag, Frauentag, viele Anlässe, Glückwünsche zu überbringen. Doch auch die Art und Weise, wie und zu welchen Anlässen Glückwünsche überbracht werden, unterliegen dem Wandel der Zeit. Die Sonderausstellung zeigt dies an Hand historischer Glückwunschkarten sehr eindrucksvoll. HEIDI BORCHERT in der Märkischen Allgemeinen, Zossener Rundschau, 02.09.2005 zu dieser Ausstellung "Glückwunschkarten im Wandel der Zeiten -Das Schulmuseum Zossen zeigt eine neue Sonderausstellung ZOSSEN „Empfanget, zärtlich geliebte, verehrungswürdige Eltern, meine lebhaften Wünsche für Euer Wohlergehen und für Euer Leben in dem Jahre, welches wir heute angefangen haben...“ Dies schrieb Johannes von Müller vor knapp 200 Jahren an seine Eltern zum Jahreswechsel. Heutzutage ist nicht nur die schwülstige Sprache undenkbar. Heutzutage werden auch kaum noch Glückwunschkarten geschrieben. „Ganz früher war es aber durchaus üblich, Eltern zu den Geburtstagen oder zum Neuen Jahr Glückwünsche in schriftlicher Form zu überreichen oder zu verschicken“, erzählt Gudrun Haase, Leiterin des Zossener Schulmuseums. Und so hatte die ehemaligen Lehrerin die Idee, interessante historische Postkarten einmal als Sonderausstellung im Schulmuseum zu zeigen. „Ich selbst habe im Winter beim Sortieren alte Familienbriefe und -karten aus der Mitte des vorigen Jahrhundert gefunden. Dabei kam mir der Gedanke, so etwas einmal auszustellen“, erzählt sie. Hinzugekommen sind inzwischen viele Stücke aus manch’ anderem privaten Fundus. Rund 140 dieser Post- und Glückwunschkarten aus dem 19.Jahrhundert sowie vom Beginn bis über die Mitte des 20.Jahrhunderts hinaus werden nun zu sehen sein. „Wir zeigen aber nicht nur das, sondern zum Beispiel auch Schulbücher mit Anleitungen dazu, wie Glückwünsche zu verschiedenen Gelegenheiten verfasst werden.“ In „Der Briefsteller für Mädchen – Ein Hand- und Hilfsbuch für die gebildete weibliche Jugend und für Lehrer beim Unterricht in oberen Mädchenklassen der Bürgerschulen“ aus dem Jahre 1825 findet sich auch jener Glückwunsch des Johannes von Müller als beispielgebend wieder. 'Aber auch noch vor 15 Jahren war das Briefe- und Postkartenschreiben durchaus nicht unpopulär', sagt Gudrun Haase. Sie dokumentiert dies anhand einer Fibel aus DDR-Zeiten, noch 1990 erschienen. 'Hier gibt es einen sehr schönen Glückwunsch für die Mama zum Frauentag.' Dies sei auch ein gutes Beispiel dafür, dass sich die Anlässe, zu denen Glückwünsche übermittelt wurden, in den vergangenen Jahren gewandelt haben. 'Mittlerweile setzten sich auch hierzulande der Mutter- und Valentinstag durch. Wünsche zum Frauentag oder zu Pfingsten werden nur noch ganz selten verschickt', so Gudrun Haase, 'abgesehen davon, dass man heute eher zum Telefon und Internet greift.'" zurück zu Chronik

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2006-03-16 „Lernen zu Zeiten der Eltern und Großeltern“

„Lernen zu Zeiten der Eltern und Großeltern“ so der Titel der am 16. März 2006 eröffneten Sonderausstellung im Schulmuseum. Rüdiger Kaiser und Gudrun Haase stellen Lehr- und Ausbildungsmaterialien der Jahre 1930 bis 1990 im Schulmuseum vor. Nun besuchten die Ausstellung auch viele Eltern und Großeltern, nahmen in den Schulbänken Platz und erinnerten sich, erzählten sich Geschichten. Die zusammengetragenen Ausstellungsstücke regten auch dazu an. Rechenschieber, Schiefertafel, Griffelkasten, Schulranzen, Dia-Projektor, alles Dinge, mit denen sie als Schüler oder Lehrer noch selbst umgegangen sind. Den jetzigen Schülern, die diese Ausstellung besuchten, erklärten Rüdiger Kaiser und Gudrun Haase geduldig, wie denn die einzelnen Geräte funktionierten und wozu sie überhaupt gut waren. Viele der Ausstellungstücke wären jetzt nicht mehr in Zossen zu sehen gewesen, wenn nicht Rüdiger Kaiser, ehemaliger Lehrer an der Dabendorfer Schule, sie vor der Müllhalde gerettet hätte. Erinnern Sie sich? Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

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2006-09-03 Kirchplatzfest mit Erinnerungen an Schulzeit

Zum Kirchplatzfest lud das Schulmuseum die Gäste des Festes ein, sich doch einmal an ihre Schulzeit zu erinnern und Kindern und Enkeln davon zu erzählen. Alte Schule zum Anschauen, zum Anfassen und zum Ausprobieren. In Vitrinen Lehrmittel als anscheinend längst vergangenen Zeiten anschauen, eine Fibel in den Händen halten oder ausprobieren einmal mit dem Griffel auf Schiefertafel schreiben, alles war möglich. Unter der Überschrift, "Bauchtanz und seltsame Lettern - Beim Zossener Kirchplatzfest zeigte jeder, was er kann", berichtete ELFRIEDE STEYER in der Märkischen Allgemeinen, Zossener Rundschau, 05.09.2006 über den Beitrag des Schulmuseums: "Wer es stiller mochte, stieg die Treppe zum Schulmuseum über der Bibliothek hinauf. Hier vermittelte Gudrun Haase, bis 1999 Lehrerin in Dabendorf, die Schrift der Groß-und Urgroßelterngeneration. Seit vier Jahren gestattet das Haus einen Blick in eine längst vergessene Schulzeit. Da stehen die Bänke und Pulte mit den eingelassenen Tintenfässern. Auf den Tischen liegen Schiefertafeln mit Schwamm und Läppchen. Es sind Schriftproben aus dem 19. Jahrhundert zu sehen, wo die Großbuchstaben im Verhältnis zu den kleinen besonders groß erscheinen. Weniger schräg war die Kurrent genannte Schrift um 1900. Wer heute noch sehr alte Briefe in der Familie entdeckt, wird sie in der Art finden, wie sie Ludwig Sütterlin (1863–1934) im Jahre 1911 entwickelt hat. Aus der nach ihm genannten Schriftart wurde dann 1934 die gotische Schrift entwickelt und zur Verkehrsschrift. Reinhard Dase, der aus Fürstenwalde mit seiner Familie gekommen war, wollte sich mal im Schreiben versuchen. Er zwängte sich an den Schultisch und studierte das Formblatt mit den Groß- und Kleinbuchstaben der gotischen Schrift. Er wollte seinen Namen auf die Tafel schreiben. Probehalber formte er mit dem rechten Zeigefinger die Buchstaben in die Luft. Dann malte er, wie ein Lernanfänger, bedächtig seinen Namen auf die Tafel. Tochter Annika war schneller. Ihr Vorname ist ja auch kürzer. Einmal von der Atmosphäre gefangen, sahen sie sich weiter um, blickten auch in das Zossener Schulbuch von 1922. Es ist ein ästhetischer Anblick, wie darin Ereignisse des Schulalltags festgehalten sind. Warum nur, stand die Frage im Raum, ist Schönschreiben kein Unterrichtsfach mehr. Was für schöne Liebesbriefe wechselten einst die Liebenden. Andere Besucher, wie Mario Schumann, betrachteten die alten Lesebücher, Fibeln genannt. Der Vati von Laura aus Klausdorf las seiner Tochter die Regeln vor, an die sich jedes Schulkind zu halten hatte, von stillsitzen, mitarbeiten bis zum Wichtigsten, den Lehrer respektieren. 'Nö, nicht für uns', meinte Laura. Anlass für den Familienvater, eine entsprechende Widerrede vom Stapel zu lassen. Die ging auf dem Weg zu den Bauchtänzerinnen dann unter." Fotomontage: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Erlebtes

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2010-02-01 Sonderausstellung "Schule in der DDR"

Im ersten Halbjahr 2010 offerierte unser Schulmuseum die Sonderausstellung "Schule in der DDR". Mit einem Fotoalbum von dieser Ausstellung vermitteln wir an dieser Stelle einige Einblicke. Fotoalbum - Fotos: Dr. Rainer Reinecke Die Märkische Allgemeine berichtet am 03.02. 2010 in einem Artikel von Heidi Borchert über die Sonderausstellung. Daraus an dieser Stelle einige Zitate: „Und so wird der Besucher gleich an der Tafel mit dem konfrontiert, woran sich ehemalige DDR-Schüler mit unterschiedlichen Gefühlen erinnern: der Pionierbluse mit rotem Halstuch und dem FDJ-Hemd. Unter Glas liegen blaue Pioniertücher sowie Abzeichen und Urkunden der sozialistischen Kinderorganisation“. Es habe sich eine Menge angesammelt, sagt die ehemalige Mathematik- und Physiklehrerin. Und so kann das Schulmuseum auch auf eine breite Palette von Schulbüchern, Klassenchroniken und Jugendweihefotos aus Dabendorf und Zossen verweisen. ‚Interessant ist ja bei der Jugendweihe besonders die Entwicklung der Mode‘, sagt sie und schmunzelt… In der neuen Schau sind es besonders die kleinen Details, die der Generation der 30- bis 60-Jährigen aus ihrer Schulzeit in guter Erinnerung geblieben sein dürften: Das Manöver „Schneeflocke“ zum Beispiel, „ein Geländespiel, das uns Dabendorfern immer viel Spaß gemacht hat“. Die Hausaufgabenhefte, die auch über mangelnde Disziplin des Besitzers Auskunft gegeben haben, Zeugnisse, lose und als Heft, aber auch Kinderzeitungen wie ‚Bummi‘, ‚ABC-Zeitung‘, ‚Atze‘, ‚Frösi‘ oder ‚Trommel‘. Nicht glücklich sei die Pädagogin Gudrun Haase über die Einführung des Wehrkundeunterrichts an den Schulen gewesen. Als positiv schätze sie noch heute die einheitlichen Lehrpläne und die hohe Qualität des naturwissenschaftlichen Unterrichts ein. ‚Ausgeprägt war auch die Hilfsbereitschaft der Schüler untereinander, Leistungsstarke halfen Leistungsschwachen‘, so Haase. ‚Die Zusammenarbeit mit den Eltern war darauf ausgerichtet, alle Kinder zu erreichen, keinen zurückzulassen.‘ “ zurück zu Chronik

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2011-11-10 Weihnachtsausstellung im Schulmuseum

"Weihnacht im Schulmuseum Sonderausstellung Spielzeug und Bücher aus dem vorigen Jahrhundert All denen, die ihre Kindheit im vergangenen Jahrhundert verlebt haben, wird das Herz höher schlagen. Das Schulmuseum in Zossen wartet jetzt mit einer Sonderausstellung auf, unter dem Motto 'Weihnachten im vorigen Jahrhundert'", schwärmt Heidi Borchert in der Märkischen Allgemeinen, Zossener Rundschau vom 18.11.2011. Weiter berichtet Sie über die Ausstellung: "ZOSSEN Gudrun Haase, ehrenamtliche Leiterin der Einrichtung des Zossener Heimatvereins, hat zur neuen Ausstellung selbst viele Exponate beigesteuert. Dazu zählt ein bunt bemaltes Puppengeschirr aus Blech, das einst ihren Großtanten gehörte. „Die hatten es um 1900 von einem ihrer Onkel aus Italien geschenkt bekommen“, erzählt die ehemalige Lehrerin. 'Mir haben die Tanten dann über etliche Jahre hinweg jedes Weihnachten ein Teil dieses Geschirrs als Geschenk gemacht. So ist es erhalten geblieben.' Wahre Kostbarkeiten der kleinen Schau sind die zwei rund 110 Jahre alten Märchenbücher 'Märchenquell' und 'Aus dem Zauberland'. Mit der alten Waage aus dem Kaufmannsladen anno dunnemals wird auch so manch kleines Mädchen oder Junge gespielt haben, ebenso mit der Puppenkutsche aus dem Jahre 1909. Das Nähkästchen stammt auch von Gudrun Haase und stand einst in ihrer Puppenstube, mit der die heute 72-Jährige als Kind gern gespielt hat. „In den nächsten Tagen steuert meine ehemalige Kollegin Jutta Hansen aus Dabendorf auch noch zwei Puppenservice, ein Kaffee- und ein Speiseservice, aus Porzellan bei“, so Gudrun Haase, die auch noch gespannt auf eine Laterna magica der Dabendorferin wartet. Die habe Jutta Hansens Vater als Kind geschenkt bekommen. Solche Zauberlaternen sind Projektionsgeräte, die vom 17. bis ins 20. Jahrhundert hinein in ganz Europa verbreitet waren. „Leider ist die von Jutta Hansen defekt, vielleicht kriegen wir sie ja noch repariert.“ Erinnerungen werden wach beim Betrachten der alten eisernen Schlittschuhe zum Anklemmen und mit kunstvoll geschwungenen Spitzen aus dem Jahre 1930. Klaus Voeckler, Ortschronist aus Nächst Neuendorf, hat sie dem Schulmuseum überlassen. Jüngeren Datums sind jene aus dem Jahre 1960, auch noch Klammerschlittschuhe, die als Hackenreißer verschrien waren, weil man sich damit die Schuhsohlen ruinierte. Erst 30 Jahre alt sind jene Eiskunstlaufmodelle von Familie Rindler aus Dabendorf – ein Traum vieler Mädchen, die so laufen wollten wie Katarina Witt. Interessant ist auch die Entwicklung der Weihnachtswunschzettel – von kleinen ganz bescheidenen aus den 1940er-Jahren bis zu großformatigen, beidseitig beschriebenen und nicht enden wollenden aus dem Jahre 2000. 'Es gibt sicherlich für jeden wieder etwas zu entdecken, nicht nur für die ältere Generation, sondern gerade auch für die Kinder', hofft Gudrun Haase. Fotos: Dr. Rainer Reinecke

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2012-04-25 10 Jahre Schulmuseum

Das Schulmuseum Zossen feiert sein zehnjähriges Bestehen Zum 10jährigen Bestehen des Schulmuseums hier ein Beitrag auf Youtube. v.l.n.r. Gudrun Haase, Leiterin Schulmuseum, Bürgermeisterin Michaela Schreiber, Frau Karola Andrae, Vorsitzende Heimatverein Am 25. April 2012 wurde das Zossener Schulmuseum 10 Jahre alt. Aus diesem Anlass fand eine Festveranstaltung statt, zu welcher die Bürgermeisterin und der Heimatverein eingeladen hatten. An diesem Tag vor genau zehn Jahren wurde der Vertrag über den Aufbau und das Betreiben eines Schulmuseums in Zossen vom damaligen Bürgermeister der Stadt Zossen, Herrn Lüders, dem damaligen Amtsdirektor, Herrn Dr. Klucke, und dem damaligen Vorsitzenden des Heimatvereins, Herrn Stuck, unterzeichnet. Inzwischen gab es eine neue Bürgermeisterin, Frau Michaela Schreiber, und eine neue Vorsitzende des Heimatvereins, Frau Karola Andrae. Beide setzen sich sehr für die Interessen des Schulmuseums Zossen, das von Frau Gudrun Haase von Anfang an geleitet wird, ein. Auf Vorschlag der Bürgermeisterin wurde die Veranstaltung auf dem zwischen Kirche und alter Schule gelegenen Platz vor dem Gebäude, in dem sich die Stadtbibliothek und das Schulmuseum befinden, durchgeführt. Das war eine gute Entscheidung, denn der Platz im Schulmuseum konnte zwar bei der Eröffnungsveranstaltung noch alle Gäste fassen, aber die Zahl von über einhundert Bürgern, die inzwischen mit Spenden und Leihgaben die Ausstattung des Museums bereichert haben, war dort nicht unterzubringen. Sie alle erhielten eine von Herrn Dr. Reinecke vom Heimatverein sehr interessant gestaltete Einladung. Der Heimatverein baute ein großes Zelt auf, in dem einige von der Kirchengemeinde bereitgestellte Bierzeltgarnituren Sitzgelegenheiten für die zum Teil doch etwas älteren Gäste boten. Manchen von ihnen fällt der Aufstieg zum Schulmuseum in der 2. Etage auch schon zu schwer. Herr Dr. Wietstruk, dessen interessantes Buch "Von Küstern und Schulmeistern" vor über einem Jahr vom Heimatverein herausgegeben wurde, war bereit beim anschließenden Buchverkauf die Bücher zu signieren. Bei recht angenehmem Wetter fanden sich ungefähr 120 Gäste ein. Frau Schreiber eröffnete die Veranstaltung und wies darauf hin, daß es in der Großgemeinde Zossen über 1000 Kinder im schulpflichtigen Alter gibt, für die ein Blick in die Schulzeit der Großeltern und Frau Haase im Gespräch mit Heimatforscher Klaus Voeckler (l) und Dr. Siegfried Wietstruk Urgroßeltern auch in kommenden Jahren noch immer interessant sein wird. Frau Andrae hielt eine kleine Rückschau und Frau Haase berichtete über die Museumsarbeit. Grußworte vom Ortsbürgermeister, Herrn Noack, und dem Leiter des Museums des Teltow, Herrn Fischer, betonten den Gewinn für die Stadt Zossen durch das Schulmuseum. Eine dritte Klasse der Goetheschule Zossen hat mit einem kleinen Programm die Herzen aller Anwesenden bewegt. Kleine Gedichte, altbekannte Lieder und eine lustige Hutmodenschau unter dem Motto "Mein Hut, der hat drei Ecken" sorgten für eine heitere Stimmung. Auf diesem Platz, von dem schon vor mehreren hundert Jahren Zossener Kinder zu ihrer Schule aufblickten, nun heutige Schüler mit ihrer engagierten Lehrerin zu erleben, hat wohl alle älteren Zossener besonders erfreut. Das Schulmuseum auch ein Raum für Erinnerungen an die eigene Schulzeit Das war ein gelungener Abschluss des Festaktes und die Bürgermeisterin leitete mit dem Anstoßen von Sektgläsern zu weiteren interessanten Gesprächen der Gäste und zum Betrachten der Sonderausstellung "Das Pädagogium - eine Zossener Bildungsstätte" im Museum über. Das Fernsehen des Teltowkanals und die lokalen Zeitungen waren vertreten. Sie hatten im Vorfeld, wie auch das Zossener Amtsblatt, schon viel über "Zehn Jahre Schulmuseum in Zossen" berichtet. Zahlreiche Bürger überreichten dem Museum Geschenke, Spenden und Exponate für weitere Ausstellungen. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Erlebt

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2013-02-14 "Motor des Jahres"

Am 14. Februar war Valentinstag. Aus diesem Anlass zeichnete die SPD im Landkreis Teltow-Fläming bei ihrem „Politischen Valentinstag“ verdiente Ehrenamtler aus. Den Preis „Motor des Jahres 2013“ des SPD-Kreisverbandes TF erhielt als dritten Platz der Heimatverein „Alter Krug“ Zossen e. V. mit seinem Schulmuseum Zossen. Die Urkunde und einen Blumenstrauß nahmen Karola Andrae, Vorsitzende des Heimatvereins, und Gudrun Haase, Leiterin des Schulmuseums, entgegen. Die Feierstunde fand im Kulturzentrum DAS HAUS in Niedergörsdorf, OT Altes Lager,statt. Die Auszeichnung erfolgte durch Frank Gerhard, Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes, und Andrea Wicklein, Mitglied des Deutschen Bundestages. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch den Raduga-Chor mit russischen und deutschen Liedern. Text: Gudrun Haase zurück zu Erlebt

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2013-07-05 Das Schulmuseum zieht um

Straßenseite Im letzten Jahr feierten wir das zehnjährige Bestehen unseres Schulmuseums. Viele ehemalige Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer übergeben dem Schulmuseum aufbewahrungswerte Stücke aus der Schulzeit. Dazu kommen Exponate, die der Heimatverein für die Erforschung der Schulgeschichte in Zossen erworben hat. So verfügt das Schulmuseum jetzt über einen Fundus, der längst nicht mehr in den jetzigen Räumlichkeiten über der Bibliothek Platz findet. Darunter viele Exponate, die für alle Besucher zeigenswert sind, aber wegen des Raummangels derzeit nicht gezeigt werden können. Kisten und tüten stapeln sich, Mobiliar musste ausgelagert werden. Diese Not hat nun bald ein Ende. Unser Museum zieht um in den Kirchplatz Nr.: 7. Die Stadtverordneten haben die letzten Beschlüsse diesbezüglich gefasst und noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Während vielerorts Museen geschlossen werden, haben wir die Möglichkeit uns weiter auszubreiten und noch mehr Dinge zu zeigen. Unterdessen hat der Heimatverein mit der Betreuergruppe um das Schulmuseum Kontakt mit dem Brandenburgischen Museumsverein e.V. aufgenommen. Von hier erhalten wir fachliche Hilfe. Es gibt etliches zu bedenken, wie die Farbgestaltung, das Licht, historische Fußböden, aber auch moderne Technik hinter den Kulissen. Nach einem ersten Kennenlernen geht es im August weiter mit einem Gespräch dieser Runde und der Bürgermeisterin, sowie der Architektin. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden. So ist der Stand heute: Kirchplatz Nr. 7 im Jahre 2012 - Straßenseite Kirchplatz Nr. 7 im Jahre 2012 - Hofseite Und so die Planung: Straßenseite Hofseite und im Obergeschoss - das neue Schulmuseum zurück zu Chronik

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2013-08-21 Planung für neues Schulmuseum

Noch wird entkernt und doch bereits über die Gestaltung der Innenräume beraten Die Vorderfront ist eingeüstet Am 21.8.2013 ging die angekündigte Verabredung nun weiter. Im Sitzungsraum der 1. Rathaus-Etage trafen sich Vertreter des Heimatvereins/ Schulmuseums, Frau Dr. Köstering vom Museumsverband, mit dem Architekten Herrn Seemann, dem Bauamtsleiter Herrn Schlecht und der Bürgermeisterin Frau Schreiber. Nun wurde es schon sehr konkret. Die Vertreter des Schulmuseums gaben Wünsche auf in Raumgröße, Raumbezeichnungen und auch der räumlichen Nutzung. Es wurde über die Nutzung der vorhandenen alten Dielung gesprochen, über Steckdosen, Museumsleuchten und auch historische Lampen, über Fensterglas das wenig UV-Licht durch lässt. Es wurde gesprochen vielleicht einen alten Kachelofen im historischen Klassenzimmer aufzubauen und vielleicht auch den Hof mit historischen Spielgräten zu versehen. Die Wunschliste war lang und nun geht es in die Machbarkeit der Wünsche und natürlich auch in seine Finanzierung. Sicher wird man sich manchen Wunsch dann auch selbst erfüllen müssen. Wir werden sehen was wir als Verein so alles schaffen und welche Hilfen uns evt. noch zu zukommen können. Entkernung ließ das Gebäude zum "Hohlen Vogel" werden Unterdessen steht am Haus nun ein Gerüst und die Handwerker sind bei der Sichtung und Entkernung. Herr Seemann sprach vom Werden eines „Hohlen Vogel“ und dann geht es mit dem Aufbau wieder los. Auf den Umzug angesprochen, lachte Frau Schreiber. Sie rechnet mit dem Weinfest 2015. Das ist sehr ehrgeizig für so ein Projekt, schließlich ist dies kein Neubau. Und wenn es das Weinfest 2016 wird, ist es auch nicht schlimm. Manche Dinge kann man nicht erzwingen. So ist der Stand heute. Text: Karola Andrae Fotos: Rainer Reinecke zurück zu Chronik

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2013-11-25 Nachlass an Schulmuseum übergeben

Doris Bartel, Schwiegertochter der ehemaligen Lehrerin Elli Bartel, übergab am 25.11. 2013 aus deren Nachlass viele interessante Gegenstände, Dokumente und Unterlagen aus über 40 Jahren Schuldienst. Darunter befinden sich Klassenfotos, mit Jahreszahlvermerk und Namen der Schüler, handgeschriebene Lebensläufe der Elli Bartel aus den Jahren 1949, 1954 und 1981, Folienschallplatten mit Kinder- und Pionierliedern aus der "Frösi", DDR Kinderzeitschrift "Fröhlich sein und singen", Exemplare der ABC-Zeitung und der Trommel, zahlreiche Urkunden und Medaillen. Wie Doris Bartel haben bereits viele ehemalige Zossener Lehrer und Schüler bzw. deren Verwandte dem Schulmuseum so manchen Schatz übergeben. Ihnen allen sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Text und Foto: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Erlebtes

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2013-12-15 Berufungsurkunde des Rektors Karl Schumann

Dem Schulmuseum Zossen wurde im Dezember 2013 die Berufungsurkunde des Rektors Karl Schumann von seiner Großnichte Ingrid Klaement überreicht, wofür wir ihr herzlich danken. Großnichte Ingrid Klaemann übergibt historisches Schulfoto und die Berufungsurkunde des Rektors Karl Schumann Es ist ein Originaldokument mit Prägestempel. Karl Schumann war von 1906 bis 1922 Rektor an der Zossener Stadtschule. Text und Fotos: Gudrun Haase zurück zu Erlebtes

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2014-03-01 Sonderausstellung im Schulmuseum

Zwillinge an ihrem ersten und ihrem letzten Schultag Das Schulmuseum Zossen eröffnete am 1. März 2014 die Sonderausstellung "Von der Einschulung bis zum Abgangszeugnis". An der Eröffnungsveranstaltung nahmen Mitglieder des Heimatvereins sowie Bürger aus Zossen und Umgebung teil. Wir konnten uns bei vielen Familien bedanken, die uns Fotos zur Verfügung gestellt hatten. Die Ausstellung wird bis zum Jahresende zu besichtigen sein. Gezeigt werden Einschulungsfotos (Einzel- und Gruppemfotos) überwiedend von 1950 bis 1990. Aber auch Bilder von 1900 bis 1930 können betrachtet werden. Schulentlassungszeugnisse von Dorfschulen der Umgebung, der Zossener Stadtschule und der Höheren Schulen geben einen Einblick in die historische Entwicklung des Schulwesens. Die erste Schultasche, Stolz der ABC-Schützen, ist in vielfältigen Formen zu betrachten. Fibeln, Lesebücher und Rechenbücher aus einem Zeitraum von über einhundert Jahren sowie erste Ausstattungen mit Schreibgeräten geben einen Einblick in verschiedene Schulepochen. Gudrun Haase - Noch einmal Lehrerin sein! Zu besichtigen ist die Sonderausstellung zu den Öffnungszeiten des Museums Donnerstag und Sonnabend von 10 bis 12 Uhr sowie für Gruppen nach telefonischer Vereinbarung unter Tel. 03377/334346. Text: Gudrun Haase Fotos: Dieter Haase zurück zu Erlebtes

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2015-01-20 Umzug Schulmuseum

20. und 24. Januar 2015 Der Anfang ist gemacht Am 20. Januar 2015 trafen sich die Bürgermeisterin, Michaela Schreiber, die Leiterin des Schulmuseums, Gudrun Haase und die Vorsitzende des Heimatvereins, Karola Andrae, um erneut über den Umzug des Schulmuseums in das restaurierte Gebäude Kirchplatz 7 und seine künftige Gestaltung zu beraten. Nach Auskunft der Bürgermeisterin wird das rekonstruierte Fachwerkgebäude im Herbst 2015 bezugsfertig sein. Ein überschaubarer Zeitraum also, in dem noch vieles zu klären sein wird und vor allem auch viel getan werden muss. Erst nachdem diese erstellt ist, kann aber entschieden werden, welche Möbel, welche Exponate, welche Technik mit umziehen bzw. neu angeschafft werden müssen. Zurzeit lagern Möbel an verschiedenen Orten. Da sie dort bereits längere Zeit lagerten, muss ein Teil von Ihnen für den neuen Standort aufgearbeitet und auf Schädlingsbefall untersucht werden. Spannend wird dann, wie sich der konkrete Umzug vom jetzigen Museumsort in das neue Gebäude vollziehen wird. Schließlich sollen ja nicht nur Möbel und Exponate hier raus und da wieder rein, sondern den Ansprüchen an ein modernes Museum genüge getan werden. Auch ein umfangreicher Fundus für wechselnde Ausstellungen wird dann benötigt. Bereits am Sonnabend, den 24. Januar, haben männliche Vereinsmitglieder zugepackt und eingelagerte Schränke für diesen Fundus an neuen Ort überführt. Um alles bis zum Herbst hinzubekommen, soll auf Vorschlag der Bürgermeisterin das Schulmuseum ab 1. Juli geschlossen werden. Noch laufen die Planungen, wer, bis wann was zu tun hat. Wer sich den Umfang der Aufgaben jedoch bewusst macht, weiß, mit vielen, vielen freiwilligen Helfern und professioneller Unterstützung kann das Werk vollbracht werden. Dann wird auch das neugestaltete Schulmuseum Teil des vom Stadtsprecher Fred Hasselmann neulich prophezeiten Knallers der Eröffnung des Hauses in der Kirchplatz 7. Dank des Windes - ein Blick unter die Baustellenplane Noch kann die künftige Gestaltung nur grob geplant werden, da noch keine abschließende Raumaufteilung vorliegt. zurück zu Erlebtes

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2016-03-17 Schulmuseum geladenen Gästen präsentiert

Am 17. März präsentierten die Stadt Zossen und der Heimatverein „Alter Krug“ geladenen Gästen das Schulmuseum. Leider konnten viele der geladenen Schulleiter nicht teilnehmen, da zur gleichen Zeit eine Fachtagung am Landesinstitut für Schule und Medien, Berlin-Brandenburg stattfand. Dennoch war der historische Unterrichtsraum zu Unterrichtsbeginn gut gefüllt. zurück zu Erlebtes

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2016-03-12 Ansprache Frau Gudrun Haase

Ansprache zur Neueröffnung des Schulmuseums im Haus Kirchplatz 7 Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, liebe Frau Andrae, liebe Mitglieder des Heimatvereins, liebe geladene Gäste, werte Anwesende! Ich freue mich sehr, sie alle auch im Namen meiner Mitstreiter zu unserer heutigen Neueröffnung unseres Zossener Schulmuseums begrüßen zu können. Ihr Erscheinen zeugt von dem freundlichen Interesse, das sie seit der Eröffnung unseres Museums im Jahr 2002 unserem Anliegen entgegengebracht haben Sie alle waren und sind uns als Besucher herzlich willkommen und viele von Ihnen haben durch Spenden und Leihgaben dazu beigetragen, daß unsere Ausstellungen von Jahr zu Jahr interessanter werden konnten. Im überfüllten Klassen Zimmer eröffnet Gudrun Haase das neue Schulmuseum Unser Raum im Haus Kirchplatz 2 im oberen Geschoß der Bibliothek war zwar am Eröffnungstag berstend voll und dennoch gab es noch viel Raum, der sich in den kommenden Jahren mit vielen interessanten Gegenständen füllte, die in Kisten und Kästen untergebracht werden mußten. Der Ruf nach mehr Raum erscholl. Da hatte Frau Schreiber die Vision, ein altes Zossener Mietshaus in ein Gebäude zu verwandeln, das von der Öffentlichkeit genutzt werden kann und in dem uns etwa die dreifache Grundfläche zur Verfügung stehen sollte. So entstand der Plan, ein historisches Klassenzimmer mit alten Schulmöbeln und Gegenständen, die schon in der Kaiserzeit Klassenräume schmückten, zu gestalten und einen Raum mit der Schulgeschichte der DDR einzurichten. Ein weiterer Teil des Schulmuseums, der auch ohne Führung begehbar ist, wurde der Darstellung der Zossener Schulgeschichte in Form von Bildtafeln, aber auch den zu Zossen gehörenden Dorfgemeinden und Zeugnissen des naturwissenschaftlichen Unterrichts, den technischen Hilfsmitteln, der Musik, Spielen, Poesiealben und Kinderbüchern sowie wechselnden Sonderausstellungen gewidmet. Anfangs gefiel uns der Gedanke in einem Wohnhaus ein Schulmuseum zu errichten nicht so sehr. Nun sind wir damit völlig ausgesöhnt und über die jetzigen Nutzungsmöglichkeiten sehr erfreut. Aus der Zossener Schulgeschichte wissen wir, daß der erste bekannte Standort eines festen Schulhauses, im Jahr 1724 erbaut, der Platz ist, auf dem seit 1895 die Superintendentur sich befindet. Wenn Sie hier im historischen Klassenzimmer aus dem Fenster schauen, sehen sie die doch recht schmucklose Rückwand des Gebäudes und ein kleines Stück Fläche hinter dem Haus, die an Kirchplatz 7 grenzt. Das war der Schulhof noch bis zum Jahr 1818 als dann das Schulhaus Kirchplatz 1 bezogen wurde. Das alte Schulhaus mit 2 Klassenräumen und 2 Lehrerwohnungen, von dem Inspektor Bauer um 1800 schreibt, daß man um dieses Haus zu betreten 2 Stufen abwärtsgehen mußte, war sehr baufällig und viel zu eng. Sie können darüber in den Zossener Bildtafeln nachlesen. Das Schulhaus von 1818 hatte 4 Klassenräume. Dort wurde es aber 1853 schon wieder zu eng und man kämpfte um eine Erweiterung des Schulgebäudes. Dort heißt es:" daß, wie auch der Königl. Regierung bereits bekannt, eine neue fünfte Schulklasse miethweise requiriert sei. Diese gemiethete Schulklasse, in welcher der Unterricht wirklich abgehalten wird, befindet sich, wie ich aus eigener Kenntnis hinzufüge, im Haus des Webermeisters Mahling am Markte, in unmittelbarer Nähe des Schulhauses und der Kirche. Das Local halte ich für ganz zweckmäßig und stelle anheim, es bei dieser Einrichtung zu belassen." gez. Bertram Es wird auch bald noch ein 2. neues Schulzimmer nöthig werden. Denken wir also mal, vielleicht war es auch Kirchplatz 7, der mit angemietet war und wir sind auch in diesen Räumen mitten in der Zossener Schullandschaft und haben damit unser Schulmuseum auch in einem Schulkomplex, wie es anderen Ortes üblich ist. Es scheint noch gar nicht so lange her zu sein und doch sind es fast 14 Jahre her, daß am 25. April 2002 der Vertrag für das Betreiben des Schulmuseums durch die Stadt Zossen, vertreten durch den damaligen Bürgermeister, Herrn Lüders, und den Amtsdirektor, Herrn Dr. Klucke, und den damaligen Vorsitzenden des Heimatvereins, Herrn Stuck, im Beisein vieler Gäste im Raum des Schulmuseums unterschrieben wurde. Viele von Ihnen werden sich noch erinnern können, wie unser leider viel zu früh verstorbener Mitstreiter Rüdiger Kaiser im Gewand eines alten Lehrers eine kurzweilige Unterrichtsstunde gestaltete. Der Kreis der Mitstreiter im Schulmuseum hat sich im Laufe der Jahre verändert. Neue junge Rentner sind hinzugekommen, andere aus unterschiedlichen Gründen ausgeschieden, so daß wir heute mit 12 Namensschildern auf uns aufmerksam machen können. Seit Beginn unseres Bestehens ist es unser Hauptanliegen, die Schulgeschichte zur Zeit der Großeltern und Urgroßeltern für die heutigen Kinder und Jugendlichen erlebbar zu machen. Die alte pädagogische Weisheit, daß Anschauung das Fundament der Erkenntnis ist, nutzten viele Lehrer der 3. Klassen, um im Rahmen des Sachkundeunterrichts beim obligatorischen Thema "Die alte Schule" in unserem Schulmuseum einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Öffnet sich vor den Kindern die Tür unseres Schulmuseums und sehen sie die alten Bänke mit den Schiefertafeln, hört man neben dem modernen Ausruf "cool" auch schon mal die Worte "Wie bei Harry Potter". Ertönt dann das Läuten der Schulklingel und werden gar die alten Schulregeln um 1900 erläutert und manchmal auch der Rohrstock demonstriert, dann verharren die Kinder doch recht andächtig auf den engen Schulbänken. Wir alle, machen aber mit all den Gruppen und Personen, die uns besuchen, gern einen Ausflug in die Vergangenheit. Die Gegenstände in unserem Museum können viele Geschichten erzählen und unsere Besucher fügen immer wieder neue hinzu, so daß die Zeit beim Museumsbesuch viel zu schnell vergeht und ein Wiederkommen empfohlen wird. Viele Klassentreffen und Besuchergruppen haben einen Ausflug in die Vergangenheit in unserem Museum unternommen. Ältere Leute, deren Schulzeit Jahrzehnte zurückliegt, und die lange nicht mehr eine Schule betreten haben, fühlen sich beim Anblick der Exponate des Schulmuseums in ihre eigene Schulzeit zurückversetzt und manch älterer Gast streckt beim Anblick des Rohrstocks schon die Hand aus, um wie in seiner Kindheit oft wegen einer kleinen Nachlässigkeit in der Schule Schläge auf auf die ausgestreckte Hand zu empfangen. So wie sich die Anzahl von Gegenständen, Schulbüchern, Heften, Zeugnissen und weiteren Dokumenten ständig vergrößert hat, ist auch unser Wissen über die Geschichte der Zossener Schulen vergrößert worden. Gespräche mit älteren Zossener Bürgern trugen ergänzend zu den Informationen aus dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv dazu bei. Zu einer ersten Zusammenstellung der Geschichte der Zossener Stadtschulen animierte mich Herr Dr. Wietstruk aus Rangsdorf, als er unserem Museum seine Forschungen zur Rangsdorfer Schulgeschichte und Publikationen zu weiteren Schulen im Altkreis Zossen überreichte. Vor einigen Jahren hat der Heimatverein das von Dr. Wietstruk verfaßte Buch "Über Küster und Schulmeister" - eine Landschulgeschichte des Kreises Teltow" herausgegeben, das Sie auch hier im Museum erwerben können. Es ist interessant zu lesen und eine Fundgrube für jeden Lehrer und heimatgeschichtlich interessierten Bürger. Einen kurzen Abriß einer fast hundertjährigen Schulgeschichte geben die in Versform geschriebenen beiden Erlebnisberichte aus der Schulgeschichte des Autors im Anhang. Unter all dem neuen Mobiliar möchte ich doch noch besonders den in der Ecke des historischen Klassenzimmers stehenden Schrank erwähnen. Unser Heimatforscher Klaus Voeckler hat diesen ca 1910 für die Nächst Neuendorfer Schule von einem Tischler gebauten Schrank nach der Schließung der Nächst Neuendorfer Schule aufbewahrt und der Stadt Zossen für unser neues Schulmuseum geschenkt. Interessant ist das Innenleben dieses Schrankes einer Dorfschule, gibt es doch eine Fülle von kleinen durch Bretter unterteilten Fächern, ein hervorragendes System, um unter den begrenzten räumlichen Möglichkeiten einer Dorfschule Ordnung zu halten. Unser Museum war nun seit dem Herbst geschlossen. Als es am 13. Januar endlich hieß, das Einräumen kann beginnen, starteten wir alle mit großem Elan. Galt es doch, all den Schätzen, die einige Monate in Kästen verpackt waren, einen neuen Platz zuzuweisen. Nur eine Zahl will ich nennen. Wir alle gemeinsam haben über 350 Stunden beim Einräumen und Gestalten des neuen Schulmuseums zugebracht, nicht gerechnet, welche Zeit häusliche Vorbereitungsarbeiten beanspruchten. Wir trafen uns mindestens zweimal wöchentlich seit unserem Umzugstag. Es hat uns Freude gemacht und wir danken allen Helfern, besonders der Vorsitzenden unseres Heimatvereins Frau Andrae, die mit Zauberhand passendes Mobiliar, sogar eine Leiter zur rechten Zeit beschaffte. Durch ihren Ideenreichtum und ihr Organisationstalent können wir uns heute in diesen Räumen so präsentieren, wie Sie es nun anschließend wahrnehmen können. Dem Stadtbaubetrieb danken wir für die freundliche Hilfsbereitschaft bei unserem Umzug, war es doch nicht leicht, die schweren Dinge vom 2. Stock abwärts über die Treppen zu dirigieren. Unser Dank gilt der Stadt Zossen mit all ihren Mitarbeitern, die unseren Wünschen gegenüber sehr aufgeschlossen waren. Zum Schluß sage ich noch, vielen Dank Frau Schreiber, daß Sie sich mit so großem Engagement für das Objekt Kirchplatz 7 eingesetzt haben. Ein besonderes Dankeschön an Frau Leszczynski, die Leiterin unserer Stadtbibliothek und ihrem Team für die Gastfreundschaft und gute Zusammenarbeit, die wie auch weiterhin pflegen werden. Und da zu der Ausbildung der Lehrer im Kaiserreich und darüber hinaus und auch vorher Orgel- und Geigenspiel gehörte und auch unseren Raum eine Geige ziert, wird meine Enkeltochter Friederike nicht diese spielen, sondern mit ihrer eigenen Geige einige Minuten des Besinnens und Lauschens vor der großen Besichtigung zaubern. Friederike ist nur wenige Tage jünger als das Schulmuseum Zossen und in dieser Zeit beträchtlich gewachsen - fast 14 Jahre Lebensalter und fast 14 Jahre Bestehen eines Schulmuseums in unserer Stadt Zossen. Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Aufenthalt und bleiben Sie unserem Museum weiterhin so verbunden. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. zurück zur Erlebtes

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2016-03-12 Stresstest für Fachwerkhaus

Das rekonstruierte Fachwerkhaus am Kirchplatz 7 wurde seiner Nutzung übergeben Das Fachwerkhaus am Tag der Eröffnung Schon weit vor der offiziellen Eröffnung um 14 Uhr belagerten die ersten Neugierigen das Fachwerkhaus am Kirchplatz 7. Alle drei Stockwerke waren bald von Besuchern erobert. Sie waren so zahlreich erschienen, dass nur mit Vorsicht und gegenseitiger Rücksichtnahme Bewegung im Hause überhaupt noch möglich war. Nun sollte aber doch in der untersten Etage offiziell eröffnet werden. So wurden die Besucher, die bereits die oberen Etagen darunter auch das Schulmuseum, welches ja erst 15 Uhr eröffnet werden sollte, in Beschlag genommen hatten, höflich aber bestimmt gebeten doch wieder nach unten zu gehen. Zum Glück folgten nicht alle dieser Bitte, denn der Raum unten war so gefüllt, dass die Luft bald knapp wurde. Bürgermeisterin übergibt Haus seiner Bestimmung Architekt Uwe Mücklausen Jetzt gab die Bürgermeisterin, Michaela Schreiber, offiziell das Gebäude zur Nutzung frei. Zu sehen war sie in der Masse der Leute kaum aber auch ohne Mikrofon gut zu hören. Architekt Uwe Mücklausen übergab nicht, wie eigentlich bei Eröffnungen üblich, symbolisch einen überdimensionalen Schlüssel, sondern einen Chip. „Das finde ich ja cool“, so die Bürgermeisterin, „eines der ältesten Häuser der Stadt mit der modernsten Schließanlage“. Natürlich wurden auch Eröffnungsreden gehalten. Der Architekt beglückwünschte die Stadt und lobte die Stadtverordneten die durch ihren Beschluss, den Weg für diesen Bau freimachten. Das persönliche Engagement der Bürgermeisterin hob er ebenso hervor, wie die gute Zusammenarbeit mit den bauausführenden Firmen. Natürlich bedankte sich die Bürgermeisterin ihrerseits bei Axel Seemann und Uwe Mücklausen vom Berliner Planungsbüro „Der Laden“. Sie sei sehr zuversichtlich, dass dieses Haus von den Zossenern und Besuchern der Stadt gut angenommen wird. Die Leiterin des Schulmuseums Frau Gudrun Haase ist sehr froh darüber, dass dank der Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und der Unterstützung durch den Bauhof der Stadt Zossen alles rechtzeitig fertig geworden ist. Andreas Noack freute sich als Ortsbürgermeister über sein erstes eigenes Büro. Volles Haus Lichtverhältnisse nach Stimmungslage in der Stadtverordnetenversammlung Beim Rundgang durch das Haus erklärt die Bürgermeisterin dem Vorsitzenden der SVV wie er mit Hilfe der Fernbedienung die Lichtverhältnisse der Stimmung in den Beratungen der Stadtverordneten anpassen kann. Den Sitzungssaal durfte der Heimatverein mit dem Vortrag von Stefan Rothen von der Geschichtswerkstatt Rangsdorf zur Wappenkunde einweihen. Nicht nur die vielen Besucher unterzogen das Haus einem Stresstest, sondern auch gleich mehrere Veranstaltungen am ersten Tag. Jedoch nicht nur das Haus, sondern auch Bürgermeisterin, Architekt, der Betreiber des Cafés, Wilfried Käthe, die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Schulmuseums mit Gudrun Haase an der Spitze, die Akteure der ersten Ausstellung „Pinsel und Pixel“ Hans-Joachim Schulze (Pinsel) und Fred Hasselmann (Pixel) haben diesen Stresstest bestanden. Hausnummer 7 - eine Glückszahl Hausnummer 7 des Kirchplatzes, das Klingt verdammt nach Gottes Segen und Glückszahl. Mögen dieses Haus noch viele Besucher nach ihrem Aufenthalt zufrieden und letztlich auch glücklich wieder verlassen und gern wiederkommen. Artikel zur Eröffnung des Schulmuseums, zur Ausstellung Pinsel und Pixel sowie zum Vortrag - „Er führt etwas im Schilde“ folgen. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

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2016-03-12 Schulmuseum in seinen neuen Räumlichkeiten

Räume des neuen Schulmuseums doch inmitten eines ehemaligen Schulkomplexes? Aus der Eröffnungsansprache der Leiterin des Schulmuseums Gudrun Haase: Im völlig überfülltem Klassenraum eröffnet Gudrun Haase das neue Schulmuseum. Nach dem Geigenspiel ihrer Enkeltochter Friederike ist das Museum eröffnet. „Anfangs gefiel uns der Gedanke in einem Wohnhaus ein Schulmuseum zu errichten nicht so sehr. Nun sind wir damit völlig ausgesöhnt und über die jetzigen Nutzungsmöglichkeiten sehr erfreut. Aus der Zossener Schulgeschichte wissen wir, daß der erste bekannte Standort eines festen Schulhauses, im Jahr 1724 erbaut, der Platz ist, auf dem seit 1895 die Superintendentur sich befindet. Wenn Sie hier im historischen Klassenzimmer aus dem Fenster schauen, sehen sie die doch recht schmucklose Rückwand des Gebäudes und ein kleines Stück Fläche hinter dem Haus, die an Kirchplatz 7 grenzt. Das war der Schulhof noch bis zum Jahr 1818 als dann das Schulhaus Kirchplatz 1 bezogen wurde. Das alte Schulhaus mit 2 Klassenräumen und 2 Lehrerwohnungen, von dem Inspektor Bauer um 1800 schreibt, daß man um dieses Haus zu betreten 2 Stufen abwärtsgehen mußte, war sehr baufällig und viel zu eng. Sie können darüber in den Zossener Bildtafeln nachlesen. Das Schulhaus von 1818 hatte 4 Klassenräume. Dort wurde es aber 1853 schon wieder zu eng und man kämpfte um eine Erweiterung des Schulgebäudes. Dort heißt es: ‚daß, wie auch der Königl. Regierung bereits bekannt, eine neue fünfte Schulklasse miethweise requiriert sei. Diese gemiethete Schulklasse, in welcher der Unterricht wirklich abgehalten wird, befindet sich, wie ich aus eigener Kenntnis hinzufüge, im Haus des Webermeisters Mahling am Markte, in unmittelbarer Nähe des Schulhauses und der Kirche. Das Local halte ich für ganz zweckmäßig und stelle anheim, es bei dieser Einrichtung zu belassen.‘ gez. Bertram Es wird auch bald noch ein 2. neues Schulzimmer nöthig werden. Denken wir also mal, vielleicht war es auch Kirchplatz 7, der mit angemietet war und wir sind auch in diesen Räumen mitten in der Zossener Schullandschaft und haben damit unser Schulmuseum auch in einem Schulkomplex, wie es anderen Ortes üblich ist.“ Hier der vollständige Wortlaut. Gudrun Haase im Gespräch mit Konrad Schultze Aus einem Gespräch am Rande der Eröffnung des neuen Schulmuseums mit einem der ältesten ehemaligen Schüler der Stadtschule und seiner Ehefrau einer Neulehrerin an dieser Schule Fragen an einen der ältesten noch lebenden Schüler der ehemaligen Stadtschule Zossen Konrad Schultze: Von wann bis wann haben Sie die Stadtschule besucht? Die Stadtschule habe ich von 1932 bis 1936 besucht, danach die Oberschule in der Bahnhofsstraße" Das war ja keine einfache Zeit? Der blaue Pfeil zeigt auf Konrad Schultze Na ja, wir waren Kinder. Aber zu spüren bekamen wir die Veränderungen schon. Da wurde 1933, oder erst 1934, auch in der Schule nicht mehr mit „Guten Morgen“, sondern mit „Heil Hitler“ gegrüßt. Frau Haase hat vorhin auch den Rohrstock gezeigt, kennen sie den auch noch? Ja, natürlich. Wir hatten einen sehr strengen aber auch sehr guten Lehrer, er wollte wirklich, dass wir etwas lernen. So war unsere Klasse auch besser als andere für die weiterführende Schule vorbereitet. Auf dem Foto sind sie ja ein richtiger Lockenkopf, der einzige in der Klasse? Ja der einzige in der Klasse. Ich hatte auch so mein Problem damit. Damals waren angelegte Haare Mode, aber meine Locken waren nicht zu bändigen. Wenn Sie schon auf das Foto zeigen, achten sie mal auf die Jungen in der ersten Reihe im Schneidersitz, die sitzen zum Teil barfuß da. Aber nicht nur Konrad Schultze war mit der Stadtschule Zossen verbunden, sondern auch dessen Ehefrau Eleonore. Sie allerdings nicht als Schülerin, sondern als Neulehrerin nach 1945. Sie schaute auf das Foto, auf welchen sie als Neulehrerin zu sehen ist. Rechts im Bild Neulehrerin Eleonore Schultze „Wir ich da aussehe.“ Die Umstehenden meinten jedoch. „Du siehst doch gut aus.“ Sie waren Neulehrerin? Ja, ich war an dieser Schule nach kurzer Ausbildung eine Neulehrerin, denn in der sowjetischen Besatzungszone sollten all jene Lehrer, die in der Partei waren, schnell ersetzt werden. Unter dem Foto ist vermerkt Jahrgang 1946. Jahrgang 1946 stimmt sicherlich für die Einschulung, aber die Klasse habe ich, wenn ich mich richtig erinnere, 1947 übernommen. Neulehrer durften an unsere Schule nämlich noch nicht erste Klassen unterrichten, das blieb den vollausgebildeten Lehrern vorbehalten. Erinnern Sie sich noch an ihre Schüler? „Oh ja, das war schon eine besondere Klasse.“ Wie so besondere Klasse? Na ja, mit Wiederaufnahme des Schulbetriebs sollten zunächst alle Kinder, ob mit oder ohne irgendwelche Behinderungen gemeinsam unterrichtet werden. Doch dann wurde bald eine Förderklasse eingerichtet, in der dann Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten unterrichtet werden sollten. Meine Klasse war eine solche Förderklasse. Unter den Schülern auch Legastheniker. Legastheniker war für uns damals etwas wovon wir gar nichts wussten. Waren in Ihrer Klasse nur lernbehinderte Kinder? Nein, wenn die anderen Klassen voll besetzt waren, wurden auch Kinder ohne Lernbehinderung in die Klasse aufgenommen. Ob lernbehindert oder nicht, ich habe meine Schüler geliebt. Wie zur Bestätigung hatten sich ehemalige Schülerinnen in der Gesprächsrunde eingefunden. Sie, jetzt selbst schon ergraut und weit über die Siebzig, begrüßten ihre ehemalige Lehrerin sehr herzlich und hatten sich viel zu sagen. Das Schulmuseum eine Forschungs- und Begegnungsstätte Eine der Tafeln zur Dabendorfer Schulgeschichte Frau Gudrun Haase und ihre ebenfalls ehrenamtlichen Mitstreiter sorgen nicht nur dafür, dass die Exponate, die sich mit der Zeit angesammelt haben, auch im neuen Museum mit seinen größeren Räumen ordentlich präsentiert werden, sondern forschen auch selbst zur Schulgeschichte in Zossen. Die erste Ausstellung im neuen Museum über die Dabendorfer Schulgeschichte legt davon ein beredtes Zeugnis ab. Zu den Öffnungszeiten des Galeriecafés können jetzt auch Besucher fast an allen Wochentagen das Schulmuseum mit seinen wechselnden Ausstellungen besuchen. Wer allerdings gern mehr wissen möchte, kommt donnerstags oder sonnabends in der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr, Dann können sie von unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern noch vieles mehr erfahren. Gruppen können sich unter 03377-334346 anmelden. Da das Schulmuseum auch weiter ein Ort der Begegnung sein wird, finden die Mitarbeiter immer eine Möglichkeit den Wünschen der Besucher weitgehend entgegen zu kommen. Danke! Nochmals aus der Ansprache von Gudrun Haase: „…wir danken allen Helfern, besonders der Vorsitzenden unseres Heimatvereins Frau Andrae, die mit Zauberhand passendes Mobiliar, sogar eine Leiter zur rechten Zeit beschaffte. Durch ihren Ideenreichtum und ihr Organisationstalent können wir uns heute in diesen Räumen so präsentieren, wie Sie es nun anschließend wahrnehmen können. Dem Stadtbaubetrieb danken wir für die freundliche Hilfsbereitschaft bei unserem Umzug, war es doch nicht leicht, die schweren Dinge vom 2. Stock abwärts über die Treppen zu dirigieren. Unser Dank gilt der Stadt Zossen mit all ihren Mitarbeitern, die unseren Wünschen gegenüber sehr aufgeschlossen waren. Zum Schluß sage ich noch, vielen Dank Frau Schreiber, daß Sie sich mit so großem Engagement für das Objekt Kirchplatz 7 eingesetzt haben. Ein besonderes Dankeschön an Frau Leszczynski, die Leiterin unserer Stadtbibliothek und ihrem Team für die Gastfreundschaft und gute Zusammenarbeit, die wie auch weiterhin pflegen werden.“ Text und Fotos: Rainer Reinecke zurück zu Erlebtes

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2016-03-17 Präsentation der neuen Räume vor geladenen Gästen

Begrüßung der Besucher Am 17. März präsentierten die Stadt Zossen und der Heimatverein „Alter Krug“ geladenen Gästen das Schulmuseum. Leider konnten viele der geladenen Schulleiter nicht teilnehmen, da zur gleichen Zeit eine Fachtagung am Landesinstitut für Schule und Medien, Berlin-Brandenburg stattfand. Dennoch war der historische Unterrichtsraum zu Unterrichtsbeginn gut gefüllt. Doch zunächst einführende Worte im Ausstellungsraum Die Vorsitzende des Heimatvereins, Karola Andrae hob in ihrer Rede besonders die ehrenamtlichen Mitstreiter des Schulmuseums hervor. Sie bezeichnete die Personen mit dem Schlüsselanhänger um den Hals als die wichtigsten Personen für das Schulmuseum. An den Schlüsselanhängern hingen die Namensschilder der ehramtlich für das Schulmuseum Tätigen. Dann aber auch die Würdigung der Zusammenarbeit mit der Stadt Zossen, insbesondere des persönlichen Engagements der Bürgermeisterin. Wichtig für das Schulmuseum sei auch die gute Verbindung zum Heimatverein in Königs Wusterhausen mit dem Dahmelandmuseum. Hier habe man so manches abstauben können. Dr. Susanne Köstering. Geschäftsführerin des Museumsverbandes, schlug in ihren Ausführungen einen historischen Bogen zur Geschichte der Bindungen zwischen Schule und Schulmuseum. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts seien Schulmuseen überwiegend von Lehrervereinen gegründet worden. Jedoch anders als heute beherbergten diese Museen nicht Exponate zur Schulgeschichte, sondern oft selbst angefertigte Anschauungsmaterialien, wie Bildtafeln und Landkarten für den Unterricht. Dies war der Beginn der Reformpädagogik, lernen durch Anschauen in der Natur, durch Zeichnen und eben mittels dieser Anschauungsmaterialien. Inzwischen sei die Herstellung von Lehrmaterialien zu einem riesigen Industriezweig geworden. Dr. Susanne Köstering überreichte der Vorsitzenden des Heimatvereins den aktuellen Museumskatalog, darin enthalten auch alle Schulmuseen. Sie schlug vor, doch Mitarbeiter aus allen Schulmuseen einmal nach Zossen einzuladen. Ein Vorschlag, der bestimmt gehört wurde, bieten doch die neuen Räumlichkeiten im Fachwerkhaus auch ausreichend Platz für solch eine Zusammenkunft. Bürgermeisterin Michaela Schreiber erinnert an die ersten Diskussionen über die künftige Nutzung des Fachwerkhauses. Es habe doch einige Vorbehalte gegeben, insbesondere hinsichtlich der Vereinbarkeit von Schulmuseum und Galeriecafé. Jetzt wünsche sie sich „viel Leben in der Bude“. Das Schulmuseum erhielt auch einige von den Gästen mitgebrachte und geschenkte neue Exponate. So vom Heimatverein Königs Wusterhausen eine Zither aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Unterrichtsstunde im historischen Klassenzimmer Bild oben: "Lehrerin" Frau Haase gibt Geschichtsunterricht Bild unten: Bürgermeisterin brav und artig in der ersten Reihe Zur Unterrichtsstunde im historischen Klassenzimmer wurden die Gäste höflich, aber bestimmt mit der Schulglocke geladen. Die Bürgermeisterin betrat den Raum mit den Worten: „Ich bin mutig, ich setzte mich in die erste Reihe.“ Ja, das verlangte einigen Mut ab, denn schließlich war sie so dem Rohrstock am nächsten. In der Unterrichtsstunde lauschten alle „Schülerinnen und Schüler“ der Lehrerin Frau Haase diszipliniert, wie in längst vergangenen Zeiten. Gudrun Haase referierte im historischen Klassenzimmer zur Zossener Schulgeschichte und natürlich auch über die Geschichte des Schulmuseums, schließlich Der Blick aus dem Fenster auf den Schulkomplex hat letzteres auch schon eine vierzehnjährige Geschichte. Zum neusten Geschichtsabschnitt des Schulmuseums führte sie unter anderem aus: „Anfangs gefiel uns der Gedanke in einem Wohnhaus ein Schulmuseum zu errichten nicht so sehr. Nun sind wir damit völlig ausgesöhnt und über die jetzigen Nutzungsmöglichkeiten sehr erfreut. Aus der Zossener Schulgeschichte wissen wir, daß der erste bekannte Standort eines festen Schulhauses, im Jahr 1724 erbaut, der Platz ist, auf dem seit 1895 die Superintendentur sich befindet. Wenn Sie hier im historischen Klassenzimmer aus dem Fenster schauen, sehen sie die doch recht schmucklose Rückwand des Gebäudes und ein kleines Stück Fläche hinter dem Haus, die an Kirchplatz 7 grenzt. Das war der Schulhof noch bis zum Jahr 1818 als dann das Schulhaus Kirchplatz 1 bezogen wurde.“ Da bald mehr Schulräume nötig waren, seien zusätzliche Räume angemietet worden. "Denken wir also mal“ so Gudrun Haase weiter, "vielleicht war es auch Kirchplatz 7, der mit angemietet war und wir sind auch in diesen Räumen mitten in der Zossener Schullandschaft und haben damit unser Schulmuseum auch in einem Schulkomplex, wie es anderen Ortes üblich ist.“ Am Ende dieser Unterrichtsstunde fragte eine „Schülerin“: „Wir haben alle sehr aufmerksam zugehört, bekommen wir dafür jetzt ein Lob“ daraufhin die Lehrerin: „Ich habe während der ganzen Zeit den Rohrstock nicht benutzt, das muss Anerkennung genug sein.“ Meinungen Ingrid Rindler, Schulleiterin Grundschule Dabendorf Da gerade die Sonderausstellung zur Dabendorfer Schulgeschichte gezeigt wird, zwei Fragen an die Schulleiterin der Dabendorfer Grundschule Ingrid Rindler. Frau Rindler, Frau Dr. Köstering ist in ihrer Ansprache auf die enge Verbindung von Schule und Schulmuseum eingegangen. Wie empfinden Sie dies als Direktorin der Grundschule Dabendorf konkret? „Da spielen zwei Ebenen ineinander: a) Eine zutiefst menschliche Beziehung. Engagieren sich doch ehemalige Kolleginnen für das Schulmuseum. Ich bin voller Ehrfurcht, vor dem was sie geleistet haben. b) Unsere Schule ist ja auch nicht weit weg. Wir besuchen regelmäßig mit Schulklassen das Museum. Die Kinder sind dann oft erstaunt, dass es auch eine vordigitale Welt gegeben hat.“ Was würdigen sie besonders an diesem Schulmuseum? „Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft, da geht oft auch vieles verloren, was eigentlich bewahrt werden sollte. Wenn sich dann Menschen wie das Team um Frau Haase finden, die Exponate zur Schulgeschichte aufheben, bewahren und sie in solch einem Museum weitergeben, dann bleibt auch für künftige Generationen Schulgeschichte nacherlebbar und zwar sehr anschaulich.“ Silvio Fischer, Leiter des Museums des Teltow, der die Grüße der Volkshochschule und der Kreisverwaltung überbrachte. Herr Fischer, Ihren Eindruck zu diesem Museum bitte. Die Neueröffnung zeigt was erreicht werden kann, wenn sich Menschen wie Frau Haase und ihre Mitstreiter derart ehrenamtlich engagieren. Aus dem, was heute hier präsentiert wird spürt jeder die Begeisterung, den Enthusiasmus mit dem die Mitstreiter hier tätig sind. Ja ich würde fast sagen, dazu gehört auch eine gute Portion Besessenheit. Wie sich das Zossener Schulmuseum entwickelt hat, zeigt aber auch, ist erst einmal ein Anfang gemacht, wächst ein solches Projekt auch. Viele Besucher bringen dann Exponate ein, so dass das, was präsentiert werden kann, immer vollständiger und interessanter wird. Dr. Hartmut Klucke, 1950 in Zossen eingeschult, ehemaliger Amtsdirektor Dr. Klucke, darf ich sie nach Ihrer Meinung zum neuen Schulmuseum fragen? Ja. Ich selbst bin 1950 in Zossen eingeschult worden und wurde in Zossen auch eingesegnet-Ich möchte besonders den Fleiß der Leute um Frau Haase hervorheben. Ihnen ist es gelungen ein gediegenes, logisch aufgebautes und in den Details ganz überzeugendes Schulmuseum aufzubauen. Natürlich ist auch die Bereitstellung der Räume durch die Stadt Zossen wichtig, aber ohne konkretes Engagement blieben die schönsten Räumlichkeiten leer. Horst Meyer, Heimatverein Königs Wusterhausen, Dahmemuseum Herr Meyer, bevor sie gehen, möchte ich sie als Vertreter des Heimatvereins Königs Wusterhausen nach ihrem Eindruck fragen. „Wer wie meine Frau und ich in einem Verein tätig ist, weiß ich, dass ein Verein oft viel mehr Mitglieder hat, als wirklich sich dann einbringen. Insofern kann ich etwa einschätzen, welch ehrenamtliches Engagement, wieviel Leidenschaft notwendig sind, um solch ein Museum aufzubauen und auch zu betreiben. Wir werden sicherlich auch künftig gut zusammenarbeiten.“ Während der Veranstaltung fachsimpelten Schulleute und Museumsleute miteinander. An diesem Tag erhielt das Gästebuch nach den ersten Eintragungen im neuen Schulmuseum viele weitere. Leiterin des Schulmuseums, im Gepräch mit Leiterin der Grundschule Dabendorf Erste Eintragungen im Gästebuch nach Neueröffnung Nach so viel verdientem Lob für das ehrenamtliche Engagement der Mitstreiter um Gudrun Haase, sollen sie an dieser Stelle wenigstens einmal namentlich genannt werden. Zum Team gehören: Leiterin Gudrun Haase, Rosemarie Awdoschin, Jutta Graumann, Dieter Haase, Jutta Hansen, Ute Kaiser, Rosa Kling, Volker Kling, Dieter Moll, Horst Roßbach, Doris Woehl, Werner Woehl. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Erlebtes

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2016-04-18 Ausflug nach Jänickendorf

Museumsscheune Jänickendorf Schon am Morgen strahlte die Sonne vom Himmel, als wir uns per Pkw Richtung Jänickendorf auf den Weg machten. Gespannt waren wir natürlich, was uns in diesem Museum, eingerichtet in einer Scheune, erwartet. Soviel wussten wirbereits im Vorfeld: Nicht das Thema "Schule" wird im Mittelpunkt stehen, sondern einen Einblick in das bäuerliche Leben auf dem Lande in vergangenen Zeiten sollten wir erhalten. Das Ehepaar Bölke vom Heimat- und Geschichtsverein Nuthe-Urstromtal begrüßte uns vor dem Gebäude, vor dessen Eingang eine Gedenktafel aufgestellt ist zu Ehren der englischen Soldaten, die beim Absturz einer Lancaster-Maschine der Royal Air Force nicht weit vom Ort entfernt am 24.März 1944 ihr Leben verloren. Kein Mitglied der Crew überlebte. In der Scheune befindet sich eine weitere Tafel, die auf dieses Ereignis im letzten Kriegsjahr hinweist. Nach mehr als 60 Jahren ist es dem Verein nach mühevollen Recherchen gelungen, Kontakt zu einem Angehörigen eines der Todesopfer zu knüpfen, der dann die Stätte des Geschehens besuchte, mit den Einwohnern ins Gespräch kam und die Gedenktafel enthüllte. Das Ehepaar Bölke führte uns in das Museum, das eine Vielzahl an Exponaten verzeichnet. Im Laufe der Jahre ist die Ausstattung enorm angewachsen und immer noch kommen neue Stücke hinzu. Im unteren Teil der Scheune werden landwirtschaftliche Maschinen, Geräte und Gegenstände ausgestellt. Herr Bölke erläuterte uns die Funktionsweise und wir folgten seinen Ausführungen und Demonstrationen interessiert; erfuhren wir doch Wissenswertes über die schwere Arbeit der Landbevölkerung. Kaum vorstellbar, wenn man mit den heutigen Bedingungen in der Landwirtschaft vergleicht, wo moderne Maschinen dem Menschen das abnehmen, was früher mühevollen körperlichen Einsatz forderte. Einfach bewundernswert, wie die Leute ihren Arbeitsalltag meisterten und dabei versuchten, sich manches zu erleichtern. Mit der Hundeanspannung wurden zum Beispiel Produkte nach Luckenwalde transportiert. Schuhe für Pferde gab es ebenfalls. Aber warum denn das? Bei durchnässten Böden fanden die Tiere damit besseren Halt und sanken nicht so tief ein. Man war eben erfinderisch: ein hufeisenförmig geschnittenes starkes Holzbrett, darauf das Hufeisen und eine Bindung aus Metall - fertig war der Pferdeschuh. Neben den zahlreichen Geräten ist auch ein alter Traktor ausgestellt, der sofort alle Blicke auf sich zieht. Im oberen Teil der Scheune betraten wir eine Bauernküche und eine Bauernstube, staunten über das Mobiliar sowie die zahlreichen Gegenstände, die bäuerliches Leben widerspiegeln. Da wurden Erinnerungen wach, denn zum Beispiel Fleischwolf, Reibeschüssel, Kohleherd oder Tontopf sind auch uns in ihrer Nutzung noch bekannt. Und alte Küchenmöbel werden in der heutigen Zeit aufgearbeitet und sind immer häufiger in modernen Haushalten zu sehen. Das trifft ebenso zu auf alte Gefäße und Behältnisse. Rund um die Wäsche bietet sich dem Besucher viel Interessantes. Der Blick fällt auf die Unterwäsche und Nachtbekleidung aus vergangener Zeit wie auch auf das Waschzubehör. Dass der Waschbär mit Ultraschall (Anfang der fünfziger Jahre) zuweilen zweckentfremdet genutzt wurde und deshalb nur kurze Zeit auf dem Markt war, wussten wir nicht. Waschkessel, Wannen, Waschbrett - wie aufwändig war doch das Waschen! Heute erledigt das die Maschine per Tastendruck. Ein weiterer Themenbereich ist dem ländlichen Handwerk gewidmet. Neben vielen anderen Ausstellungsstücken fehlt dabei natürlich nicht das Spinnrad. Die Fülle der Exponate ist riesengroß, so dass hier lediglich auf eine kleine Auswahl eingegangen werden konnte. Erwähnt seien noch das vor fast 90 Jahren gebräuchliche Kinderwagenmodell sowie eine Babyausstattung. Mit dem Eintrag in das Gästebuch schlossen wir den Rundgang durch die Museums-Scheune ab. Dem Ehepaar Bölke, das uns die Vergangenheit durch Erläuterungen und Demonstrationen lebendig werden ließ, gebührt Dank für ihr engagiertes Wirken. Hervorzuheben ist, dass man in der Museumsscheune nicht nur Dinge betrachten und anfassen, sondern auch Verschiedenes im handwerklichen oder hauswirtschaftlichen Bereich ausprobieren kann. Hier lohnt sich ein Besuch für Groß und Klein! Noch war unser Ausflug aber nicht beendet. Wir fuhren weiter nach Luckenwalde, wo wir uns im Parkcafé das Mittagessen schmecken ließen. Den Ausklang fand unsere Exkursion im Galeriecafé in Zossen im wenige Wochen zuvor eröffneten Haus Kirchplatz 7. Ein Dankeschön den Organisatoren dieser Veranstaltung. Mehr über Museumscheune Jänickendorf erfahren! Text und Fotos: Rosemarie Awdoschin zurück zu Erlebtes

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2017-03-16 Ausstellung Poesiealben

Eröffnung 16. März 2017 Einige wenige Poesiealben im Bestand des Schulmuseums ließen im Herbst 2016 den Gedanken für eine neue Sonderausstellung aufkommen. Eine tolle Idee, die in die Tat umgesetzt werden sollte! Über das WIE dachten wir zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht nach, denn erst einmal stand die Gestaltung der jährlichen Weihnachtsausstellung im Mittelpunkt, die wir unter der Thematik "Winterfreuden" zeitnah präsentieren wollten. Die Grundlage für die Arbeit an unserem Projekt war natürlich das Vorhandensein weiterer Alben, die vorliegen mussten, um wirklich aussagekräftig sein zu können. Unser Anliegen sprach sich herum, viele Besucher überließen uns leihweise nicht nur die eigenen Poesiealben, sondern auch die von Verwandten oder auch bereits verstorbenen Angehörigen. Sie informierten Freunde und Bekannte. Und so wuchs unser Fundus rasch an. Schließlich standen uns 42 Alben zur Verfügung! Damit hatten wir gar nicht gerechnet. Nachdem die Weihnachtsausstellung abgebaut war, trafen wir uns Mitte Januar 2016, um gemeinsam zu besprechen, wie wir an die Arbeit herangehen wollen. Zu Beginn stand nur fest: Wir haben sieben Schautafeln und zwei Vitrinen, die es zu gestalten gilt. Nach lebhafter Diskussion entschieden wir uns für die Darstellung in zeitlicher Gliederung auf den Tafeln und die Präsentation der Alben (in gleicher Weise geordnet) in den Vitrinen. Von den Anfängen der Poesiealben bis zu Beispielen aus den 60er bis 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wollten wir eine Zeitreise unternehmen. Zu Beginn stand die Sichtung der Alben und damit verbunden die Vorauswahl der Einträge. Nicht ganz einfach war das bei den älteren Exemplaren mit Texten in alter deutscher Schrift. Es wurde kopiert, fotografiert, zugeschnitten (mit Schere und Schneidemaschine), mit dem PC gearbeitet ... schließlich konnten wir auf eine stattliche Material-sammlung zurückgreifen. Jetzt ging es an die engere Auswahl, was gar nicht so leicht war. Da wurde uns bewusst, was für ein Riesenprojekt wir uns vorgenommen hatten! Würden wir das bis zur Zielsetzung Mitte März bewältigen? Trotz dieser Zweifel blieben wir optimistisch und nahmen die Gestaltung in Angriff. Wie hier zu sehen ist, werden Texte erst zur Probe gelegt, ausgerichtet, kritisch betrachtet, ehe geklebt, mit Fotos, Zeichnungen und Glanz-bildern ergänzt wurde. Teamarbeit war gefragt, denn alles sollte den Betrachter auch optisch ansprechen. Einige Texte in alter deutscher Schrift wurden parallel dazu übertragen. Wie können die Alben in den Vitrinen wirkungsvoll präsentiert werden? Die Lösung hatte Dieter Haase gefunden - lange Kanthölzer, ummantelt mit Zeichenkarton. Das erste Probelegen zeigt, dass dies gut funktioniert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:Im Verlauf unserer Projekttätigkeit merkten wir, dass das gesammelte Material mehr Platz beanspruchte, als ihn die sieben Tafeln und zwei Vitrinen boten. So überlegten wir uns weitere Möglichkeiten. Abschließend übertraf die Präsentation unsere anfänglichen Vor-stellungen beträchtlich. Während intensiver Arbeit gab es natürlich auch eine wohlverdiente Kaffeepause. Und die MitarbeiterInnen machen einen zufriedenen Eindruck - denn fast alles ist geschafft und die Eröffnung der Ausstellung naht. Unsere Präsentation Zwei Vitrinen Fächer in den Glasschränken Poster "Humorvolles" Poster mit Spruch Album Sieben Tafeln: • Von den Anfängen der Poesiealben • Das Poesiealbum des Schülers Lautensack • In Poesiealben nachgelesen • Erinnerungen in Wort und Bild • Aus Poesiealben um 1900 - 40er Jahre • In Poesiealben der 50er Jahre entdeckt • Gelesen in Alben der 60er - 80er Jahre Die Gestalter der Ausstellung (vorn sitzend, von li. nach re.): Dieter Haase, Jutta Graumann, Dieter Moll, Gudrun Haase (hinten stehend, von li. nach re.): Rosemarie Awdoschin, Ute Kaiser, Horst Roßbach, Doris Woehl, Jutta Hansen, Volker Kling, Rosa Kling Die Vorbereitung und Gestaltung dieser Ausstellung war sehr zeitaufwändig. Manchmal kamen auch Zweifel auf, ob wir bewältigen können, was wir uns vorgenommen hatten. Aber die hatten sich gelohnt - am 16. März 2017 wurde die Sonderausstellung eröffnet und sie ist bis März 2018 zu besichtigen. Auch nach der Eröffnung erhielten wir von interessierten Besuchern noch Alben, für die natürlich ebenfalls ein Platz im Ausstellungsraum gefunden werden konnte. Die MÄRKISCHE ALLGEMEINE veröffentlichte unter dem Titel "Zeitgeschichte in Sprüchen und Aphorismen" einen Artikel, der über unsere Arbeit informiert und einige inhaltliche Beispiele erwähnt, sodass die Leserinnen und Leser doch neugierig werden. Wir haben uns an das Projekt herangewagt und freuen uns sehr, dass die Sonderausstellung solchen Anklang findet. Humurvolle Einträge in Poesiealben {besps}/slideshow/2017-03-16{/besps} Text und Fotos Rosemarie Awdoschin zurück zu Erlebtes

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2017-05-24 Ausflug nach Königs Wusterhausen

Exkursion nach KW mit Besuch Schloss und Sender- und Funktechnikmuseum Die diesjährige Exkursion führte uns ins nicht weit entfernte Königs Wusterhausen im Landkreis Dahme-Spreewald, wo wir zwei touristische Attraktionen besichtigen wollten. Unsere Erkundung begann mit einer einstündigen Führung im Schloss. Diese Residenz ist eng verbunden mit der Persönlichkeit König Friedrich Wilhelms I., der 1683 im Alter von zehn Jahren sowohl das Anwesen als auch die umliegenden Ländereien von seinem Vater Friedrich III. geschenkt bekam. Neben ausführlichen Erläuterungen zur architektonischen Gestaltung erfuhren wir viel über die Lebensweise des Monarchen. Im Eingangsbereich wird eine Dokumentation zur Schloss- und Garten-geschichte gezeigt. Über den Treppenturm gelangt man in die einzelnen Räume. Im Empfangs- und Arbeitszimmer geben Gemälde Auskunft über das Leben des Königs. So sieht man u.a. Szenen der königlichen Jagd, auf die er leidenschaftlich ging. Mehrere Monate hielt er sich mit seiner Familie in diesem Schloss zur "Herbst-Lust" auf. Das Schlafkabinett ist ein kleiner Raum, denn Friedrich Wilhelm I. ist für seinen asketischen Lebensstil bekannt. Als größter und repräsentativster Raum gilt der Festsaal. Der Rundgang führt weiter in die Gemächer der Königin Sophia Dorothea, in die Offiziersgalerie und ins Tabakskollegium. Die Ausstattung dieses Raumes ist bemerkenswert. An dem riesigen Tafeltisch saßen die Mitglieder des Kollegiums, an den Wänden hängen Gemälde mit deren Porträts, zu sehen sind weiter eine Münzkanne sowie eine Silberstatuette Friedrich Wilhelms I. Hier im Schloss Königs Wusterhausen entwickelte Friedrich Wilhelm I. sein Modell vom modernen preußischen Staat. Vieles änderte er im preußischen Königreich durch grundlegende innere Reformen, führte u.a. 1717 die allgemeine Schulpflicht ein. Bekannt ist er auch unter dem Namen "Soldatenkönig" und bis heute eine umstrittene Persönlichkeit. Nach dem Mittagessen in "Hoenckes Altes Wirtshaus" fuhren wir zur nächsten Station unserer Exkursion auf den Funkerberg, wo bis 1992 siebzig Jahre lang Radio gesendet wurde und wo sich jetzt das Sender- und Funktechnikmuseum befindet, in dem wir zur Führung angemeldet waren. Wir erfuhren viel Wissenswertes über die Geschichte des Funkerberges, der seit der Ausstrahlung des historischen Weihnachtskonzertes am 22.12.1920 als "Wiege des Rundfunks in Deutschland" gilt. Der 1993 gegründete Förderverein "Sender Königswusterhausen" e.V. setzte sich zum Ziel, die Rundfunkgeschichte Königs Wusterhausens zu bewahren und künftigen Generationen erlebbar zu machen. So konnte 1996 der 1. Teil des Museums im Senderhaus 1 eröffnet und weiter kontinuierlich ausgebaut werden. Im Juli 2005 musste es auf Grund des auslaufenden Mietvertrages geschlossen werden (der gesamte Funkerberg befand sich im Besitz der Deutschen Telekom AG). Nach Verhandlungen mit dieser und der Stadt Königs Wusterhausen konnte das Museum 2007 wieder eröffnet werden, denn die Stadt nahm den gesamten Funkerberg in ihren Besitz. Die Gebäude und technischen Einrichtungen stehen zum großen Teil unter Denkmalschutz. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin - bis zur Einstellung des Sendebetriebes selbst als Technikerin dort tätig - vermittelte uns ein anschauliches Bild von der Ent-wicklung der Rundfunktechnik, erläuterte kompetent die technischen Geräte, ließ eigene Erfahrungen einfließen und ging auf die Fragen der Besucher ein. Durch ihre lebendigen Ausführungen und ihr authentisches Auftreten wurde die Führung für uns zu einem besonderen Erlebnis. Beginnend mit dem Funkerbergmodell führte uns der Rundgang durch den ehemaligen Sendesaal mit der chronologischen Darstellung der Entwicklung der Funktechnik sowie in den Maschinensaal. Wir danken allen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Sender- und Funktechnikmuseums Königs Wusterhausen für ihr engagiertes Wirken. Anzumerken wäre noch: Aus dem geplanten abschließenden Treffen in einem Café der Stadt wurde auf Grund eines Mega-Staus auf der Hauptstraße leider nichts. Ein Dankeschön Gudrun und Dieter Haase für die Organisation dieser Veranstaltung. Text und Fotos: Rosemarie Awdoschin zurück zu Erlebtes

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2018-03-15 Wissenswertes aus 300 Jahren Schulgeschichte

Unsere Sonderausstellung "Ene, mene Tintenfaß, geh in die Schul' und lerne was ..." lockt seit ihrer Eröffnung am 15. März 2018 viele Besucherinnen und Besucher an. Im Ausstellungsraum sind auf Schautafeln und in Vitrinen Dokumente aus verschiedenen Epochen zu sehen: Fotos, Bücher, Zeichnungen, Hefte und Schulutensilien. Ebenso erinnern Wandkarten, an häufig genutzte Anschauungsmittel. Exponate aus dem naturwissenschaftlichen Unterricht werden auf einem großen Experimentiertisch präsentiert. Mit großem Interesse blättern die BesucherInnen in den ausliegenden Schulbüchern, die sie zum Teil selbst noch nutzten. Nachgedacht - mitgemacht: Rätsel, Geschicklichkeits- und Denkspiele ermuntern Klein und Groß, aktiv zu werden. Bis zum Februar 2019 kann diese Sonderausstellung noch angeschaut werden. Der Besuch lohnt sich, denn neben dem geschichtlichen Rückblick werden viele Erinnerungen an die eigene Schulzeit oder die der Kinder, Eltern und Großeltern lebendig. Ebenso gilt den beiden als Klassenzimmer eingerichteten Räumen das Interesse unserer Gäste. Neben der Darstellung der DDR-Schulgeschichte in dem einen zieht der historische Klassenraum die Aufmerksamkeit auf sich. Hier eine "Schulstunde" nach historischem Muster erleben zu dürfen beeindruckt, alle Schülerinnen und Schüler. Im Zeitraum vom Beginn des Schuljahres im August 2018 bis zu den Herbstferien besuchten unser Museum acht Klassen. Daneben waren vier Erwachsenengruppen zu Gast sowie mehrere Einzelpersonen. Wer Lust auf eine Zeitreise in die Vergangenheit hat, kann dies tun zu den Öffnungszeiten donnerstags und samstags von 10 Uhr bis 12 Uhr sowie nach Absprache mit Frau Haase: Tel.(0 33 77) 33 43 46. Unsere alljährliche Adventsausstellung wird präsentiert ab dem 19.11.2018 und steht in diesem Jahr unter dem Motto "Es weihnachtet schon...". zurück zu Erlebtes

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2020-03-05 Sonderausstellung eröffnet

Gudrun Haase eröffnet die Ausstellung Für einen Freitag um 9.30 Uhr wollten doch nicht wenige an der Ausstellungseröffnung „Kinder und Jugendbücher im Wandel der Zeit“ teilnehmen. Hauptsächlich die älteren Semester betrachteten die thematischen Tafeln „Lesen und Vorlesen“, „Kinderbücher“; „Jugendbücher“, „Schullektüre“ und die nach diesen Themenschwerpunkten gestalteten Auslagen in Vitrinen und zum Anfassen und Blättern. Auch Bürgermeisterin Wiebke Schwarzweller verschaffte sich einen Überblick und ließ sich von der Leiterin des Schulmuseums über weitere Vorhaben informieren. Offensichtlich ein anregendes Gespräch zwischen Tür und Angel l. Gudrun Haase Leiterin des Museums, r. Bürgermeisterin Wiebke Schwarzweller „‘Den Faust‘ mochte ich nicht so.“ „Über Galilei habe ich meinen Abituraufsatz geschrieben“. „Ich erinnere mich Timur und sein Trupp.“ Ich an den Pawel Kortschagin in ‚Wie der Stahl gehärtet wurde‘“ so einige Wortfetzen aus den Gesprächen. Mindestens drei davon kannte jeder Schüler Kinderbücher In einer Gesprächsgruppe wurde hervorgehoben, dass kulturelle Bildung in und auch außerhalb der Schule zu DDR-Zeiten einen hohen Stellenwert hatte. So seien Theater- oder Konzertanrechte für Schüler selbstverständlich gewesen. Aber auch die Buchreihen zur Vermittlung von Allgemeinwissen, in Ergänzung zu den Schulbüchern, seien sehr gut gewesen. Kann ja nicht schaden, sich so kurz vor Ostern mit der Geschichte Langohrs zu beschäftigen Dem Dank der Leiterin des Schulmuseums in ihrer Eingangsrede an alle, die nach ihren Fähigkeiten zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben, schlossen sich die Besucher an. An diesem Tag wurde auch das Hinweisschild, welches den Besuchern den Weg treppauf zum Schulmuseum weisen soll, eingeweiht. Vielen Dank Herr Mike Büttner. Text: Dr. Rainer Reinecke Fotos: Heidemarie Günther, Dr. Rainer Reinecke zurück zu Erlebtes

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2026-02-20 Auszeichnung für Jutta Graumann

Bei der diesjährigen Auszeichnung des Ehrenamtes der Stadt Zossen wurde Jutta Graumann mit dieser Laudatio vom Heimatverein gewürdigt. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Und es war Sommer, wer kennt ihn nicht, den bekannten Schlager von Peter Maffay. Irgendwie passt dieses Lied zu unserem Vorschlag zur diesjährigen Auszeichnung auf Jutta Graumann. Sie war 21 und die Stadt bereits 430 - und von Zossen wusste sie nicht viel. Nur, dass hier eine Lehrerstelle in der Nähe von Teltow, ihrer Heimatstadt, offen war. Mit dem Zug in Zossen angereist, die damals vielen noch geöffneten Läden betrachtend und die vielen Besucher in der Stadt. Das Mausgrau störte nicht, es war ja überall so. Man hatte ihr wohl nicht gesagt, dass die Goetheschule weit draußen am Stadtrand liegt, denn am Müllergraben fragte sie, ob sie denn schon an der Schule vorbei wäre. Doch der Weg war noch lang, nur immer weiter den Berg hinauf. In diesen Tagen sind es also nun 52 Jahre, die Jutta Graumann bei uns in Zossen ausgehalten hat. Sie hat ihr gesamtes Berufsleben als Grundschullehrerin ausschließlich in Zossen geführt und war fast schon „inventarisiert“. Wer von den Zossener Schülern - ab Einschulung 1974 - kennt sie nicht, aus eigener Zeit oder auch noch als Eltern. Zu uns ins Schulmuseum ist sie erst 2012 anlässlich des 10-jährigen Schulmuseumsjubiläums gestoßen, wo ihre Klasse ein kleines Programm aufführte. Das war dann die Gelegenheit, sie für uns und die Sache „Schulmuseum“ zu gewinnen. Ab 2014 war es dann so weit, Schulende eines Lehrers. Seitdem ist sie ein sehr aktives Mitglied der AG Schulmuseum. Immer zu Neuem aufgeschlossen, um das Interesse der Einzelbesucher und Schulgruppen zu wecken und zum Wiederkommen zu animieren. Neuerdings wird in historische Lehrerkleidung geschlüpft, damit die historische Schulstunde noch historischer ist. Die AG Schulmuseum führt im Jahr wieder bis 1400 Gäste durch die Räume und Jutta Graumann ist eine von den Frauen, die die Schulgruppen fachkundig durchs Museum begleiten. Ab dem vorletzten Jahr ist sie mit Angelika Hoppe dabei - auch mit Unterstützung des Museumsverbandes - Führungen für Menschen mit Handicap anzubieten oder vorhandenes Ausstellungsmaterial umzugestalten. Denn alle Kinder wollen noch immer anfassen und nicht nur über TikTok Dinge erklärt bekommen. Schulklassen kommen längst schon von weiter her nach Zossen, um sich das Schulmuseum anzuschauen. Wer Jutta Graumann und das ganze Team in Aktion mal sehen will, möge vorbeikommen und darum Jutta, hast Du die Auszeichnung verdient. Bleib gesund und habe noch lang Spaß an dieser Arbeit. Dein Heimatverein Alter Krug Text: Heimatverein Alter Krug

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