Heimatverein "Alter Krug" Zossen e.V.

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2018

2018-12-03 Adventsfeier im Krug

Pünktlich zum Beginn der Vorweihnachtszeit feierte der Heimatverein Zossen sein Adventsfest. Die Vereinsvorsitzende Karola Andrae begrüßte alle Gäste sehr herzlich mit den traditionellen Worten: „So schnell vergeht ein Jahr". Das wird uns immer bewusst, wenn wieder unsere Adventsfeier ansteht.“ Sie dankte allen Mitgliedern für die geleistete Arbeit und bat um Unterstützung für den Buch- bzw. Kalenderverkauf zum diesjährigen Weihnachtsmarkt auf dem Honighof Baranowski. Der erste Höhepunkt war der Stollenanschnitt. Alle waren gespannt, „schmeckt das sächsische Gebäck in diesem Jahr wieder lecker?“ - Ja, zum Glück - der Stollen war sehr gut gelungen. „Platz ist in der kleinsten Hütte“, so rückten alle zusammen, um in gemütlicher Runde einen schönen Nachmittag und Abend zu verbringen. Viele anregende Gespräche wurden geführt, aber auch an die Kranken gedacht, die sonst in unserer Mitte mitfeierten. Einige Vereinsmitglieder meldeten sich zu Wort, um den Anwesenden Nachdenkenswertes aber auch Unterhaltsames zu erzählen. So berichtete Frau Karin Kwetkus eindrucksvoll,wie sie als Kind zu Weihnachten schick gemacht wurde und nach der obligatorischen Nudelsuppe und dem Kirchgang hibbelich auf den Eintritt ins Weihnachtszimmer wartete. Das feierliche Glockengeläut und den Handdruck des Pfarrers verbindet sie bis heute in ihren Gedanken mit dem Weihnachten der Kindheit. Noch heute ist sie ihren Eltern dafür dankbar, so schöne Feste erlebt zu haben. Darum ist ihr Anliegen „Weihnachten mit Seele“ auch in der eigenen Familie zu feiern. Weihnachten bedeutet nicht, große Geschenke zu zelebrieren. Die kleinen Gesten und Aufmerksamkeiten sind es, die in Erinnerung bleiben. Herr Peter Bley las eine „geborgte“ Geschichte vor. In dem Bericht wurde dargestellt, wie ein Familienvater eine tolle Weihnachtsüberraschung vorbereitet. Und was passiert, wenn die Reparatur des Weihnachtsbaumständers nicht fachgerecht ausgeführt wird. „Wenn das unser Opa noch erlebt hätte.“ Frau Jutta Graumann las einen Schüleraufsatz aus dem Jahr 1925 vor. Danach war allen klar, der Klimawandel ist nicht erst seit diesem Jahr im Gange. Auch damals gab es zu Weihnachten Frühlingswetter. Herr Knut Günther las wieder etwas aus den Aufzeichnungen seines Uropas vor. Mit großem Vergnügen lauschten alle dem Vortrag über Begebenheiten um August, einem Original der vergangenen Zeit. Mit gutem Appetit ging es ans Abendessen, Wild mit Rotkohl und Bohnen war gut gelungen. Das Kirschdessert unter der Regie von Frau Dagmar Rösch bildete einen weiteren Höhepunkt der Feier. Für alle war es ein gelungenes Fest. Vielen Dank der Familie Andrae und allen Helfern. Text : Jutta Graumann

2018-12-03 Adventsfeier im Krug
2018-12-03 Adventsfeier im Krug
2018-12-03 Adventsfeier im Krug

2018-10-27 Kindheit mit Federhalter und Schulspeisung

Unter diesem Titel wurde die Buchlesung von Wolfgang Richter aus Berlin angekündigt. Es war die letzte öffentliche Veranstaltung im „Alten Krug“ 2018. Das Wetter war sehr angenehm und der frische Kuchenduft durchzog wieder den „Alten Krug“. Einige Vereinsmitglieder kamen sehr zeitig schon mal zum Erzählen. Pünktlich um 16 Uhr ging es dann los. Herr Wolfgang Richter setzte die Brille auf und los ging es. Er verbrachte seine Kindheit gleich nach Kriegsende, zu einer Zeit als die Menschen noch zusammengerückt waren, in den Westsektoren von Berlin. So drehten sich etliche Geschichten von Hamsterfahrten ins Umland, von hübschen mitgenommen Papiertauben, die sich als Propagandaflieger des Ostens an den Westen herausstellten. W ir erfuhren wie Kinder Lebensmittel beschafft haben und vom Spielen in den Ruinen der Stadt. Spannend und lustig wurde es dann bei den Schulthemen. Der kratzige Einschulungsanzug, die Zuckertüte, die Rivalereien bis Bolzereien der Kinder und zur Beschreibung des Schulessens. Viele der Zuhörer gehörten auch zu dieser Altersgruppe und konnten über diese Geschichten heftig lachen und an eigne Erlebnisse denken. Der Schreibstil von Herrn Richter war immer so, als wäre er im Moment des Vorlesens noch immer der kleine Bub aus Berlin. Leider verging die Zeit wieder viel zu schnell. Zum Thema passend überreichte Frau Andrae dann noch ein Präsent mit einer Dose „DDR-Schulküchen-Tomatensoße“, die es neuerdings zu erwerben gibt als Präsent. Das war natürlich dann auch ein Lacher. Herr Richter wurde für 2019 eingeladen ein weiteres Buch vorzustellen. Also liebe Leser kommen Sie vorbei. ----------------------------------------------------------------------------------- Hier noch die Rückinformation von Herrn Richter zu diesem Tag Hallo Frau Andrae, mit Spannung und Neugier tauchten wir unsere Löffel am letzten Dienstag in unsere erste Ost-Pro Speisung ein. Nicht nur Ihre Idee hat uns gefallen, auch war die Fertig-Tomatensuppe mit Nudeln ganz schmackhaft. Wir erinnern uns gerne an die Lesung, an die begeisterten Zuhörer und an das tolle Gebäude. Mit freundlichen Grüßen D.+ W. Richter Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

2018-10-27 Kindheit mit Federhalter und Schulspeisung
2018-10-27 Kindheit mit Federhalter und Schulspeisung

2018-10-06 Heißes Kreiserntefest im Ortsteil Schöneiche

wir waren auch dabei! Lange Zeit hat der Vorstand überlegt, ob wir uns sehr aktiv beim Kreiserntefest einbringen. Schließlich war die Entscheidung vom Wetter abhängig gemacht worden und ob wir auf dem „Kartoffelhof“ von Familie Wilke noch ein Plätzchen finden. Das Wetter spielte mit und so richteten wir uns unter dem Vordach ein. Die Sonne meinte es so gut mit uns, dass wir dann unseren kleinen Stand kurzerhand in Richtung Sonne rückten. Großes Interesse fanden die beiden alten Karten vom ursprünglichen Kreis Teltow und eine alte Flurkarte von Zossen. Das sind Themen die immer auf Interesse stoßen. Über den Nachmittag verteilt konnten wir viele interessante Gespräche führen und dabei noch den neuen Jahreskalender erstmalig an den „Mann“ bringen. Großes Interesse gab es auch für unser Buch „Spinnstubenzauber“ über die Sagen unser Umgebung. Manch ein erworbenes Exemplar wird wohl unter dem Gabentisch am 24.12. liegen. Fotos: Fred Hasselmann Text: Karola Andrae zurück zu Chronik

2018-10-06 Heißes Kreiserntefest im Ortsteil Schöneiche
2018-10-06 Heißes Kreiserntefest im Ortsteil Schöneiche

2018-09-14 „Beußel-Bank“

Nun ist die Beußel-Bank“ hier im „Alten Krug“ in den Weinbergen. Kirchenbesucher werden diese schwarzbraune Bank mit den Schnitzereien, der hohen Rücklehne und den gewaltigen Armlehnen kennen. Man nennt sie die „Beußel-Bank“. Viele Jahre stand sie in der Sakristei der Zossener Dreifaltigkeitskirche später dann im Gemeindesaal, gleich neben dem verschlossenen Aktenschrank. Nach der Wende wurde die Bank schon etwas restauriert und zeigt sich so im heutigen schwarz-glänzendem Zustand den Besuchern. Besonders Kinder liebten diese Bank, konnte man mit dem Po doch schön drauf rutschen und gab oft den Eltern eine Verschnaufpause. Viel kann über diese Bank noch nicht berichtet werden. Ist sie ein Geschenk des Rittergutsbesitzer Fritz Beußel an die Kirche gewesen? Hat er sie nur benutzt oder hat er sie schon von Vorgängern aus dem Rittergut übernommen? Hat sie überhaupt was mit Beußel zu tun oder gibt nur der Volksmund diesen Namen? Alles liegt noch im Dunkeln. Nach dem Umbau des Gemeindesaales, dessen Ursprung mal der Rittergutsbesitzer Fritz Beußel gestiftet hat, fand sich für dies schöne Bank kein geeigneter würdiger Platz mehr. Nun hat die historische „Beußel-Bank“ im „Alten Krug“ eine vorläufige neue Heimat neben dem Kachelofen gefunden. Die Evangelische Kirchengemeinde Zossen und der Heimatverein haben einen Dauerleihvertrag dazu abgeschlossen. Kommen Sie mal vorbei und sitzen Sie auch einmal Probe. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

2018-09-14 „Beußel-Bank“
2018-09-14 „Beußel-Bank“

2018-09-09 Tages des Offenen Denkmals

Zum Tag des „Offenen Denkmals“ am 9. September, hatten sich die Mitglieder des Heimatvereins wieder gut vorbereitet. Viele fleißige Hände hatten Kuchen gebacken, die „Schwarze Küche“ war angeheizt und das große Festzelt aufgebaut. Über mehrere Wochen wurde an der neuen Ausstellung zur Geschichte der Umgehungsstraße gearbeitet. Ab 11 Uhr öffneten sich an diesem Sonntag die Türen und luden zum Verweilen ein. Zur Kaffeezeit trafen sich dann viele interessierte Besucher und auch Vereinsmitglieder bei Kaffee, köstlichem Kuchen, heißer Bockwurst und Schmalzstullen. Es wurde mal wieder über die „gute-alte-Zeit“ gesprochen und in Erinnerungen geschwelgt. In diesem Jahr funktionierte auch wieder die Musikanlage und bei den alten Melodien war es im Krug-Garten dann richtig urig. Viele Gäste verabredeten sich schon auf´s nächste Jahr. Leider war die Veranstaltung dann um 18 Uhr beendet, bei dem tollen Wetter wären doch viele Besucher gerne noch geblieben. zurück zu Chronik

2018-09-09 Tages des Offenen Denkmals
2018-09-09 Tages des Offenen Denkmals

2018-09-09 Ausstellung "Von der Bürgerwut zur Umgehungsstraße

Die Ausstellung „Von der Bürgerwut zur Umgehungsstraße im Zentrum von Zossen“wurde in diesem Jahr am Tag des „Offenen Denkmals“ eröffnet. Jedes Jahr bereiten Vereinsmitglieder einen neuen Ausstellungshöhepunkt vor. Sie präsentieren Fotos, Dokumente und Zeitungsberichte, die zeigen, wie sich der jahrelang verschobene Bau durch bürgerschaftliches Engagement „ertrotzen“ ließ. Nur dadurch konnte endlich die Entwicklung der Innenstadt von Zossen erfolgen. Die 2002 eröffnete Straße ist heute nicht mehr wegzudenken. Die Vorbereitung so einer Ausstellung nimmt um die 80 Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder ein. Es ist sehr beachtenswert welche Qualität diese ehrenamtlich erstellten Ausstellungen immer haben. Auf den Schautafeln sind tolle Fotos der Zossener Zeitgeschichte zu sehen. Die ausgewählten Dokumente laden manchmal zum Schmunzeln ein. Interessant sind auch die Resümees einiger ehemaliger Mitstreiter dieser Bürgerinitiative. Vergessen war bei den Besuchern der Eröffnungsveranstaltung auch, dass durch diese Initiative etliche Ideen für die Zukunft angeregt wurden. Das sollen aber die Besucher dann selbst noch herausfinden. Bei der Eröffnungsveranstaltung wurden durch Frau Karola Andrae noch etliche Anekdoten aus dieser Zeit in der Bürgerinitiative erzählt. Sie fand viele gespannt lauschende Zuhörer. Bis 18 Uhr musste sie noch etliche Male die geführten Rundgänge durch die Ausstellung wiederholen. In einer weiteren Vitrine gab es noch alte Festzeitungen zu sehen. Auch hier lohnt sich ein Blick in die Geschichte. zurück zu chronik

2018-09-09 Ausstellung "Von der Bürgerwut zur Umgehungsstraße
2018-09-09 Ausstellung "Von der Bürgerwut zur Umgehungsstraße

2018-06-30 Ausstellung Kinogeflüster

Kinogeflüste r unter diesem Thema stellte ich die diesjährige Sommerausstellung im „Alten Krug“. Inspiriert wurde ich von einem Schuhkarton voll mit alten Progressfilmprogrammen. Diesen Karton hat der Verein geschenkt bekommen und es fristete so sein Dasein im verschlossenen Schrank. Doch immer wieder muss mal was neues her und so gelangte mein Blick mal wieder auf diesen Karton. In 12 großen Bilderrahmen habe ich nun 14 Jahre Kinoprogramme ausgestellt. Es war gar nicht so einfach, denn die Auswahl war wirklich groß und auch spannend und man selbst wurde in die Zeit des „Kinos“ zurückversetzt. Text: Karola Andrae, Fotos: Klaus Andrae zurück zu Chronik

2018-06-30 Ausstellung Kinogeflüster
2018-06-30 Ausstellung Kinogeflüster

2018-06-02 Besuch im Heiligen Land

Silvio Fischer, Historiker und Leiter des Museums des Teltow berichtete über die Eindrücke seiner Reise nach Israel "Es gibt drei Hügel, von denen das Abendland seinen Ausgang genommen hat: Golgatha, die Akropolis in Athen, das Capitol in Rom. Aus allen ist das Abendland geistig gewirkt, und man darf alle drei, man muss sie als Einheit sehen." Mit diesem Zitat des ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland von 1950 leitete Silvio Fischer seinen Vortrag ein und kam am Ende seiner Darlegung der über 2000jährigen konfliktvollen Geschichte Israels noch einmal darauf zurück Golgatha stehe für Frieden, die Akropolis für Demokratie und das Kapitol für eine Rechtsordnung. Golgatha, der Hügel vor den Toren Jerusalems stehe dabei für Frieden, die Akropolis in Athen für Demokratie und da Capitol in Rom für Recht. Für den Historiker Silvio Fischer ist natürlich die Geschichte Israels gerade als eine der Wurzeln auch der Entwicklung in Europa von besonderem Interesse. Um die Geschichte des Landes nicht nur aus Büchern und Berichten zu kenn bereiste Silvio Fischer zwei Mal dieses Land. Seine Erlebnisse auf diesen Reisen ließ er in seinen Vortrag einfließen. Vereinsvorsitzende, Karola Andrae, begrüßt Silvio Fischer Silvio Fischer erkärt die Bedeutung des Sterns an der Geburtsstelle von Jesu Christie Golgatha stehe für Frieden, der im Nahen Osten immer noch nicht erreicht sei. So wählte Silvio Fischer auch als letzte Bild in seinem Vortrag die Friedenstaube. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu 2015-2019

2018-06-02 Besuch im Heiligen Land
Vereinsvorsitzende, Karola Andrae, begrüßt Silvio Fischer Silvio Fischer erkärt die Bedeutung des Sterns an der Geburtsstelle von Jesu ChristieVereinsvorsitzende, Karola Andrae, begrüßt Silvio Fischer Silvio Fischer erkärt die Bedeutung des Sterns an der Geburtsstelle von Jesu Christie
Vereinsvorsitzende, Karola Andrae, begrüßt Silvio Fischer Silvio Fischer erkärt die Bedeutung des Sterns an der Geburtsstelle von Jesu ChristieVereinsvorsitzende, Karola Andrae, begrüßt Silvio Fischer Silvio Fischer erkärt die Bedeutung des Sterns an der Geburtsstelle von Jesu Christie
2018-06-02 Besuch im Heiligen Land

2018-05-05 Kulturhistorische Frühwanderung

Am 5. Mai, um 7 Uhr, in aller Herrgottsfrühe, fanden sich fünfundzwanzig Wanderfreunde am Funkmast auf dem Galgenberg zur diesjährigen kulturhistorischen Frühwanderung ein. Die Vorsitzende des Heimatvereins Karola Andrae begrüßte die Wanderfreunde bevor Heimatforscher Klaus Voeckler grausige Geschichten über Hinrichtungen, die hier in der Nähe stattgefunden haben, erzählte. Um dazu verlässliche Aussagen treffen zu können recherchierte er Im Brandenburger Landeshauptarchiv, im Geheimen Staatsarchiv, in Kirchenbüchern und in der einschlägigen Literatur. Auf dem Galgenberg. Der Ausgangspunkt der Wanderung, war also zu gleich die erste Station für tiefere Einblicke in die Geschichte. Hier in der Nähe fanden vom 16. Bis 18. Jahrhundert öffentliche Hinrichtungen statt. Über den Zossener Galgenberg seien bisher kaum Nachrichten vorhanden gewesen. Eine knappe Mitteilung in der Chronik von Louis Günther und Knochenfunde beim Sandholen hätten darauf hingewiesen. So erfuhren die Teilnehmer einiges über die Entwicklung der Gerichtsbarkeit im Mittelalter und der frühen Neuzeit. Kaiser Karl der V., der das Ziel verfolgte, Selbstjustiz zu unterbinden, führte die Constitatio Criminales Carolina (CCC), die Halsgerichtsordnung ein. Auf den Reichstagen 1530 in Augsburg und Regensburg 1532 schwor er die Fürsten auf die CCC ein. Jedoch nicht alle sollen sich darangehalten haben. Anhand von vier Fallbeispielen zeichnete Klaus Voeckler die Vorgänge von der Denunziation (Anzeige) über Inhaftierung, Urteilsfindung bis zum Vollzug der Hinrichtung auf. Einige dieser Beispiele sind in den Publikationen Klaus Voeckler, Unser Zossen – Kulturhistorische Wanderungen durch die Stadt, ISBN 978-3-8313-1943-5, Herausgeber Heimatverein „Alter Krug“ und Klaus Voeckler, Nicht nur Sumpf und Sand – Ein Beitrag zur Heimatgeschichte Nächst Neuendorfs, Herausgeber Stadt Zossen/Nächst Neuendorf beschrieben. Am Ort einer Katastrophe Am Fuße des Galgenberges, kurz vor Schöneiche erzählte, Klaus Voeckler die Geschichte der Sandsturmkatastrophe von 1817. Freie Flächen auf den Höhenlagen südwestlich von Schöneiche waren derart überweidet, das dort, kein Wald, kein Strauch und keine Wiese mehr wuchsen. Ein vierzehntägiger Sturm im Frühjahr 2017 wehte den jetzt freiliegenden märkischen Dünensand von den Wierachbergen bis in die Häuser, Dünen türmten sich auf, die gerade bestellten Felder wurden mit einer bis zu 2,40m hohen Sandschicht bedeckt. Zwei Drittel der Flächen der Bauern waren durch den Sandsturm geschädigt. Ein Hilfegesuch an die königliche Regierung wurde zunächst abgelehnt. Doch dann ließ der König eine Kommission bilden. Diese machte sich vor Ort ein Bild und ließ alle Schäden akribisch erfassen. Dies genügte jedoch nicht, so wurden Gutachter beauftragt, die Schäden erneut festzustellen. Die Bürokratie verhindert die Hilfe bis 1820. Damit sich eine solche Katastrophe nicht wiederhole, wurden die Bauern beauflagt, die kahlen Flächen zu bepflanzen. Die Bauern hatten jedoch gar kein Pflanzgut. Als dann Pflanzgut vorhanden war und eingeschlagen für die Bepflanzung bereit lag, wurde es gestohlen. Eine Pflanzwache sollte weitere Diebstähle verhindern. So dauerte es etwa drei Generationen bis die Schäden beseitigt waren. Auf dem Friedhof von Schöneiche Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurden auch in Zossen Einheiten des Volkstums gebildet. Klaus Voeckler hatte noch Gelegenheit mit Zeitzeugen zu sprechen. Die Erfassungsstelle befand sich am Kietz. Die Jungen und Alten wurden in Uniformen gesteckt, an denen lediglich die SS Runen abgetrennt waren. Nach einer Schnellausbildung erhielten sie Karabiner und Panzerfäuste. Dieses letzte Aufgebot kam zu Hitlers Geburtstag am 20. April 1945 zum Einsatz. Dieses letzte Aufgebot sollte die aus Baruth heranrückenden Truppen der Roten Armee aufhalten. Als die Panzer der Roten Armee Wünsdorf erreichten, versuchte sich die Volkssturmeinheit nach Schöneiche durchzuschlagen. WIR GEDENKEN IN EHREN DER AM 22.4.1945BEIM EINMARSCH DER ROTEN ARMEE VOR DIESEM FRIEDHOF IM ALTER VON 15 JAHRENEN GEFALLENEN UND HIER BESTATTETEN 22 DEUTSCHEN SOLDATEN, DER § ERSCHOSSENEN UND 5 IN DEN FREITOD GEGANGENEN BÜRGERINNEN UND BÜRGER UNSERER GEMEINDE, DES 1943 BEIM MUNITIONSFUND TÖDLICH VERUNGLÜCKTEN JUGENDLICHEN POLNISCHEN ZWANGSARBEITERS J. URBANEK, DES 1945 IN DEUTSCHER KREIGSGEFANGENSCHAFT GESTORBENEN FRANZÖSICHEN SOLDATEN PHILIPPE ACKER, IHR TOD SOLL UNS ZUGLEICH MAHNUNG UND VERPFLICHUNG SEIN. Ein Vortrupp sollte die Lage erkunden. Hinter sich hörten sie Gefechtslärm. Bald wurden sie von Soldaten der Roten Armee entdeckt und eigekreist. Ein Unteroffizier erhielt dabei einen Bauchschuss. So liegen heute auf dem Friedhof zweiundzwanzig Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren. Fünfzehn fanden ihre letzte Ruhe unter Grabsteinen mit der Aufschrift „Unbekannter Soldat“. Dem ehemaligen Bürgermeister Erwin Rust sei es zu verdanken, so endete Klaus Voeckler seine Ausführungen, das heute ein Gedenkstein daran erinnert und gleichzeitig mahnt. Zum Abschluss hatten Klaus Andrae und Sohn Frank wieder mit heißen Bockwürsten, Kaffee und Tee zu einer Stärkung der „erschöpften“ Wanderer eingeladen. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

2018-05-05 Kulturhistorische Frühwanderung
2018-05-05 Kulturhistorische Frühwanderung
WIR GEDENKEN IN EHREN DER AM 22.4.1945BEIM EINMARSCH DER ROTEN ARMEE VOR DIESEM FRIEDHOF IM ALTER VON 15 JAHRENEN GEFALLENEN UND HIER BESTATTETEN 22 DEUTSCHEN SOLDATEN, DER § ERSCHOSSENEN UND 5 IN DEN FREITOD GEGANGENEN BÜRGERINNEN UND BÜRGER UNSERER GEMEINDE, DES 1943 BEIM MUNITIONSFUND TÖDLICH VERUNGLÜCKTEN JUGENDLICHEN POLNISCHEN ZWANGSARBEITERS J. URBANEK, DES 1945 IN DEUTSCHER KREIGSGEFANGENSCHAFT GESTORBENEN FRANZÖSICHEN SOLDATEN PHILIPPE ACKER, IHR TOD SOLL UNS ZUGLEICH MAHNUNG UND VERPFLICHUNG SEIN.WIR GEDENKEN IN EHREN DER AM 22.4.1945BEIM EINMARSCH DER ROTEN ARMEE VOR DIESEM FRIEDHOF IM ALTER VON 15 JAHRENEN GEFALLENEN UND HIER BESTATTETEN 22 DEUTSCHEN SOLDATEN, DER § ERSCHOSSENEN UND 5 IN DEN FREITOD GEGANGENEN BÜRGERINNEN UND BÜRGER UNSERER GEMEINDE, DES 1943 BEIM MUNITIONSFUND TÖDLICH VERUNGLÜCKTEN JUGENDLICHEN POLNISCHEN ZWANGSARBEITERS J. URBANEK, DES 1945 IN DEUTSCHER KREIGSGEFANGENSCHAFT GESTORBENEN FRANZÖSICHEN SOLDATEN PHILIPPE ACKER, IHR TOD SOLL UNS ZUGLEICH MAHNUNG UND VERPFLICHUNG SEIN.
WIR GEDENKEN IN EHREN DER AM 22.4.1945BEIM EINMARSCH DER ROTEN ARMEE VOR DIESEM FRIEDHOF IM ALTER VON 15 JAHRENEN GEFALLENEN UND HIER BESTATTETEN 22 DEUTSCHEN SOLDATEN, DER § ERSCHOSSENEN UND 5 IN DEN FREITOD GEGANGENEN BÜRGERINNEN UND BÜRGER UNSERER GEMEINDE, DES 1943 BEIM MUNITIONSFUND TÖDLICH VERUNGLÜCKTEN JUGENDLICHEN POLNISCHEN ZWANGSARBEITERS J. URBANEK, DES 1945 IN DEUTSCHER KREIGSGEFANGENSCHAFT GESTORBENEN FRANZÖSICHEN SOLDATEN PHILIPPE ACKER, IHR TOD SOLL UNS ZUGLEICH MAHNUNG UND VERPFLICHUNG SEIN.WIR GEDENKEN IN EHREN DER AM 22.4.1945BEIM EINMARSCH DER ROTEN ARMEE VOR DIESEM FRIEDHOF IM ALTER VON 15 JAHRENEN GEFALLENEN UND HIER BESTATTETEN 22 DEUTSCHEN SOLDATEN, DER § ERSCHOSSENEN UND 5 IN DEN FREITOD GEGANGENEN BÜRGERINNEN UND BÜRGER UNSERER GEMEINDE, DES 1943 BEIM MUNITIONSFUND TÖDLICH VERUNGLÜCKTEN JUGENDLICHEN POLNISCHEN ZWANGSARBEITERS J. URBANEK, DES 1945 IN DEUTSCHER KREIGSGEFANGENSCHAFT GESTORBENEN FRANZÖSICHEN SOLDATEN PHILIPPE ACKER, IHR TOD SOLL UNS ZUGLEICH MAHNUNG UND VERPFLICHUNG SEIN.
2018-05-05 Kulturhistorische Frühwanderung

2018-03-24 Krugputz

Wegen des kalten Wetters am 07. März wurde der Krugputz auf den 14. März verschoben. Die Temperaturen waren zwar nicht im Frostbereich, doch das feuchtkalte Wetter an diesem Tag war auch nicht viel besser. Da beim Putzen oft die Türen und Fenster offen stehen durchflutete ein Zugwind die Räume. Das hielt aber die Frauen nicht ab, Stühle, Tische, Fenster vom Winterstaub zu befreien. Eine Tasse Glühwein hielt dann alle bei Laune. Die Männer hatten zunächst die Möbel nach Anweisung der Chefin umzuräumen, um dann im Außenbereich Ordnung zu schaffen. Für allen Unrat stand ein Lieferwagen bereit, der am Ende auch gut gefüllt war. In der Mittagspause saßen alle am langen Tisch bei Bockwurst, frischen Brötchen, selbst ausgelassenem Gänseschmalz und sauren Gurken, Kaffee und Bier. Urgemütlich wurde in der Runde festgestellt. Dagmar Rösch konnte sich den Krug auch als urige Gaststätte vorstellen, wie er es auch früher einmal war. 1/8 Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zur Chronik

2018-03-24 Krugputz
2018-03-24 Krugputz
2018-03-24 Krugputz
2018-03-24 Krugputz
2018-03-24 Krugputz
2018-03-24 Krugputz
2018-03-24 Krugputz
2018-03-24 Krugputz
2018-03-24 Krugputz
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2018-03-24 Krugputz
2018-03-24 Krugputz
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2018-03-24 Ausstellungen Malerei und Graphik Dr. Hartmut Klucke

Selbstporträt in Öl Foto bei der Eröffnung Am 24 März wurde im „Alten Krug“ mit ausgewählten Bildern und Zeichnungen von Dr. Hartmut Klucke eröffnet. In der Ausstellung sind vor allem Ölgemälde auf Pappe oder auch Leinwand mit Motiven aus Zossen und Umgebung zu sehen. Mit der Uhrzeit der Eröffnung war das dieses Mal so eine Sache, hatten doch verschiedene Zeitungen eine unterschiedliche Uhrzeit genannt. Dr. Klucke entschied sich dann für 14:00 Uhr und führte in die Ausstellung ein. „Heute kann jeder schreiben und natürlich auch malen.“ Er unterschied dann zwischen akademischen und nicht akademischen Malern. Er gehöre zu den nichtakademischen Malern und finde sich damit van Gogh in guter Gesellschaft. Mit 17 habe er mit Malen angefangen. Ein Linolschnitt aus jener Zeit mit dem Welsh Terrier Anja als Motiv ist auch in der Ausstellung zu sehen. Gesten Dr. Klucke führte dann aus, weshalb er Ölfarbe gegenüber Aquarellfarbe bevorzugt. Bei Aquarell zerfließe alles und meist käme nicht das heraus, was man sich vorgestellt hatte. Bei Ölfarbe dagegen sitzt jeder Farbtupfer und man könne nach zwei Stunden bereits die Farbe wieder übermalen. Die theoretischen Ausführungen zur Malerei brach er mit dem Satz ab: „Weiteres dazu überlasse ich den Akademikern, die können das viel besser als ich.“ Im Gespräch Über seine Motivation sprach er am Ende seiner einführenden Worte: „Es ist das Feuer, das in mir brennt. Dieses Feuer halte ich für das Wichtigste in der Kunst, so auch in der Malerei. Wer dieses brennen nicht spürt sollte gar nicht erst anfangen.“ Bahnhofstraße 36 Breite (Rattenburg - Frau Andrae) Frau Andrae, als Vereinsvorsitzende begrüße ebenfalls die Besucher. „Im November hat der Doktor bei mir angefragt, ob er nicht einmal ein paar Bilder zeigen könnten. Natürlich habe ich sofort zugesagt.“ Die den Bildern zugrunde gelegten Motive seien zum Teil schon historisch, da manche Gebäude darauf schon gar nicht mehr vorhanden sind. Im Auge des Betrachters Ein Gläschen Sekt oder Apfelschorle zur Begrüßung und Kaffee und Kuchen etwas später rundeten den Nachmittag ab. Auch jene Besucher, die zu einer späteren Zeit eintrafen, wurden gut mit Informationen versorgt, weil Dr. Klucke bereitwillig alle Fragen beantwortete. Text und Fotos: Dr. Reinecke zurück zu Chronik

Selbstporträt in Öl Foto bei der EröffnungSelbstporträt in Öl Foto bei der Eröffnung
Selbstporträt in Öl Foto bei der EröffnungSelbstporträt in Öl Foto bei der Eröffnung
2018-03-24 Ausstellungen Malerei und Graphik Dr. Hartmut Klucke
2018-03-24 Ausstellungen Malerei und Graphik Dr. Hartmut Klucke
GestenGesten
GestenGesten
Im GesprächIm Gespräch
Im GesprächIm Gespräch
Bahnhofstraße 36 Breite (Rattenburg - Frau Andrae)Bahnhofstraße 36 Breite (Rattenburg - Frau Andrae)
Bahnhofstraße 36 Breite (Rattenburg - Frau Andrae)Bahnhofstraße 36 Breite (Rattenburg - Frau Andrae)
Im Auge des BetrachtersIm Auge des Betrachters

2018-03-10 Die galanteste Löwin des Jahrhunderts

Die Prinzessinnengruppe des Bildhauers Schadow (1795): Friederike (rechts) und ihre Schwester Luise als junge Prinzessinnen von Preußen (Wikipedia) Der Vorstand des Heimatvereins hatte zur Saisoneröffnung im „Alten Krug“ Stefan Rothen von der Geschichtswerkstatt des Kulturvereins Rangsdorf eingeladen. Er hatte sich zur Aufgabe gestellt, den Zuhörern das Leben der Friederike,1778/1841, Prinzessin von Mecklenburg- Strelitz, Prinzessin von Preußen, Prinzessin zu Solms Braunfels und schließlich Königin von Hannover, näher zu bringen. Die Zuhörer erfuhren, dass auch das Leben einer Prinzessin so seine Tücken hat. Vom Hochadel verstoßen zu werden und dann zuletzt doch Königin von Hannover zu sein, ist dabei jener Teil ihres Lebensweges, der von Verzicht, neuer Liebe, Scheidung und Tod geprägt war. Weit bekannter als Friederike war ihre ältere Schwester, die mit dem Kronprinzen von Preußen vermählt wurde. In ihren drei Ehen war Friederike 12-mal schwanger. Wobei eines der Kinder außerhalb einer Ehe gezeugt wurde, was zum Skandal am Hofe führte. Weshalb sie dann auch mit dem vermeintlichen Vater Prinz von Solms-Braunfels zwangsverheiratet und nach und mit ihm nach Ansbach verbannt wurde. Aus den zitierten Briefen an ihren Vater geht eine tiefe Sehnsucht nach Liebe und Achtung hervor. Literatur: Carolin Philipps: Friederike von Preußen: Die leidenschaftliche Schwester der Königin Luise Foto:amazon Klaus KühnelDie galanteste Löwin des Jahrhunderts oder Mein verlorenes Gesicht. Prinzessin Friederike von Mecklenburg-Strelitz (1778-1841). Ein biographischer Essay Foto: amazon Dank ihres bewegten Lebens kamen im Vortrag viele Adelsgeschlechter des damaligen Europas und deren Verwandtschaftsbeziehungen untereinander zur Sprache. Da genau zu folgen, so war den Besuchern anzusehen, fiel dann doch etwas schwer. Schließlich spielte auch noch Napoleon und die Neuordnung Europas durch seine Herrschaft in das Leben der Friederike hinein. Als Dankeschön überreicht Karola Andrae einen symbolischen Kleingarten. Am Ende des Vortrags hatten die Zuhörer bestimmt ein Verständnis für einen der Eingangsätze des Stefan Rothen: „Ich kann ohne Friederike nicht leben.“ Wer sich mit der galantesten Löwin des Jahrhunderts einlässt, muss damit rechnen, dass sie ihn so fasziniert, dass er nicht wieder davon loskommt. Hier können Sie mehr über das Leben von Friederike erfahren: Wikipedia und auf der Internetseite des FemBio Frauen-Biographieforschung e.V . Text: Dr. Rainer Reinecke Fotos: Wenn nicht anders vermerkt, Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

Die Prinzessinnengruppe des Bildhauers Schadow (1795): Friederike (rechts) und ihre Schwester Luise als junge Prinzessinnen von Preußen (Wikipedia)Die Prinzessinnengruppe des Bildhauers Schadow (1795): Friederike (rechts) und ihre Schwester Luise als junge Prinzessinnen von Preußen (Wikipedia)
Carolin Philipps: Friederike von Preußen: Die leidenschaftliche Schwester der Königin Luise Foto:amazon Klaus KühnelDie galanteste Löwin des Jahrhunderts oder Mein verlorenes Gesicht. Prinzessin Friederike von Mecklenburg-Strelitz (1778-1841). Ein biographischer Essay Foto: amazonCarolin Philipps: Friederike von Preußen: Die leidenschaftliche Schwester der Königin Luise Foto:amazon Klaus KühnelDie galanteste Löwin des Jahrhunderts oder Mein verlorenes Gesicht. Prinzessin Friederike von Mecklenburg-Strelitz (1778-1841). Ein biographischer Essay Foto: amazon
Carolin Philipps: Friederike von Preußen: Die leidenschaftliche Schwester der Königin Luise Foto:amazon Klaus KühnelDie galanteste Löwin des Jahrhunderts oder Mein verlorenes Gesicht. Prinzessin Friederike von Mecklenburg-Strelitz (1778-1841). Ein biographischer Essay Foto: amazonCarolin Philipps: Friederike von Preußen: Die leidenschaftliche Schwester der Königin Luise Foto:amazon Klaus KühnelDie galanteste Löwin des Jahrhunderts oder Mein verlorenes Gesicht. Prinzessin Friederike von Mecklenburg-Strelitz (1778-1841). Ein biographischer Essay Foto: amazon
Als Dankeschön überreicht Karola Andrae einen symbolischen Kleingarten.Als Dankeschön überreicht Karola Andrae einen symbolischen Kleingarten.

2018-02-17 Das telsche Platt

Der Heimatforscher Gerhard Glau referierte über eine fast vergessene Umgangssprache aus der Region, das Teltower-Platt. Die Besucher hatten schnell alle Bänke im historischen Klassenzimmer des Schulmuseums besetzt. Ältere Herren mit Bauchansatz hatten da schon ihre liebe Mühe, auf den Schülerbänken Platz zu nehmen. Doch noch immer zahlten weitere Gäste ihren Obolus. Fleißige Helfer aus dem Schulmuseum schafften noch Stühle heran, bis auch der letzte Zwischenraum zwischen den Bänken gefüllt war. Dann hieß Karola Andrae die Gäste mit einer Mundartgeschichte willkommen, bevor dann Gerhard Glau mit seinem Vortrag begann. Im 12. und 13. Jahrhundert siedelten sich unter anderem Familien aus Nord-Rhein Westfalen, Flandern und Holland in der Teltower Region an. Aus diesem Sprachgemisch entstand schließlich das Teltower Platt als Umgangssprache. Gerhard Glau zelebrierte jetzt einige Geschichten und Sprüche aus seiner Sammlung im telschen Platt. Von den älteren Besucherinnen und Besuchern verstanden noch viele diese Mundart und konnten bei den Pointen auch ohne Übersetzung lachen, die anderen erst später. Bereits im 18. Jahrhundert hat ein Superintendent 118 Worte des Teltower Platt festgehalten. Text und Fotos Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

2018-02-17 Das telsche Platt
2018-02-17 Das telsche Platt
2018-02-17 Das telsche Platt
2018-02-17 Das telsche Platt

2018-01-27 Die Spandauer Kapitulation 1806

Nun bereits zum vierten Mal eröffnet der Heimatverein die neue Saison mit einem Vortrag von Karl-Heinz Bannasch aus Spandau. In diesem Jahr wählte er das Thema: „Die Spandauer Kapitulation vor den Franzosen 1806 und die Rolle des Kommandanten Ernst-Ludwig von Benneckendorf“. Bei so einem Vortrag sollen die Besucher ja etwas lernen. Mit diesem Gedanken lud der Heimatverein für den Eröffnungsvortrag zum ersten Male in das Schulmuseum ein. Gespannt saßen die interessierten Besucher im historischen Klassenzimmer in den alten Schulbänken und um sie herum. Zur Einstimmung und zum besseren Verständnis zeigte Herr Bannasch: erste historische Zeichnungen, die Napoleon von Militärzeichnern hat anfertigen lassen und die die Eroberungen durch ihn dokumentierten, so den Grundriss von Spandau, bevor Napoleon einmarschierte und eine durch Napoleon initiierte Gedenkmünze anlässlich dieses Ereignisses. Später konnten die Besucher dann noch den im Original erhaltenen handschriftlichen Angriffsbefehl auf Spandau betrachten. Text: und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

2018-01-27 Die Spandauer Kapitulation 1806
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