Heimatverein "Alter Krug" Zossen e.V.

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2017

2017-12-01 Advent Advent ...

Auch in diesem Jahr läutete die Adventsfeier des Heimatvereins am Sonnabend vor dem ersten Advent die für die Mitglieder des Heimatvereins mit ihren Angehörigen oder Freunden die Adventszeit ein. Pünktlich um 15:30 eröffnete Klaus Andrae mit dem Stollenanschnitt den festlichen Nachmittag. Karola Andrae als Vereinsvorsitzende begrüßte die Gäste mit der Feststellung: „So schnell vergeht ein Jahr. Dies wird uns immer dann bewusst, wenn wieder unsere Adventsfeier ansteht." Sie dankte allen Mitgliedern für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit, für gute Ideen und Initiativen. Sie wies auf die nächsten Vorhaben des Vereins hin, fand aber auch offene Worte zu noch ausstehenden Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten im „Krug“ und zur noch nicht abgeschlossenen Ausstattung des Schulmuseums. Stollenanschnitt ...knusper, knusper Knäuschen ... Über 50 Gäste hatten an den festlich geschmückten Tischen schon den Kaffeeduft in der Nase, als dann die Stollenstücke ausgegeben wurden und die Kaffeekannen den Kaffee für die Tassen freigaben. Das Gesprächsgewirr wurde leiser, bis es fast ganz aufhörte. Jeder war jetzt mit Kaffee und Stolle beschäftigt. Ähnlich ging es auch bei dem Abendessen zu. Auch hier verklangen die Gespräche als Kassler mit Kartoffelsalat nicht wie von Geisterhand, sondern aus den Händen fleißiger Helferinnen serviert wurde. Doch zwischen den beiden kulinarischen Genüssen erzählten zwei Mitglieder ihrer ganz persönlichen Weihnachtsgeschichten aus ihrer Kindheit vor über siebzig Jahren. Frau Dr. Elisabeth Leuchert, beschrieb, wie sie als eines von acht Geschwistern einer Kaufmannsfamilie die letzte Weihnacht in ihrer alten Heimat Oberschlesien erlebte und wie die Familie kurz darauf flüchten und unter Nachkriegsbedingungen einen Neuanfang finden musste. Die Adventsfeier auch ein Dankeschön an die Vereinsmitgliede r Manfred Thonke berichtete über ein ähnliches Schicksal seiner Familie. Sein Vater stammte aus Treuenbrietzen und verdiente als Maler sein Geld. Seine Mutter mit seinen fünf Schwestern floh am 18. Januar 1945 aus Katovice. Sie sind zunächst in dem Ackerbürgerhaus des Vaters untergekommen. Das Haus brannte jedoch ab, so dass die Familie auf nette Nachbarn angewiesen war, die sie aufnahmen. Knut Günther trug eine, von seinem Urgroßvater nach dem I. Weltkrieg aufgeschriebene, Jagdgeschichte vor. Sehr detailliert hatte der Urgroßvater die einfache Ausstattung der Jagdhütte bei Baruth geschildert und seine Erlebnisse mit seinen Freunden auf der Jagd unterhaltsam aufgeschrieben. Mit einem köstlichen Dessert mit geschmortem Apfel, kandierten Mandeln und einer Portion Schlagsahne wurde der offizielle Teil der Feier beendet. Das Sprachgewirr wollte da noch lange nicht enden. Vielen Dank an Familie Andrae und all die Helfer, die dieses Vorweihnachtsfest wieder zu einem Erlebnis für die Gäste werden ließen. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

2017-12-01 Advent Advent ...
Stollenanschnitt ...knusper, knusper Knäuschen ...Stollenanschnitt ...knusper, knusper Knäuschen ...
Stollenanschnitt ...knusper, knusper Knäuschen ...Stollenanschnitt ...knusper, knusper Knäuschen ...
2017-12-01 Advent Advent ...
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Die Adventsfeier auch ein Dankeschön an die Vereinsmitgliede rDie Adventsfeier auch ein Dankeschön an die Vereinsmitgliede r
2017-12-01 Advent Advent ...

2017-10-28 Georg Heinrich Beußel ein streitbarer Gutsbesitzer

Veranstaltung am 28. Oktober 2017 im „Alten Krug“ Jürgen Krüger vor der Karte von Moabit Der Berliner Heimatforscher Jürgen Krüger stellte seine Forschungsergebnisse zu dem Geschlecht der Beußels vor. Nicht erst Georg Heinrich Beußel (*10.2.1774 Gartow, † 22.8.1864 Moabit) war nach seinen Erkenntnissen ein streitbarer Gutsbesitzer, sondern auch bereits sein Vater. Noch heute ist in verschiedenen Publikationen als Geburtsort des Georg Heinrich Gatow angegeben. Aber Jürgen Krüger konnte nachweisen, dass sein Geburtsort Gartow war. Dort stand er dann auch in Diensten der von Bentdorffs. Georg Heinrich Beussel ist der Namensgeber der Beusselstraße, des S-Bahnhofs Beusselstraße, der Beusselbrücke. Sehr detailliert schilderte Jürgen Krüger, wie sich das Leben des Georg Heinrich von Beussel gestaltete, wie er als Zaunsetzer in einem Zaunsetzerhaus wohnte. Da der der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm der I. den Zaun abtragen ließ und wie das heutige Martinicke zu seinem Namen kam, was Hugenotten mit der Namensgebung und Maulbeerplantagen zu tun hatten. Mit historischen Dokumenten und Karten untermauerte Jürgen Krüger seinen Vortrag Drei Konflikte seien es gewesen, die Georg Heinrich Beußel als streitbaren Gutsbesitzer ausmachten: Erster Konflikt: 1810 stritt Beussel um Hütungsrechte. Seit 1803 war er Besitzer größerer Ländereien, die dann teilweise verkauft wurden. Seine Rindviecher hielten sich aber nicht an die neuen Grenzen und es folgte ein Streit mit den neuen Eigentümern, der schließlich vor Gericht landete. Zweiter Konflikt: Auf einer Fahrt nach Berlin stellte er fest wie Feuerwerker (Artilleriesoldaten) Gras ausstachen und so das Land versandete. Kurzerhand zog er die Spaten der Feuerwerker ein. Auf seiner Rückfahrt von Berlin wurde von Soldaten festgesetzt. Darüber beschwerte er sich in Berlin Dritter Konflikt: Für den Straßenbau an einer Brücke brauchte das Land teile des Beusselschen Grundstücks. Der Streit sollte sich über Jahre hinziehen. Aber auch über die Industriegeschichte in Moabit, die 1848 einsetzte informierte Krüger. So über die Porzellanmanufaktur Friedrich Adolph Schumann, die mit 450 Beschäftigten größer war als die königliche Porzellanmanufaktur, über die Borsigwerke mit der Borsigvilla in Moabit. Als Dank eine Wurst eines einheimischen Fleischers zu erhalten, ist wohl einmalig Am Ende dann die Fachsimpelei zweier Heimatforscher, Klaus Voeckler (l) und Jürgen Krüger (r) über den Beußelschen Stammbaum Am Ende Veranstaltung rollte Jürgen Krüger den von ihm zusammengetragenen Stammbaum der Beussels auf. Dieser hörte nicht mit Christian Georg auf. Nachkommen siedelte sich auch in Umland von Berlin an. Darunter auch der Rittergutsbesitzer Beussel in Zossen. Über ihn, sein Leben und die gesellschaftlichen Hintergründe wird Klaus Voeckler in einer der nächsten Veranstaltungen des Heimatvereins Ergebnisse seiner Nachforschungen präsentieren. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

Jürgen Krüger vor der Karte von MoabitJürgen Krüger vor der Karte von Moabit
Mit historischen Dokumenten und Karten untermauerte Jürgen Krüger seinen VortragMit historischen Dokumenten und Karten untermauerte Jürgen Krüger seinen Vortrag
Mit historischen Dokumenten und Karten untermauerte Jürgen Krüger seinen VortragMit historischen Dokumenten und Karten untermauerte Jürgen Krüger seinen Vortrag
Mit historischen Dokumenten und Karten untermauerte Jürgen Krüger seinen VortragMit historischen Dokumenten und Karten untermauerte Jürgen Krüger seinen Vortrag
Als Dank eine Wurst eines einheimischen Fleischers zu erhalten, ist wohl einmalig Am Ende dann die Fachsimpelei zweier Heimatforscher, Klaus Voeckler (l) und Jürgen Krüger (r) über den Beußelschen StammbaumAls Dank eine Wurst eines einheimischen Fleischers zu erhalten, ist wohl einmalig Am Ende dann die Fachsimpelei zweier Heimatforscher, Klaus Voeckler (l) und Jürgen Krüger (r) über den Beußelschen Stammbaum
Als Dank eine Wurst eines einheimischen Fleischers zu erhalten, ist wohl einmalig Am Ende dann die Fachsimpelei zweier Heimatforscher, Klaus Voeckler (l) und Jürgen Krüger (r) über den Beußelschen StammbaumAls Dank eine Wurst eines einheimischen Fleischers zu erhalten, ist wohl einmalig Am Ende dann die Fachsimpelei zweier Heimatforscher, Klaus Voeckler (l) und Jürgen Krüger (r) über den Beußelschen Stammbaum

2017-10-21 Heimatverein wird 25

Das war der 25. Geburtstag Der Beginn der Geburtstagsfeier verlief etwas holprig. Keine Tonanlage für das Mikrofon vorhanden, also improvisieren. Jedoch die Vorsitzende des Heimatvereins, Karola Andrae, drang mit ihrer Stimme doch durch den großen Saal der Gaststätte „Leon“ und erreichte die Ohren der über 90 Besucher. Sie begrüßte alle Anwesenden und verkündete eine Programmumstellung. Erst Kaffeetrinken, dann erst weitere Reden in der Hoffnung, dass die Tonanlage doch noch eintrifft. Die Gäste nahmen die Änderung eher wohlwollend auf, zumal der Kuchen schon vor ihnen stand und aus der Küche Kaffeeduft drang. In ihrer Begrüßungsansprache ließ Frau Andrae 25 Jahre Heimatverein Revue passieren. Dabei verwies sie auch auf an die an alle Mitglieder und Gäste verteilte Jubiläumsbroschüre, in der viele Details aus der Geschichte des Vereins, Meinungen von Mitgliedern zur Arbeit des Vereins und Grußworte von Ulrich Wiegmann, Archäologe und Silvio Fischer, Leiter des Museums „Der Teltow“ enthalten seien. Sie dankte dafür Dr. Rainer Reinecke, der diese Broschüre erarbeitet hat. Sie würdigte unter anderem Heide Gallay, ohne deren Einsatz für den „Alten Krug“ dessen Aus gekommen wäre. Außerdem erinnerte sie an Joachim Jakob und Uwe Stuck, die vor ihr den Vorsitz im Verein innehatten und ihn auch durch schwierige Zeiten geführt haben. Sie hob die Leistungen von Klaus Voeckler zur Erforschung der Heimatgeschichte hervor. Auch die weiteren in ihrer Rede genannten Mitglieder standen stellvertretend für das ehrenamtliche Engagement im Verein durch viele seiner Mitglieder. Klaus Voeckler in Anerkennung seiner Leistungen in der Heimatforschung und als Vorstandsmitglied seit Gründung des Vereins Seit 2002 gehört auch das Schulmuseum Zossen zur Geschichte des Vereins. Die für das Schulmuseum arbeitenden ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter unter Leitung von Gudrun Haase hätten in der Vergangenheit enormes geleistet. Vor allem im Zusammenhang mit dem Umzug in das Fachwerkhaus, Kirchplatz 7, seien für die Mitarbeiter neue Herausforderungen entstanden, die ehrenamtlich kaum noch zu bewältigen seien. Karola Andrae verwies auch auf die nicht immer einfachen Beziehungen zur Stadtverwaltung. So bestehe der jetzt unterzeichnete Nutzungsvertrag aus mehreren zusammengeschnittenen und geklebten Texteilen. Das werde wohl als Dokument in die Geschichte eingehen, so Karola Andrae. Darauf reagierte dann die Bürgermeisterin in ihrer Begrüßung sehr diplomatisch. Ideen von ihr hätte der Verein nicht immer gleich verstanden, aber auch sie habe nicht immer gleich jede Idee des Vereins verstanden. Auf die Frage einer Besucherin, was die Bürgermeisterin zum 25. für ein Geschenk mitgebracht habe, antwortete sie, dass die Stadt doch jährlich den Verein unterstütze. Das ist zweifellos richtig, jedoch eine Kleinigkeit, ein Dokument aus der Stadtgeschichte oder ein Werk eines einheimischen Künstlers oder, oder, wäre doch angemessen gewesen. Nichts desto trotz gilt, besser sachlich miteinander zu reden als übereinander herzfallen. So betrachtete die Bürgermeisterin die in der Broschüre unter „Ausblick“ von Karola Andrae unterbreite Vorstellung von einem Stadtmuseum als eine Aufgabe, die sie zwar auf eine ungewöhnliche Weise erreiche, der sie sich aber annehmen werde. Auch hierzu werden noch einige Gespräche notwendig sein. Nach geschichtlichem Rückblick und etwas Polemik legte DJ Jens dann zum Tanz auf. Die Aufforderung zum Tanz wurde nur von wenigen Paaren aufgegriffen. Diese tanzten aber umso intensiver. Lecker war dann das Abendbrot mit kleinem Salat als Vorspeise, Rinderroulade im Hauptgang und einem leckeren Dessert vom Buffet, wo die Vanillesauce oft nachgefüllt werden musste. So ging dann bald auch diese Geburtstagparty in die Geschichte des Vereins ein. Festbroschüre zum Download Text: Rainer Reinecke Fotos Klaus Andrae zurück zu 2015-2019

2017-10-21 Heimatverein wird 25
Klaus Voeckler in Anerkennung seiner Leistungen in der Heimatforschung und als Vorstandsmitglied seit Gründung des VereinsKlaus Voeckler in Anerkennung seiner Leistungen in der Heimatforschung und als Vorstandsmitglied seit Gründung des Vereins
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2017-09-11 Treffen der Museumsleiter im "Alten Krug"

Einen Tag nach dem Tag des Offenen Denkmals trafen sich 16 haupt- und ehrenamtlichen Leiter der Museen und Heimatstuben des Landkreiss Teltow-Fläming im „Alten Krug“ in den Weinbergen Zossen zu ihrer Jahrestagung. Als Gast konnte Frau Dr. Kösteling vom Museumsverband Brandenburg begrüßt werden. Nach einer Vorstellungsrunde der einzelnen Vertreter der Museen, ging es wieder um die reinen Sachfragen. Das Thema Geldmangel stand erneut im Mittelpunkt. Darunter leiden besonders die ehrenamtlich geführten Einrichtungen, die jedes Jahr auf Spenden und Besucher hoffen müssen. Selbst die Bezahlung einer Haftpflichtversicherung fällt vielen schon schwer. Diskutiert wurde auch über die Gründe des Rückgangs der Besuche von Schulklassen im Rahmen von Wander- und Projekttagen. Viele Museen lassen sich nur mit eigens bestellten Bussen anfahren. Die von den Eltern dafür zu tragenden Kosten, schrecken von Besuchen ab. Frau Dr. Kösteling wurde gebeten im Rahmen ihrer Möglichkeiten dieses Thema im Brandenburgischen Bildungsministerium anzusprechen. Die heimatliche Kunde der Kinder sollte doch öffentlich mehr gefördert werden. In vielen ehrenamtlichen Einrichtungen steht in den nächsten Jahren ein Generationswechsel der Verantwortlichen an. Unter welchen Bedingungen und ob überhaupt eine Weiterführung erfolgt, sei noch völlig offen. Für Bildung und Forschung aber auch für Bürger und Tourismus in der Region wäre die Schließung von Einrichtungen ein herber Verlust. Deshalb, darin waren sich die Teilnehmer der Beratung einig, sollte alles daran gesetzt werden, die Museen und Heimatstuben zu erhalten. zurück zu Chronik

2017-09-11 Treffen der Museumsleiter im "Alten Krug"

2017-09-10 Tag des Offenen Denkmals

Auch der Heimatverein "Alter Krug" in Zossen öffnete am 10. September 2017, dem Tag des Offenen Denkmals, seine Türen. Bereits ab 10 Uhr konnten Besucher das Museum mit seinen Exponaten sowie die Schwarze Küche besichtigen und sich bei Kaffee und Bockwurst stärken. Um 14 Uhr war es dann soweit: Frau Andrae, die Vorstandsvorsitzende, eröffnete die Sonderausstellung über die Innung der Tischler im Kreis Zossen von 1952 bis zur Auflösung 2015. Der ehemalige selbstständige Tischlermeister Herr Willi Voss richtete ein Grußwort an die Gäste, die sich im Ausstellungsraum versammelt hatten und unter denen sich neben interessierten Bürgern natürlich auch Fachleute befanden. Eröffnung der Ausstellung Auf übersichtlich gestalteten Schautafeln gibt eine Auswahl von Protokollen und anderen Schriftstücken - darunter der Brief eines unzufriedenen Kunden mit der Bitte zur Lösung der Angelegenheit oder ein Mahnschreiben wegen Säumigkeit beim Erbringen des Solidaritätsbeitrages - einen kleinen Einblick in den Schriftverkehr der Innung in einem Zeitraum von 63 Jahren. Lebhafte Gespräche zeigten, dass diese Ausstellung dem aufmerksamen Betrachter neben den aufgezeichneten Informationen vor allem auch einen Einblick in die gesellschaftlichen Verhältnisse gibt. Präsentiert werden weiter eine große Werkbank und diverse Werkzeuge. Da war es für den Laien schon sehr hilfreich, dass Herr Voss die Verwendungsweise erläuterte. Eine kleine Auswahl von Möbeln, die von Tischlern angefertigt wurden, kann bewundert werden, darunter Teile einer Schlafzimmereinrichtung, ein großer runder Tisch als Gesellenstück oder auch ein schmucker aufgearbeiteter Stuhl. Am Nachmittag ging es bei schönem Spätsommerwetter fröhlich zu im Garten des Museums. Die Gäste ließen sich bei angeregter Unterhaltung leckeren Kuchen und Kaffee munden, für Durstige standen weitere Getränke bereit. Die Bläsergruppe der Jagdgenossenschaft sorgte mit ihrer Darbietung für die musikalische Umrahmung. Am diesem Tag besuchten fünfundsiebzig Erwachsene und zehn Kinder diese Sonderausstellung, die bis zum 31. Oktober 2017 zu sehen ist. Text: Rosemarie Awdoschin Fotos: Klaus Andrae zurück zu Chronik

2017-09-10 Tag des Offenen Denkmals
Eröffnung der AusstellungEröffnung der Ausstellung
2017-09-10 Tag des Offenen Denkmals
2017-09-10 Tag des Offenen Denkmals

2017-08-19 Weinbergfest im "Alten Krug"

Auch in diesem Jahr fand wieder bei ausgezeichneten Wetter unser Weinbergsfest am 19. August 2017 auf dem Hofgelände statt, und das bereits zum 6. Mal. Mittlerweile kann man schon von einer traditionellen Veranstaltung unseres Heimatvereins in unserem wunderschönen „Alten Krug“ sprechen. Die Vorbereitung und Durchführung des Festes lag wie in den Vorjahren wieder in den Händen von Andrea und Rainer Tetzlaff sowie Karin und Knut Günther. Dankeswerter Weise konnten wir uns auf die Mithilfe von Ulrike und Bernhard Herrmann, Sonnhild Hoffmann, Viola und Arno Schadow, sowie Katrin Näpelt verlassen. Die musikalische Umrahmung fand auch dieses Mal wieder durch Jens Heinrich statt. Dank an alle, die hier fleißig geholfen haben! Die Weinauswahl war für jeden Gaumen gut getroffen, vom trocknen Weiß - und Rotwein über milden Rosé bis zu lieblichen Weinen. Wie auch in den Vorjahren waren alle Weine, Weissburgunder, Dornfelder, Pfandturm und Scheurebe vom Familienweingut Dreißigacker/Dr. Köhler aus Bechtheim am Rhein. Sogar der Rosé mit dem kuriosen Namen „Doktorspiele“ wurde trotz des Namens nur zum Trinken genutzt. Auch für andere Getränke wie Bier und Alkoholfreies war gesorgt. Mit Steaks, Bratwurst, Kartoffelsalat, Brezeln, Käse und Weintrauben konnte jeder seinen Appetit stillen. Viele Gäste haben sich gefreut, mit Nachbarn, Bekannten und Freunden sich wieder mal angeregt zu unterhalten, teilweise auch noch neue Bekanntschaften zu machen. Dazu konnte noch gut gefeiert werden und von der Möglichkeit zum Tanzen wurde rege Gebrauch gemacht, sogar auf dem Teppich. Überraschend kamen die Jagdhornbläser von der Jagdgesellschaft unter Leitung von Herrn Oelschleger und haben uns einen Einblick in Ihr Hobby gewährt. Danke an die gesamte Gruppe sagen die Veranstalter. Dieses 6. Weinbergsfest fand sogar Aufmerksamkeit und Erwähnung mit einem Bericht in der Tageszeitung „Märkische Allgemeine“. Alles in allem war es wieder eine gelungene Veranstaltung; das war auch die Meinung der 86 Besucher. Die Spende in Höhe von 56 € , die an diesem Abend geleistet wurde, kommt dem „Alten Krug“ zugute, wofür wir uns in seinem Namen herzlich bedanken. Text: Rainer Tetzlaff Foto: Klaus Andrae zurück zu Chronik

2017-08-19 Weinbergfest im "Alten Krug"

2017-05-06 Kulturhistorische Frühwanderung

Klaus Voeckler Am Kreuzweg der ehemaligen Straßen nach Luckenwalde und Trebbin Am Sonnabend, den 6. Mai trafen sich mehr als zwanzig Heimatfreunde zur diesjährigen Frühwanderung rund um Schünow. Sie trafen sich mit Karola Andrae, der Vereinsvorsitzenden, und Heimatforscher Klaus Voeckler bereits um 07:00 Uhr gegenüber der Bushaltestelle in Schünow. An Ort und Stelle gab Klaus Voeckler gleich einen tiefen Einblick in über 800 Jahre Geschichte des Ortes. So war auch der Treffpunkt nicht von ungefähr gewählt, ein uralter Kreuzweg mit Verbindung nach Trebbin und Mittenwalde. Obwohl der Name Schünow vielleicht auf eine slawische Abstammung schließen lässt, sei so gut wie sicher, dass Schünow nicht slawischen Ursprungs ist, so Voeckler. Die Teilnehmer erfuhren von ihm, wessen Untertanen die Schünower Vorfahren waren. Im 16. Jahrhundert habe ein seltsames Herrschaftsgefüge bestanden. Da mischten auch die von Otterstedts aus Dahlewitz mit. Dann waren da die Herren von Torgow und nach Ableben des letzten von Torgow, die böhmische Krone, die ihre Untertanen mit Abgaben und für die Herrschaften zu leistenden Arbeiten ausbeuteten. Der dreißigjährige Krieg und Seuchen hätten auch vor Schünow nicht Halt gemacht und die Einwohnerzahl mehrfach dezimiert. Auch über die Gerichtsbarkeit im 18. Jahrhundert erfuhren die Zuhörer einiges. So wurden Frauen, die die ihren Streit nicht beilegen konnten und nicht der örtlichen Gerichtsbarkeit unterlagen, vom Amtsgericht verurteilt. Sie wurden an den Pranger gestellt, gestaubt, d.h. geprügelt, gepeitscht oder in den Stock geschlossen. Frauen vom horizontalen Gewerbe wurden nach Sachsen abgeschoben. Nach noch mehr Geschichte über das Leben der Bauern und des Küsters, über die Hardenbergsche Gesetze und über die Neuansiedlungen von Handwerkern nach den verheerenden Katastrophen und Kriegen setzte sich dann die Gruppe in Bewegung. Das erste Mal hielt die Gruppe vor dem Kindergarten Bienennest und der Feuerwehr Schünow. Bei einer Revision im 18. Jahrhundert, so Voeckler, sei festgestellt worden, dass die Löschbereitschaft der Feuerwehr in einem jämmerlichen Zustand war. Nicht einmal ausreichend Löscheimer seien vorhanden gewesen. Eine alte Schönower Löschspritze sei vom Unternehmen Schalk-Golodkowski verscherbelt worden. Heute steht sie im Technikmuseum in Berlin. Auf den Weg zu den Zwergbergen Am Rande der Eiszeitinsel An der nächsten Station, der Schünower Heide erfuhren die Wanderer einiges über die Art und Weise, wie die Schönower Vorfahren Landwirtschaft betrieben. Der karge Boden allein konnten die Bauern nicht ernähren. Vor allem fehlte Holz als Brennmaterial. So wurde ein Torfstich angelegt. Das Vieh, nicht nur Schafe, sondern auch Schweine wurden hier in die Heide getrieben. Auch auf dieser Wanderung hörten die Teilnehmer die Geschichte vom Wilddieb und Mörder der 1919 den Förster und seinen Begleiter erschoss, für den sein Vater ins Gefängnis ging und der den Mord erst kurz vor seinem Tod gestanden hat. Mit der Wilderei hat er nie aufgehört und vertickte seine Beute nach Berlin. Nach kurzer Wegstrecke standen alle am Rande der Glienicker Eiszeitinsel, Zwergberge oder, wie die Schünower sagen, Zwergenberge. Die Besiedlung in dieser Gegend soll bis über 6000 Jahre zurückreichen. Voeckler berichtete über archäologische Grabungen, die hier ein bronzezeitliches Gräberfeld zutage förderten. Die Menschen hier glaubten an Zwerge, die ihre Schätze hier vergraben haben sollen, an Gnome, Riesen und auch Feen. Ob hier wie in Island eine Feenbeauftragte eingesetzt wurde ist jedoch nicht überliefert. Im Grau des Morgens die Skyline von Schünow Bei einem Blick über den Feldrand war bald die Skyline von Schünow mit dem alles überragenden Kirchturm zu sehen. Die Kirche von Schünow sollte dann auch der vorerst letzte Punkt der Wanderung sein. Hier empfing die Wanderer Fam. Mehlis, die sich ehrenamtlich um die Schünower Kirche verdient machen. Als Gast begrüßten alle ganz herzlich die vierundneunzigjährige Flora Konath. Klaus Fiola Kunert in der Kirche Die Kirchenorgel Voeckler bezeichnete sie als die lebende Ortschronik mit einem unwahrscheinlichen Zeit- und Ereignisgedächtnis, die er auch als Zeitzeugin zu Rate zog. Andrea Konath spielte einige Stücke auf der Orgel. Die Pfeifen der Orgel wurden im I. Weltkrieg als Rohstoff für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen. 1989 wurde dann die Orgel von der Firma Schuke aus Potsdam regeneriert. Zum Abschluss dieses Tages genossen die Wanderer die Gastfreundschaft des Kayser-Hofes. Hier hatte Klaus Andrae die Würstchen gewärmt. Dank an allen, die dieses Erlebnis für die Wanderer ermöglicht haben. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

Klaus Voeckler Am Kreuzweg der ehemaligen Straßen nach Luckenwalde und TrebbinKlaus Voeckler Am Kreuzweg der ehemaligen Straßen nach Luckenwalde und Trebbin
Klaus Voeckler Am Kreuzweg der ehemaligen Straßen nach Luckenwalde und TrebbinKlaus Voeckler Am Kreuzweg der ehemaligen Straßen nach Luckenwalde und Trebbin
Auf den Weg zu den Zwergbergen Am Rande der EiszeitinselAuf den Weg zu den Zwergbergen Am Rande der Eiszeitinsel
Auf den Weg zu den Zwergbergen Am Rande der EiszeitinselAuf den Weg zu den Zwergbergen Am Rande der Eiszeitinsel
Im Grau des Morgens die Skyline von SchünowIm Grau des Morgens die Skyline von Schünow
Fiola Kunert in der Kirche Die KirchenorgelFiola Kunert in der Kirche Die Kirchenorgel
Fiola Kunert in der Kirche Die KirchenorgelFiola Kunert in der Kirche Die Kirchenorgel
2017-05-06 Kulturhistorische Frühwanderung

2017-04-21 Ferienaktion

507 Bücher „Spinnstubenzauber“ mit 600g ergeben 304,2 kg auf 3 Etagen hoch In einer kurzfristigen Ferien-Aktion haben Phillip, Paskal und Oliver den Bücherbestand von aktuellen Lagerplatz mit Hilfe eines historischen Fahrradanhängers in das Depot des Schulmuseums gebracht. Das Depot befindet sich an anderer Stelle, wo leider kein Fahrstuhl zu Verfügung steht. Bei der Gelegenheit konnte der Bestand an dem Sagenbuch „Spinnstubenzauber“ nochmals überprüft werden. Seit seiner Herausgabe im November 2016 wurden schon 450 Bücher davon verkauft. Die Hälfte ist bald geschafft. Die kleine Buchpalette sah erst gar nicht so viel aus, doch dann nahmen die Kisten kein Ende und die Arme wurden immer länger, schließlich liegt das Depot in der 3. Etage und da hieß es dann die Kisten auch hoch schleppen und umlagern. 304,2 kg wurden bewegt. Nach getaner Arbeit stärkten sich die Helfer bei einer Einkehr im Galeriekaffee mit reichlich Fanta und einem Mittagessen. Herzliche Dank den 3 Helfern Text: Karola Andrae Foto: Klaus Andrae zurück zu Chronik

2017-04-21 Ferienaktion

2017-04-08 Mitgliederversammlung

Am 08.04.2017 versammelten sich die Mitglieder des Heimatvereins zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung. Den Bericht des Vereins gab die Vorsitzende Karola Andrae. Für das Museum "Alter Krug" berichtete der Museumsleiter Klaus Andrae. Über die Aktivitäten des Schulmuseums informierte Museumsleiterin Gudrun Haase. Beschlossen wurde unter anderem eine neue Beitragsordnung ab dem Jahre 2018. Bericht der Vorsitzenden Bericht des Leiters Museum "Alter Krug" Bericht der Leiterin des Schulmuseums zurück zu Chronik

2017-04-08 Masterarbeit über Straßennamen in Zossen

Ihren Vortrag hatte Susanne Demuth in zwei Teile gegliedert, einen theoretischen und einen praktischen Teil. Selbst den theoretischen Teil vermittelte sie sehr anschaulich. So erfuhren die Zuhörer wann und weshalb Straßennamen überhaupt entstanden sind, was primäre und sekundäre Straßennamen sind, nach welchen Arten Straßennamen unterschieden werden und wozu sie eigentlich dienen. Noch einen Stuhl bitte So dienten die primären Straßennamen, also jene die nach ursprünglichen tatsächlichen Gegebenheiten von den Bewohnern selbst vergeben wurden, vor allem der Orientierung. Benannt wurden sie nach Örtlichkeiten (Schlossstraße), Berufsgruppen (Fleischergasse) oder Orten (Baruther Straße). Anfangs wurden die Straßennamen nur verbal weitergegeben. In Archiven fand Susanne Demuth eine Karte von Zossen aus dem Jahre 1711/12. Auf dieser waren, wenn auch nur schwer leserlich, Straßennamen vermerkt. Insgesamt sei die Datenlage aber ziemlich mau gewesen. Die sekundären Straßennamen werden im Unterschied zu den primären Straßennamen von Amtswegen vergeben. Eine Bürgerbeteiligung ist dabei möglich. Die Vergabe dieser Straßennamen unterliegt bestimmten Normen. Sie dienten zwar ebenfalls der Orientierung, widerspiegeln aber in besonderer Weise den kulturellen Wandel und überbringen auch politische oder ideologische Botschaften. In der Kaiserzeit Benennung dem jeweiligen Herrschergeschlecht. In der Weimarer Republik wurden Straßen, die an die Kaiserzeit erinnerten, umbenannt. In der Nazi-Zeit wurden Straßen nach führenden Nazigrößen benannt. So gab es fast in jeder Stadt einen Hitler-Platz. In Zossen dagegen nicht. In der Nachkriegszeit vollzog sich eine unterschiedliche Umgestaltung der Straßennamen in der BRD und der DDR. Während in der BRD die in der Nazizeit vergebenen Straßennamen in eher unverfängliche Namen umbenannt wurden, wurden in DDR-Straßennamen nach Kommunisten, antifaschistischen Widerstandskämpfer benannt. Auch eine gewisse Russifizierung der Straßennamen habe stattgefunden. Als Beispiel für Zossen der Leninplatz, die Puschkinstraße. Nach der Wiedervereinigung wurden die sozialistischen Straßennamen wieder umbenannt, meist nach ihrem Ursprung, Leninplatz-Am Kietz. Danke Frau Demuth Oft entstehen bei der Straßenbenennung Cluster, also Wohngebiete, in denen die Straßen nach einem Oberthema benannt werden. So auch in Zossen, wie zum Beispiel nach Partnerstadtbeziehungen – Wittlicher Straße, Swisstaler Straße, Paderborner Straße oder Malern und Grafikern wie Menzelstraße, Feuerbachstraße. All diese Wandlungen stellte Susanne Demuth in einem Untersuchungskorpus dar, den sie als Herzstück ihrer Arbeit bezeichnete. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

2017-04-08 Masterarbeit über Straßennamen in Zossen
Noch einen Stuhl bitteNoch einen Stuhl bitte
Danke Frau DemuthDanke Frau Demuth

2017-03-26 Wandergruppe aus Kallinchen macht halt im "Alten Krug"

Am 26.03.2017 erreichte die Wandergruppe aus Kallinchen unter Kommando von Frau Melzer, bei ihren alljährlichen Zwischenstop, den "Alten Krug". Bei herlichem Wetter traf die Wandergruppe um 11:00 ein und die Wanderer bekamen eine Bockwurst mit etwas Nudelsalat, einen heißen Kaffee und ein Stückchen Kuchen. Auch die jetzige Ausstellung "An´s Licht geholt" betrachteten sie und hinterließen eine kleine Spende. Mit einen großen Dankeschön verabschiedeten sie sich und wanderten dann weiter Richtung Ziel. zurück zu Chronik

2017-03-26 Wandergruppe aus Kallinchen macht halt im "Alten Krug"

2017-03-11 Ans Licht geholt

Am Sonnabend, den 11. März eröffnete der Heimatverein im „Alten Krug“ die Museumssaison mit der Ausstellung „An´s Licht geholt“. Archäologe Ulrich Wiegmann erläuterte die auf den Ausstellungstafeln festgehaltenen Momente der verschiedensten archäologischen Grabungen in Zossen. Schließlich begleitet er seit fast 20 Jahren die Baumaßnahmen in Zossen. Wer Zossen bisher als einen unbedeutenden Ort im Gefüge der Städte und Dörfer angesehen hat, den belehren die archäologischen Funde, die dank des Teams um Wiegmann an´s Licht geholt wurden, eines Besseren. Die Burg Zossen wurde auf den Grundfesten einer slawischen Burg errichtet. Um sie herum konnten verschiedene Befestigungsanlagen nachgewiesen werden. Über einen Tunnel zum Nottekanal hinein, konnten Soldaten des nachts ungesehen von Angreifern die Burg verlassen und den Angreifern Ärger bereiten. In der größten Not hätten die Burgherren auch durch diesen Tunnel fliehen können. Sie kannten die Pfade durch den Sumpf um Zossen, für die Verfolger jedoch ein unüberwindliches Hindernis. Über die Burg Zossen haben wir schon mehrfach auf unserer Internetseite informiert. Die Grabungen auf dem Markt in Zossen förderten viel aus dem mittelalterlichen Leben in Zossen an`s Licht. Erst nach dem großen Stadtbrand im 18 Jahrhundert wurde der Markt erweitert.in nur geringer Tiefe lagen diese Funde. Nach dem Brand wurde einfach alles plattgeschoben und darauf neu gebaut. Vor dem ehemaligen Postgebäude legte Wiegmann mit seinen Helfern Bohlenwege frei. Darunter Balken die nach dendrochronologischer Untersuchung so etwa um 1250 datieren. Im Jahr der Reformation vielleicht nicht uninteressant, dass zu Zeiten der Reformation die Ideen nicht nur durch den Buchdruck, sondern auch über Ofenkacheln Verbreitung fanden. So ist auf einer der Kacheln die Kreuzigungsszene dargestellt, in der ein Mönch das Horn des Teufels trägt. An anderen Orten wurden auch Kacheln mit dem Mönch als Teufel mit Horn Kuhfuß gefunden. Viele Brunnen wurden auf dem Marktplatz mit unterschiedlicher Tiefe angelegt. Dies lässt darauf schließen, dass der Grundwasserspiegel im weiter abgesunken ist. Weitere Höhepunkte der Grabungen waren der Fund des Kellers auf dem Gelände des Jobcenters mit Münzen darin, die Tonnengewölbe unter dem Rathaus oder der gleichartige Keller unter dem heutigen Schulmuseum, der heute als Hausanschlussraum fungiert. Wie nachhaltig wird dieses Geschenk wohl sein? Die Fragen der Besucher beantworteten sich gegenseitig ergänzend Ulrich Wiegmann und Klaus Voeckler. Dabei äußerte Klaus Voeckler sein Unverständnis über die Verfüllung des Tunnels von der Burg zum Nottekanal, veranlasst von der Stadtverwaltung Zossen. Fazit von Ulrich Wiegmann: Andere Völker identifizieren sich über ihre Altertümer, warum nicht auch wir! Über die vorgenommenen Grabungen und das was sie an`s Licht geholt haben informiert die Ausstellung. Sie ist noch bis Sommer 2017 zu den Öffnungszeiten des „Alten Krug“ zu sehen. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

2017-03-11 Ans Licht geholt
2017-03-11 Ans Licht geholt
2017-03-11 Ans Licht geholt
Wie nachhaltig wird dieses Geschenk wohl sein?Wie nachhaltig wird dieses Geschenk wohl sein?

2017-02-18 Filmaufnahmen von Dr. Jansen aus dem Jahre 1957

Dr. August Jansen als Stabsarzt Am Sonnabend, den 18. Februar wollten 102 Besucher im Gemeindesaal in Zossen die Filmaufnahmen des Dr. August Jansen aus dem Jahre 1957 sehen. 2010 zeigte der Heimatverein bereits den ersten Teil der Aufnahmen, diese noch in schwarz-weiß. Dr. Jansen hatte die Filmausschnitte mit einer 8mm Filmkamera auf. ORWO-Color-Film gedreht. Klaus Voeckler verwies in seinen einführenden Bemerkungen, dass ORWO-Filmmaterial doch wohl nicht so gut gewesen sei, wie es einst beworben wurde. Bevor die zum Teil blassen Farbaufnahmen auf der Leinwand flimmerten, war erst einmal ein Schwarz-Weiß- Foto von Dr. Jansen zu sehen. Dazu erzählte Klaus Voeckler zunächst einiges aus dem Leben des Dr. Jansen und seiner Familie. Einige der Zuschauer kannten ihn noch als Hausarzt mit der sonoren Stimme. Aber auch sie werden wohl kaum Einzelheiten aus seinem Leben gekannt haben. So erfuhren sie, dass Dr. Jansen bereits 1923 als Alle Stühle besetzt und immer kommen noch Besucher junger Arzt nach Zossen kam, später eine eigene Praxis hatte, im II. Weltkrieg als Stabsarzt in Wünsdorf arbeitete, um nach dem Krieg wieder in Zossen zu praktizieren. Aufgefallen war, wenn er mit seinem Fahrrad mit den roten Reifen über Land zu seinen Patienten radelte. Später fuhr er einen F9. Als Arzt war er bevorrechtigt, ein Auto zu erhalten. Anfang August 1961 sei er, so Voeckler, in Urlaub zu seinem Bruder nach Bielefeld gefahren. Er erfuhr dort vom Mauerbau und blieb in Bielefeld, wo er 1973 verstarb. Sein Sohn erfüllte ihm dann 2007 seinen letzten Wunsch, nämlich in Zossen beerdigt zu werden. Dr. Jansen und seine Frau Getrud wurden umgebettet. Der F9 auf der Fahrt durch Kallinchen Die Liebe zu Zossen zeichnet auch seine Filmaufnahmen aus. Leben und Natur in und um Zossen zeigen die Aufnahmen in sehr vielen Details. Das Kallinchener Strandbad mit den Badegästen und Sohn Hans-Peter, der sich in das offensichtlich noch kühle Wasser tastet. Die Aufnahmen vom Zossener Friedhof zeigen eine sehr gepflegte Friedhofsanlage. Mit welcher Liebe zum Detail Dr. Jansen gefilmt hat ist unter anderem in einer Aufnahme vom Müllergraben zu sehen. Darin schwenkte er die Kamera von der Krone einer Birke bis zu deren Spiegelbild im Wasser des Müllergrabens. Im Schulgarten am Rande des Stadtparks blühten im Frühjahr junge Obstbäume in Doppelreihe. Aus Zossen im Jahre 1957 waren weiter die Menzelstraße, die gerade fertiggestellte Berufsschule, heute Goethe-Schule, die Weinberge mit dem „Alten Krug“, das Café Siebenlinden und, das bei Anglern beliebte, Baggerloch zu sehen. Imposant auch die Aufnahmen vom Sportfest in Zossen, mit Fußball, Leichtathletik, Luftgewehrschießen, Volleyball und Geräteturnen. Aber auch die Familie wurde natürlich gefilmt. Als Dr. Jansen eine Gans streichelt führte vielleicht seine Frau Getrud die Kamera. Im zweiten Teil folgten Aufnahmen aus Mellensee, unter anderem mit dem Gedenkstein der Schlacht um 1813, aus Klausdorf mit der Strandgaststätte Imperator und aus Zesch mit Kirche und Schloss. Wenn Klaus Voeckler den Stummfilm bespricht, dann weiß jeder, dass zu den meisten Aufnahmen auch ein Ausflug in Geschichte und Geschichten unumgänglich ist. Wenn die Tontechnik dabei noch einwandfrei funktioniert hätte, wäre das Zuhören in den hinteren Reihen weniger anstrengend gewesen. Vielleicht sollte der Heimatverein einmal über die Anschaffung empfindlicherer Mikrofone nachdenken, die nicht direkt an die Lippen gehalten werden müssen und die Technik wegen der häufigen Ausfälle überprüfen. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

Dr. August Jansen als StabsarztDr. August Jansen als Stabsarzt
Alle Stühle besetzt und immer kommen noch BesucherAlle Stühle besetzt und immer kommen noch Besucher
Der F9 auf der Fahrt durch KallinchenDer F9 auf der Fahrt durch Kallinchen

2017-01-21 Luther und die Refomation in Brandenburg

Die Veranstaltungsreihe des Jahres 2017 wurde von Karl-Heinz Bannasch, Vorsitzender des Spandauer Geschichtsvereins, eröffnet. Zum Jahr des 500. Reformationsjubiläums stand der lange Wegabschnitt von Luthers Reformation 1517 bis zum Vollzug der Reformation in Brandenburg 1539 im Mittelpunkt. Herr Bannasch erläuterte anschaulich, dass der Kurfürst von Brandenburg Joachim der Erste, Gefolgsmann des Kaisers und des Papstes, ein erklärte Gegner der Reformation war. Der Streit ging bis in die Familie des Kurfürsten. Joachim I ver-pflichtete seine beiden Söhne Johann und Joachim beim "alten" Glauben zu bleiben. Aber seine Ehefrau Elisabeth, Schwester des dänischen Königs, schloss sich der Lehre Luthers an. Sie floh1528 nach Torgau zu ihrem Onkel, dem Kurfürsten Johann von Sachsen und kehrte erst nach dem Tod Joachim I 1535 ins Land Brandenburg zurück. Sie lebte in der Zitadelle Spandau bis 1555. Mit dem Tod Joachim I erhalten die Söhne das Erbe. Johann wird Markgraf der Neumark. Er tritt zur Reformation über und öffnet sein Territorium der neuen Lehre. Joachim II wird Kurfürst von Brandenburg und der Altmark. Er nimmt eine Zwischenposition ein. In Brandenburg wird die Reformation von "unten" nach "oben" getragen. Pfarrer aus den Reformationsgebieten ziehen ins Land Brandenburg und feiern den Gottesdienst nach evangelischem Ritus. Das Bürgertum in den Städten und der Landadel folgen der Reformation. Im Gespräch Bemüht um seinen Einfluss im Land und im Reich sieht Joachim II sich gezwungen der Reformation zuzuwenden. Um nicht zu viel öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen tritt Joachim II zum Feiertag "Allerheiligen" am 1.11.1539 in Spandau zur Reformation über. Am 2.11.1539 nimmt er an der ersten Feier nach dem neuem kirchlichen Ritus in Berlin/Cölln teil. Höhepunkte unserer Veranstaltung waren die Vorstellung der beiden originalen Gedenkmedaillen von Berlin und von Spandau der 300 Jahrfeier der Reformation von 1839. In der Diskussion wurde auch das geflügelte Wort erläutert "Die Familie kommt mit Kind und Kegel". Kinder sind die ehelichen Kinder. Kegel waren die unehelichen, aber anerkannten Kinder des Ehemannes, die im Haushalt lebten. Text: Knut Günther Fotos: Klaus Andrae zurück zu Chronik

2017-01-21 Luther und die Refomation in Brandenburg
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2017-01-20 Aktiv älter werden Neujahrsempfang des Landkreises

Aktiv älter werden, dies war das Motto des Neujahrsempfangs 2017 Wenn die Landrätin in ihrer Eröffnungsrede feststellt: „Fast jeder fünfte Einwohner des Landkreises ist über 65 Jahre alt, Tendenz steigend“, so kann der Heimatverein feststellen, fast neunzig Prozent seiner aktiven Mitglieder gehört zu dieser Altersgruppe. Alle verrichten ihre Aktivitäten für den Verein ehrenamtlich. Natürlich würde sich der Vorstand wünschen und arbeitet auch daran, jüngere Mitglieder zu gewinnen, aus verschiedenen Gründen erweist sich dies jedoch als sehr schwierig. Die aktiv im Verein tätigen Mitglieder möchten natürlich auch gern weitere älterer Zossener motivieren, im Verein aktiv älter zu werden. Die Möglichkeiten dafür sind nach oben offen. Kurzum, die Einladung zum diesjährigen Neujahrsempfang bedeutete auch eine Anerkennung für die Leistungen seiner Mitglieder und der Verein hat sich dort würdig präsentiert. "Es ist kein Geheimnis, dass die Seniorinnen und Senioren hierzulande und heutzutage aktiver denn je sind – so wie auch viele von Ihnen, liebe Gäste. Heute haben wir es überwiegend mit einer älteren Generation zu tun, die aktiv ist, sich einbringt, sich auch im Alter weiterbildet und mitbestimmen will – ob in der Kommunalpolitik, in Beiräten, Vereinen und Wohlfahrtsverbänden, in Kirchen- oder Heimatgemeinden, Dozent an der Volkshochschule, als Vorlese-Omi oder Sport-Opi in der Kita … und, und, und …" so wird die Landrätin auf der Internetseite des Landkreises zitiert. Text: Rainer Reinecke Fotos: Rosemarie Awdoschin zurück zu Chronik

2017-01-20 Aktiv älter werden Neujahrsempfang des Landkreises
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