Heimatverein "Alter Krug" Zossen e.V.

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2011

2011-09-24 Vereinsausflug

Unser diesjähriger Vereinsausflug führte uns in den Landkreis Märkisch-Oderland. Ziel war die Stadt Bad Freienwalde sowie das Brandenburgische Freilichtmuseum Alt Ranft. Gut gelaunt und erwartungsvoll nahmen wir in einem komfortablen Reisebus Platz, der auf dem Zossener Marktplatz für uns bereitstand. Schon der Morgen deutete mit wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein darauf hin, dass auch das Wetter mitspielen würde. Bei ihrer Begrüßung meinte Frau Andrae: „Ja, wie heißt es so schön? Wenn Engel reisen…” Während der Fahrt gab Herr Stuck nicht nur Einzelheiten über den Ablauf der Tour bekannt, sondern vermittelte uns vor allem auch Wissenswertes über landschaftliche Besonderheiten des Barnims sowie die Entwicklung der Stadt Freienwalde. Nach dem Verlassen der Autobahn zwang uns eine Umleitung, von der geplanten Route abzuweichen. Der Weg führte nun über teils enge, oft holprige Landstraßen, doch unser Fahrer steuerte den Bus souverän. Entschädigt wurden wir durch den Blick auf die reizvolle hügelige Landschaft mit weiten Feldern, saftigen Wiesen und kleinen schmucken Dörfern. Das erste Tagesziel ist erreicht: Bad Freienwalde Die Stadt liegt reizvoll am Nordwestrand des Oderbruchs und grenzt an die Steilhänge des Hohen Barnim. Theodor Fontane schreibt in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg:„Diesen Bergen verdankt es alles, was es ist: von dort aus kommen seine Quellen und von dort aus gehen die Fernsichten ins Land hinein.” Aus dieser geografischen Lage resultiert auch der extrem große Höhenunterschied von ca. 150 m innerhalb des Stadtgebietes. Bad Freienwalde ist die älteste Kur- und Badestadt der Mark Brandenburg. Im 17. Jahrhundert führte die Entdeckung heilkräftiger Quellen zur Gründung des Gesundbrunnens. Damit wurde der Grundstein für die Entwicklung zur Kurstadt gelegt. Die Zeit der preußischen Kurfürsten und Könige war prägend für die Gestaltung des Stadtkerns und Kurviertels. Seit 1925 trägt Freienwalde die offizielle Bezeichnung Bad im Namen. Die endgültige Anerkennung als Moorbad erfolgte im Dezember 2003. Hier befindet sich auch das nördlichste Skisprunggebiet Deutschlands! Kaum zu glauben, denkt man doch beim Thema Skispringen an ganz andere Regionen. Aber der Wintersport hat in Bad Freienwalde schon seit 1923 Tradition. In der Sprungschanzenanlage im Papengrund stehen jetzt vier Schanzen unterschiedlicher Größe: die kleinste eine K 10, die größte eine K 60 mit einem 32 m hohen, weithin sichtbaren Anlaufturm. Die Schanzen werden nicht nur für das Training regelmäßig genutzt, sondern auch für nationale und internationale Wettkämpfe. Auf dem Parkplatz im Zentrum der Stadt angekommen, verließen wir den Bus und brachen zur Erkundung einiger Sehenswürdigkeiten auf. Der Weg zum Schloss Freienwalde forderte uns auch gleich, denn er führte „bergauf”. Vor dem Eingang des Schlosses, das zu den Kleinodien preußischer Landbaukunst des Klassizismus gehört, informierte uns Herr Stuck über die Entstehungsgeschichte der Schlossanlage. Nach Plänen des Architekten David Gilly wurde es 1798/99 als Sommerwitwensitz für die Königin Friederike Luise von Preußen erbaut. Eingerichtet war es vorwiegend im Louis-seize-Stil. In der Zeit nach dem Tod der Königin im Jahr 1805 geriet das Schloss zunehmend in Vergessenheit, bis es Walther Rathenau entdeckte, der es 1909 erwarb und die historischen Räumlichkeiten wieder herrichten ließ. Er nutzte es vor allem als Arbeitsstätte und genoss die Ruhe, aber es diente auch als Ort des geistigen Austausches mit literarischen Freunden und engen Mitarbeitern. Nach seinem Tod schenkten dessen Erben Schloss und Schlosspark 1926 dem damaligen Kreis Oberbarnim. Als Auflage galt, das Anwesen der Bevölkerung zugänglich zu machen. Leider ging die kunstgeschichtlich wertvolle Innenausstattung 1945 durch Plünderung zum großen Teil verloren. Nach denkmalgerechten Restaurierungsarbeiten an der baulichen Hülle ist das Bauwerk seit 2007 in der Fassung der Rathenau-Zeit zu bewundern. Bei einem Rundgang durch das Schloss erfahren wir in der unteren Etage, die mit Schautafeln, Mobiliar und kostbarem Zierrat ausgestattet ist, Interessantes über die Geschichte des Schlosses und die Königsfamilie. Die obere Etage ist Walther-Rathenau-Gedenkstätte, die ein umfassendes Bild seiner Persönlichkeit zeigt – als Industrieller, Sozialphilosoph, Künstler und vor allem als Politiker, der 1922 ermordet wurde. Die Besichtigung des Schlosses ist lohnenswert, denn der Besucher erhält einen anschaulichen Überblick in die preußische Königsgeschichte zu der Zeit Friedrich Wilhelms II. Weitere Informationen im Internet Im weiträumigen Schlossgarten, der 1792 für Königin Friederike Luise von Preußen auf dem Apothekerberg angelegt wurde, befinden sich auch der restaurierte Theaterpavillon, das alte Kastellanshaus sowie mehrere Skulpturen (u.a. vier Sandsteinkopien barocker Plastiken). Der Park wurde ständig erweitert und vervollkommnet, jedoch nach dem Tod der Königin zunehmend vernachlässigt. Die Umgestaltung zu einem englischen Landschaftspark erfolgte dann ab 1822 unter Aufsicht von Peter J. Lenné. Da das Areal direkt am nordöstlichen Barnimhang liegt, bietet es durch die Berglage an Aussichtspunkten eine gute Fernsicht. Einige Mitfahrende erklommen auf einem steilen, sich windenden Weg einen solchen Aussichtsplatz, konnten allerdings durch das noch dichte Laubwerk der Bäume den Ausblick nur erahnen. Nach dem Abstieg lud eine Bank rund um die Luisen-Eiche direkt neben dem Eingang des Schlosses zu kurzer Rast ein. Gepflanzt wurde der Baum zum Andenken an die Königin. Weitere Informationen im Internet Vom Schloss ging es weiter zum Marktplatz, an dessen oberen Ende sich die Stadtpfarrkirche St. Nikolai befindet. Dort vermittelte uns eine freundliche Stadtführerin Wissenswertes sowohl über das Bauwerk als auch über die Innenausstattung. Die Kirche gilt als das älteste Gebäude der Stadt. Sie ist ein gotischer Backsteinbau mit einheitlicher Renaissanceausstattung, der im13. Jahrhundert ursprünglich aus Feldsteinen errichtet worden war. Der Anbau des Turmes erfolgte 1522. Dieser wurde jedoch durch Brände mehrmals zerstört, bis er 1867 seine heutige Gestalt erhielt. Der Taufstein vom Anfang des 13. Jahrhunderts zählt zu den ältesten in der Mark. Das im Jahre 1855 errichtete Rathaus mit seiner spätklassizistischen Fassade zieht auf dem Marktplatz ebenso die Blicke auf sich wie die über hundertjährige „Kaisereiche”. Der Rundgang hatte doch etwas müde und hungrig gemacht, sodass alle dem Restaurant „Stadtmitte” zustrebten, wo wir mit großem Appetit eine leckere Mittagsmahlzeit einnahmen und unseren Durst stillten. Gestärkt setzten wir mit dem Bus die Fahrt fort. Das zweite Tagesziel ist erreicht: Altranft Bei prächtigem Altweibersommerwetter brachen wir in zwei Gruppen unter Leitung einer Museumsführerin zur Erkundung des Museumsdorfes auf. Altranft, gelegen am Westrand des Oderbruchs und am Ostrand des Barnim, war ursprünglich ein Fischerdorf, entwickelte sich nach 1753 zu einem kleinen Gutsbauerndorf und ist seit 1993 Ortsteil der Stadt Bad Freienwalde. Die Ortsbezeichnung lässt sich ableiten von „Ranft” in der Bedeutung von Kante/Rand. Das Brandenburgische Freilichtmuseum Altranft ist ein „lebendiges” Museum, das wesentliche Bereiche brandenburgischer Geschichte und des Alltagslebens der Bevölkerung vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart erlebbar macht. Die einzelnen Museumsgebäude befinden sich mitten im Dorf, alle Museumsobjekte, Schauanlagen und Werkstätten sind am ursprünglichen Platz. Besonders wertvoll sind die museumspädagogischen Programme, bei deren Nutzung sich Kinder und Jugendliche aktiv mit der Vergangenheit beschäftigen können, also „Geschichte zum Anfassen”. So wird durch praktisches, entdeckendes Lernen Vergangenheit lebendig – beim Backen, Schmieden, Weben oder Dreschen. Die Sonne meinte es sehr gut mit uns, als wir über Kopfsteinpflaster die Dorfstraße entlanggingen und an ausgewählten Objekten haltmachten, von denen hier nur einige erwähnt seien. Das Wasch- und Backhaus von 1880, die Schmiede von 1910, der Berg-Schmidt-Hof als typisches Mittelbauerngehöft mit Wohnhaus und Feldsteinscheune, die saniert und 1992 als Ausstellungshalle gestaltet wurde. Sie gibt über die Entwicklung der Getreideernte im Oderbruch Auskunft und zeigt diverse Schneid- und Dreschwerkzeuge sowie Maschinen als Beispiel für die Entwicklung der Antriebskräfte. Nicht nur hier, sondern an allen Besichtigungsstätten wurde uns bewusst, wie schwer die Menschen zu damaliger Zeit arbeiten mussten und welche Erleichterungen der technische Fortschritt geschaffen hat. So manche Exponate kamen dem einen oder anderen auch aus Großmutters oder urgroßmutters Zeiten bekannt vor, erinnerten teilweise sogar noch an eigenes Erleben. Im Schloss, erbaut im 16. Jahrhundert, zeugen restaurierte Zimmer im Obergeschoss von der Wohn- und Lebensweise der Gutsherrschaft. Im Erdgeschoss werden wechselnde Ausstellungen gezeigt. Natürlich gehört auch die Kirche zum Dorf. Die alte Fachwerkkirche von 1607 wurde abgerissen, 1751 eine neue evangelisch-lutherische errichtet und 1752 geweiht. 1826 folgten die Erbauung eines neuen Turmes, Reparaturen sowie die Erweiterung des Innenraumes. Weitere Informationen im Internet Den Rundgang beendeten wir nach knapp zwei Stunden am Schloss, wo für uns im Café die Kaffeetafel gedeckt war. Die Rückfahrt verlief ohne verkehrsbedingte „Überraschungen” und wir erreichten Zossen wohlbehalten wie geplant. Ein wunderschöner Tag, an dem wir neue Einblicke in die Geschichte unserer märkischen Heimat gewannen, ging zu Ende. Ein solches Erlebnis macht wirklich neugierig auf weitere Unternehmungen. Alle teilnehmenden Vereinsmitglieder und Gäste danken dem Ehepaar Stuck für ihr großes Engagement bei der Vorbereitung und Durchführung dieses Ausflugs. Bericht von Rosemarie Awdoschin Fotos: Klaus Andrae zurück zu Chronik

2011-09-24 Vereinsausflug
2011-09-24 Vereinsausflug
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2011-09-24 Vereinsausflug
2011-09-24 Vereinsausflug

2011-08-20 Weinbergfest im "Alten Krug"

Am Sonnabend, dem 20. August, fand auf dem Hof des Museums „Alter Krug“ das etwas andere Weinbergfest statt. Über sechzig Gäste waren der Einladung der beiden Initiatorinnen Andrea Tetzlaff und Karin Günther gefolgt. Bei, für diesen Sommer seltenem Sonnenschein, begann das Fest und endete weit nach Sonnenuntergang. Wieso das etwas andere Weinbergfest? Karin Günther konnte dies aufklären: „Bis vor geraumer Zeit haben die Weinberger jedes Jahr auf einem anderen Hof, bei einer anderen Familie, ein Weinbergfest gefeiert. Dies ist aber dann irgendwie eingeschlafen. Da dies aber doch immer ein Erlebnis mit Wein und guter Stimmung war, dachten sich Frau Tetzlaff und ich, wir könnten doch dieses Fest wiederbeleben, aber dieses Mal im ‚Alten Krug‘ und laden dazu auch die Zossener ein.“ Lange Zeit hätten die Weinberger Vorbehalte gegen die Restaurierung und Sanierung des „Alten Kruges“ gehabt. Angesichts der schlechten Straße vor ihren Haustüren wäre das Geld wohl besser da angelegt gewesen. Doch die Weinberger hatten verstanden, dass dies doch ein Paar ganz verschiedene Schuhe sind. Begrüßt wurden alle Gäste, je nach Wunsch mit einem Glas Rot- oder Weißwein vom Weingut Dreissigacker in Bechtheim, zu dem Familie Tetzlaff und später auch Familie Günther seit Jahren gute Beziehungen unterhalten. Beziehungen, in denen die einen mühevoll ökologischen Weinbau betreiben und den Wein keltern und die anderen ihn sich kommen lassen und genießen. Nette Leute betreiben dieses Weingut so Andrea Tetzlaff. Rheinhessen ist eines der bekanntesten Weinanbaugebiete in Deutschland. Aber auch die Weinberge in Zossen haben ihren Namen zu Recht. Auch hier wurde früher Wein angebaut. Böse Zungen haben behauptet, der sei weniger zum Trinken als eher zum Einlegen von Gurken geeignet. Dies konnte aber Klaus Voeckler in seinem Vortrag zur Geschichte des Weinanbaus in Zossen widerlegen. So soll ein Offizier König Wilhelm den I. ausgetrickst haben. Wilhelm der I. war wohl auch der Meinung, dass der Wein aus der Gegend nicht schmecke, und ließ seine Keller aufräumen. Der besagte Offizier hatte den dort gelagerten Wein bei sich gebunkert und eine Flasche davon dem Kaiser kredenzt. Siehe da, der Kaiser hat die Flasche genüsslich leer getrunken. Klaus Voecklers Detailkenntnisse zur Regionalgeschichte sind unglaublich. So erfuhren die Gäste noch viel mehr über die Geschichte des Weinbaus und Geschichten um den Weinanbau. Karin Günther holte dann die Gäste und Klaus Voeckler wieder in die Gegenwart zurück und bat zum Essen und Trinken. In der Gegenwart blieb dann auch Carsten Preuss mit seinen Informationen über die Versuche des Vereins zur Förderung des historischen Weinbaus in Zesch e.V. zur Wiederbelebung des Weinanbaus auf dem Zescher Weinberg. Auf 30Hektar dürfe im Land Brandenburg Wein angebaut werden. Auf 20 Hektar stehen bereits Weinreben. Die Baruther hätten bereit 2009 ihren ersten Wein gekeltert. Der Verein habe die Genehmigung für 3000 Quadratmeter. Bis zur ersten Ernte sei es noch ein weiter Weg, so Carsten Preuß, und Geld koste das ganze Unterfangen auch. Der Verein wird sich auch am 3. September auf dem Weinfest in Zossen mit Weinen aus Brandenburg präsentieren. Wein, Weib und Gesang, unter diesem Motto unterhielt Hartmut Klucke die recht muntere Gesellschaft. Luther, Goethe, Kaiser und Könige, kaum einer der großen deutschen Weingenießer wurde ausgelassen in seinem Programm. Und, natürlich durfte auch die Geschichte vom Hasen im Rausch, der den Löwen zerfetzen wollte, nicht fehlen. Viele Bekannte haben sich an diesem Abend wiedergetroffen, neue Bekanntschaften wurden geschlossen. Rundum gelungen war dieser Weinabend auf jeden Fall. Vielen Dank an alle Helfer, insbesondere an die Familien Tetzlaff und Günther Mit Beifall nahmen die Besucher zur Kenntnis, dass ein nächstes Mal folgen soll. Na dann Prost!! ! Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

2011-08-20 Weinbergfest im "Alten Krug"
2011-08-20 Weinbergfest im "Alten Krug"
2011-08-20 Weinbergfest im "Alten Krug"
2011-08-20 Weinbergfest im "Alten Krug"
2011-08-20 Weinbergfest im "Alten Krug"
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2011-08-05 Neues Pflaster für den Hof

Nach einer Vorbereitung von über einem Jahr konnte nun das Hofpflaster am „Alten Krug" in den Zossener Weinbergen neu verlegt werden. Schon im letzten Jahr hatte die kreisliche Denkmalspflege unserem Antrag zugestimmt. Über die Jahre war das alte Pflaster in einem beklagenswerten Zustand. Durch den moorigen Untergrund war es zu erheblichen Setzungserscheinungen gekommen. Die unebene Fläche wurde zu einer Unfallgefahr für die Besucher. Nun wurde das vorhandene alte Kopfstein-Pflaster aufgenommen und fachgerecht neu verlegt. Es scheint nicht so, aber die verlegte Fläche beträgt doch ca. 40qm Die Verlegung des Kopfsteinpflasters ist eine mühevolle Arbeit. Jeder Stein musste per Hand entfernt werden und auch per Hand wieder neu eingesetzt werden. Hierzu passt der Begriff: KNOCHENARBEIT. Die sonst übliche Auskofferung der Fläche von ca. 50cm konnte allerdings nicht vorgenommen werden, da das Gelände um den Krug ein Bodendenkmal ist und Erdarbeiten in dieser Tiefe durch einen Archäologen kostenpflichtig begleitet werden müssen. Mit der Neuverlegung des Pflasters konnte auch der Eingangsbereich sicherer gestaltet werden. Es gibt nun ein großes Plateau aus Robinienholz, welches den Zugang in den Krug für Alt und Jung erheblich erleichtert. Diese Baumaßnahme wurde durch Mithilfe von Mitgliedern des Vereins und durch die Kostenübernahme durch die Stadt möglich. Vorstand Heimatverein „Alter Krug" Fotos: Klaus Andrae zurück zu Chronik

2011-08-05 Neues Pflaster für den Hof
2011-08-05 Neues Pflaster für den Hof
2011-08-05 Neues Pflaster für den Hof

2011-06-25 Kräuter-Gewürze statt Pillen

Wie wirkt denn nun welches Kraut oder Gewürz? Diese Frage beantwortet Frau Christa Reuner-Müller anschaulich und unterhaltsam mit vielen Beispielen über Gewürze und Käuter aus unserer Region. Nach ihren Ausführungen können wir bei einfachen Krankheiten auf Pillen verzichten, wenn wir nur wissen, welches Kraut dagegen gewachsen ist. Auch beim Würzen unserer Speisen können Gewürzpflanzen den Geschmack maßgeblich beeinflussen. zurück zu Chronik

2011-06-25 Kräuter-Gewürze statt Pillen

2011-06-02 Cats in Zossen

Eine für einen Heimatverein eine doch etwas ungewöhnliche Ausstellung konnten die Besucher von Juni bis August 2011 im „Alten Krug“ erleben. Cats, Katzen aus aller Welt tummelten sich in der Ausstellung. Sie kamen aus Neuseeland und Tahiti, aus Jersey und der Türkei, aus Myanmar und natürlich Deutschland nach Zossen. Nicht etwa in das Tierheim Zossen. Sie brauchten auch kein Futter und keinen Tierarzt. Die ausgestellten Katzen sind aus Holz, Stein, Glas oder Keramik. Mehr als 200 Katzen von Fred Hasselmann, aus allen Teilen der Erde zusammengetragen, zeigte diese, wenn auch ungewöhnliche, so doch reizvolle Ausstellung. zurück zu Chronik

2011-06-02 Cats in Zossen

2011-03-26 "Krug" erwacht aus dem Winterschlaf

Nach seinem Winterschlaf erwacht der „Krug“ zu neuem Leben. Am Sonnabend, den 26. März fanden sich 14 freiwillige Helfer zum Frühjahrsputz. Da wurde der große Raum komplett ausgeräumt, in allen Räumen Staub gesaugt und gewischt, Fenster geputzt, Stühle von Staub und Spinnweben befreit, der Boden aufgeräumt, Zaunpfähle mit Holzschutz behandelt, Toiletten gereinigt. Der „Alter Krug“ kann, dank der Helfer, pünktlich zum Saisonauftakt seine Besucher wieder gastfreundlich empfangen. Irgendwie hatten alle, selbst bei Arbeiten, die sonst bestimmt nicht gerade als Hobby betrieben werden, Spaß daran. Zum Abschluss dieser Aktion schmeckte den Helfern der von der Vorsitzenden des Vereins, Karola Andrae, selbstgebackene Kuchen. Im engen Raum im Nebengebäude saßen sie dicht gedrängt am Kaffeetisch. So konnte jeder auch bei den Geschichten aus dem „Alten Krug“ und über den Bau des Nebengebäudes mitreden und wurde auch von allen gehört. Da war auch von Pleiten, Pech und Pannen bei mancher Aktion die Rede. Aber schließlich wurden diese, dank der Gemeinschaft schnell überwunden. Die Geschichten werden noch aufgeschrieben werden müssen, zeugen sie doch von einem unermüdlichen ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder des Heimatvereins. Den Helfern nochmals ein herzliches Dankeschön! Ran ans Gerät und los geht's! schwarze Küche - sauberer Boden Die Chefin sorgt für Durchblick Arbeit gut verteilt! Möge der Zaun lange halten Text und Fotos: Rainer Reinecke zurück zu Chronik

2011-03-26 "Krug" erwacht aus dem Winterschlaf
Ran ans Gerät und los geht's! schwarze Küche - sauberer BodenRan ans Gerät und los geht's! schwarze Küche - sauberer Boden
Ran ans Gerät und los geht's! schwarze Küche - sauberer BodenRan ans Gerät und los geht's! schwarze Küche - sauberer Boden
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Die Chefin sorgt für Durchblick Arbeit gut verteilt! Möge der Zaun lange haltenDie Chefin sorgt für Durchblick Arbeit gut verteilt! Möge der Zaun lange halten
Die Chefin sorgt für Durchblick Arbeit gut verteilt! Möge der Zaun lange haltenDie Chefin sorgt für Durchblick Arbeit gut verteilt! Möge der Zaun lange halten
Die Chefin sorgt für Durchblick Arbeit gut verteilt! Möge der Zaun lange haltenDie Chefin sorgt für Durchblick Arbeit gut verteilt! Möge der Zaun lange halten

2011-02-05 Naturfilm "Abenteuer Natur"

Klaus Andrae begrüßt Gerhard Kretlow Der Heimatverein „Alter Krug" hatte zum Filmbesuch „Abenteuer Natur" in den Gemeindesaal der der evangelischen Kirchengemeinde eingeladen. Wer erwartet hatte jetzt einen Naturfilm aus Afrika, vielleicht gar aus dem Serengeti-Nationalpark oder aus den Anden oder aus dem Amazonasgebiet zu sehen, der hatte den Untertitel auf der Einladung nicht gelesen: „Beobachtungen im Wald und am See im Spree¬-Lausitz-Gebiet" ein Naturfilm von Stephan Höferer fachlich beraten von Gerhard Kretlow, Hobby-Ornithologe und eine ebenso leidenschaftlicher Tierfilmer. Die Passion des Stephan Höferer ist eigentlich das Angeln. Jedoch vor und nach dem Angeln gehört offensichtlich immer ein Streifzug durch die umgebende Natur zum Tagesablauf und das vom Erwachen des Tages mit der aufgehenden Sonne mit den ersten Vogelrufen bis in die Vollmondnacht auf der Waldlichtung mit den umhertollenden Dachsen. Die Kamera und der Hund sind dann immer dabei. So entstand ein Film der seine Erlebnisse in der Natur über vier Jahreszeiten nachzeichnet und so auch die Besucher der Veranstaltung daran teilhaben ließ. Fotos aus dem Film Mit dem Winter beginnt der Film auch in dieser Jahreszeit erstirbt nicht alles Leben in der Natur. Im Winter, wenn kein Laub und keine Brennnesseln die Uferlandschaften bedecken, lässt sich der Biber gut beobachten. Füchse, Hirsche, Wildschweine, Nutria, Graugänse und auch Seeadler sowie Rohrdommel, Eisvögel, Ringelnatter, Kröten und Frösche filmte Höferer in ihrer natürlichen Lebenswelt. Na ja, das eine oder andere hat mancher Naturfreund bestimmt auch schon beobachtet. Dennoch so nah dran am Wildleben, dies gelingt nur wenigen. So sind Aufnahmen von Hirschen in der Suhle aus nur wenigen Metern Entfernung gefilmt. An einer Stelle, mit einem kapitalen Hirsch auf der Leinwand, merkte Gerhard Kretlow an, diese Szene haben er und Höferer zur gleichen Tageszeit, mit vergleichbaren Lichtverhältnissen jedoch ohne Hirsch noch einmal nachgestellt und dabei herausgefunden, dass sich dieser kapitale Hirsch gar nicht von dem am Boden liegenden Höferer, sondern vom Lichtreflex des Objektivs seiner Kamera gestört fühlte. Die fast fotografischen Momentaufnahmen im Film vom tauenden Eis auf dem See, von Wasserperlen an den Spinnweben im Herbst, vom Morgentau oder den Sonnenuntergängen, von Nebelschwaden und Frühlingsblühern, von bizarren Eisformen und Getreidefeldern runden diesen Naturfilm über das Leben in unseren Wäldern, Seen und Feldern zu einem Gesamterlebnis ab. Mit viel Beifall für das Werk von Stephan Höferer und für Einführung und ergänzende Bemerkungen durch Gerhard Kretlow endete dann auch dieser Naturfilmnachmittag. Bericht und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

Klaus Andrae begrüßt Gerhard KretlowKlaus Andrae begrüßt Gerhard Kretlow
2011-02-05 Naturfilm "Abenteuer Natur"
Fotos aus dem FilmFotos aus dem Film
2011-02-05 Naturfilm "Abenteuer Natur"

2011-01-15 Kunstmaler Jürgen Melzer wird 70

15. Januar 2010 Text und Fotos: Rainer Reinecke Anlässlich seines 70. Geburtstages sind seit dem 15. Januar für acht Wochen in der Neuen Galerie in der Ausstellung Rückblick Werke aus vielen Jahrzehnten seines Schaffens zu sehen. Unter den über siebzig Gästen zur Vernissage viele seiner ehemaligen und derzeitigen Kursteilnehmer, Künstlerkollegen wie das Ehepaar Christa und Peter Panzer bildende Künstler aus Oehna, Bildhauer B.W. Blank aus Baruth, Dr. Gerlinde Förster Malerin, Galeristin und Kuratorin von GEDOK Brandenburg e.V. Die Stadt Zossen wurde von Britta Büchner aus dem Bereich Kultur- und Wirtschaftsförderung vertreten. Aber auch Stadtverordnete und Ortsbeiratsmitglieder, wie Carsten Preuss und Dr. Dieter Schäfer gratulierten dem Künstler. Gut vertreten war auch der Vorstand unseres Heimatvereins. Unsere Vorsitzende, Karola Andrae überbrachte die Wünsche der Mitglieder unseres Vereins. In seiner Laudatio würdigte Dr. Arno Neumann, Kunst Rezensent, Leben und Werk von Jürgen Melzer. Mit der Note vier, also gerade ausreichend auf dem Zeugnis habe ihn in der Schule der Kunstlehrer bedacht. Was der wo heute sagen würde, fragte sich Neumann. Auf Malen sei Melzer gar nicht von vorn herein festgelegt. Zunächst habe er die Musikschule besucht. Erst bei seinem Dienst in der Armee, wo Bilder oft für Wandzeitungen gebraucht wurden, haben Vorgesetzte ihm empfohlen, doch Kunst zu studieren. Nach einem Vorstudienjahr habe Melzer dann an der Kunstakademie in Dresden studiert. Im Auftrag von Betrieben und Verwaltungen schuf der Künstler Wandbilder, in den einfache Menschen in ihrer Umgebung ihren Platz hatten. Leider wurden diese Werke bis auf eines eingemauert, übermalt und sind für immer verloren. Jürgen Melzer, viel Gewese um seine Person, wie er dies bestimmt selbst formuliert haben könnte, behagt ihm eigentlich gar nicht. Während der Laudatio sahen die Besucher doch einen sehr nachdenklichen Jubilar. Jürgen Melzer erläutert seinem Schulfreund Maltechniken Von den Bildern aus der aktuellen Ausstellung hob Dr. Neumann besonders zwei hervor. Einfach liegengebliebene Betonsteine werden dargestellt und doch bleibe für den Betrachter viel Raum mit eigenem Empfinden sich das Gemälde zu erschließen. Und dann das Gemälde mit Petroleumlampe und Kabeltrommel. So gegensätzliche und einfache Gegenstände künstlerisch zu verarbeiten sei schon genial. Offensichtlich hat dieses Gemälde sehr viel mit dem Künstler selbst zu tun. Bestimmt nicht zufällig findet sich dieses Bild neben einem Selbstportrait. Die Ausstellung zeigt Gemälde der verschiedenen Schaffensperioden. Basar in Tunesien Mallorca In den letzten Jahren sind Gemälde unter anderem aus Südfrankreich, Mallorca, Tunesien dazu gekommen, in denen Melzer die Stimmung von Land und Leuten und das besondere Licht sowohl in sanften aber auch grellen Farbtönen wider gibt. Kontraste werden harmonisch und Harmonisches kontrastreich. Einer solchen Spannung kann sich wohl kaum ein Betrachter entziehen. Aus dem Archiv habe ich einen Artikel hervorgeholt, welchen ich 1996 anlässlich seines 65. Geburtstages für eine Regionalzeitung verfasst hatte. Darin kommt Jürgen Melzer oft selbst zu Wort. Deshalb stelle ich ihn hier nochmals zum Nachlesen zur Verfügung. Artikel von 1996: Jürgen Melzer - Malen sein Leben Jürgen Melzer, Jahrgang 41, bodenständig in unserer Region seit 1968, hat Höhen und Tiefen im Leben eines freischaffenden Künstlers durchschritten. Durch zahlreiche Personalausstellungen so in Berlin, Potsdam, Stahnsdorf, Eisenach, Brandenburg, Ludwigsfelde, Teltow, Zossen und in Polen sowie Ausstellungsbeteiligungen in der ehemaligen Sowjetunion, in Polen, Ungarn, Berlin und Frankfurt/O wurden seine Werke weit über das Märkische hinaus bekannt. 1941 in Berlin geboren, in Mittweida/Sachsen aufgewachsen, lebt und malt Jürgen Melzer seit 1968 in der Mark Brandenburg. „Als Kind“, so erinnert er sich, „war eine Pappkiste mit abgebrochenen Buntstiften mein einziges Spielzeug.“ Auf Packpapier von Paketen, auf Rückseiten ausgedienter Formulare entstanden seine ersten Skizzen und Bilder. Dennoch führte sein Weg nicht geradlinig zum Maler und Grafiker. Zunächst erlernte er den Beruf eines Maurers, besuchte ein Jahr die Musikschule in Karl-Marx-Stadt, kam zur Armee. Während der Armeezeit wurde er angeregt, sich an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden zu bewerben. Sein Studium begann er an der Arbeiter- und- Bauern-Fakultät, legte das künstlerische Abitur ab und studierte dann bis 1968 an der Hochschule. Zu seinen Lehrern zählten unter anderem der Dix-Schüler Professor Bergander, Prof. Gerhard Stengel, Franz Tippel, Erich Hering, Prof. Horlbeck (Grafik) und Prof. Michaelis. Nach dem Studium voller Tatendrang, mußte Jürgen Melzer sehr bald erfahren, Talent, Ausbildung und Fleiß sind zwar notwendige aber noch lange nicht hinreichende Bedingungen für einen freischaffenden Künstler. „Wer unbekannt war, von dem wollte auch keiner etwas wissen. So bin ich fast fünfzehn Jahre im luftleeren Raum herumgerudert“, so charakterisiert er selbst diesen Lebensabschnitt. Seine erste eigene Wohn- und Arbeitsstätte wurde eine mit Pappe ausgeschlagene Dachwohnung in Ludwigsfelde, im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt. Verheiratet, erhielten er und seine Frau eine Neubauwohnung in der Allende-Straße. Ein feuchter Keller in Zossen, durch den Frösche hüpften, in dem ständig Neonlicht brennen mußte und an dessen ebenerdigen Fenstern fast pausenlos die Militärkolonnen nach Wünsdorf vorbeidonnerten, wurde zu seinem Künstlerdomizil. Auftragsarbeiten, so für das Autowerk in Ludwigsfelde, für das ACZ in Dabendorf und für die Milchviehanlage in Baruth, verbesserten schließlich die Lebenslage des Künstlers. So konnte er noch vor der Wende ein Anwesen in Dabendorf erwerben. Das Heranwachsen von Gräsern, Bäumen und Sträuchern, die hereinbrechenden Sonnenstrahlen, der Wandel der Jahreszeiten -im Wald vor seinem Atelierfenstern faszinieren den Künstler immer aufs Neue, fordern ihn aber zugleich heraus. Er durchstreift immer wieder diesen Wald, hat schon oft über ihn geflucht. Während seine etwas rundliche Gestalt in der Latzhose und die behutsamen Bewegungen seiner schweren Hände Ruhe ausstrahlen, sind seine Augen immer auf der Suche, scheinen Umrisse, Licht und Farben in ihrem ständigen Wechsel einfangen zu wollen. Jürgen Melzer ist kein Gedankenmaler, der aus seinen Vorstellungen und Gefühlen heraus malt, er braucht das Gegenständliche. Er muß sehen und erleben, sonst sei er hilflos. Jedoch bildet er das Gesehene nicht einfach ab. Zunächst entstehen Berge von Skizzen. „Die Zeichnung ist für mich das Gerüst, um die Malerei herumspannen zu können, der Kern der Formung.“ Auf den Skizzen finden sich Dorfplätze, Landschaften, interessante Details von Bauwerken, technischen Anlagen, Blumen und anderen Pflanzen ebenso wie Menschen in ihren Beziehungen zu den Dingen. Bevor die Zeichnungen auf der Staffelei übertragen und mit Farben umspannt werden, liegen die Skizzen oft monatelang im Schub. An der Staffelei setzt er sich dann erneut mit dem Erlebten auseinander. Erfahrungen aus der dazwischen liegenden Zeit fließen ein, nicht selten haben sich seine Auffassungen zum Malen und zu den Dingen verändert. Dabei geht das Wechselspiel zwischen Wirklichkeit und seelischer Verarbeitung oft bis an die Grenze psychischer Belastbarkeit. Kunst ist für Jürgen Melzer nicht Teil seines Lebens, sondern sein Leben. Auf eine bestimmte Stilrichtung läßt er sich nicht festlegen. Er sei ein impressiver Expressionist. Malte er vor der Wende vorwiegend tonig mit mehr grauen Farben, so sind jetzt seine Bilder farbiger, manchmal regelrecht krachig. Farbkompositionen, die intensive Grün- und Gelbtöne ebenso wie Pink, Lila und ein grelles Blau einschließen, zeugen von einer anderen Sicht auf die Gegenstände. Dies habe für ihn jedoch keinen direkten Bezug zu den gesellschaftlichen Umwälzungen, sondern deute eher auf eine Entwicklungsphase im künstlerischen Schaffen hin. Farb- und Bildkompositionen widerspiegeln in gewisser Weise die wesentlichen Charakterzüge des Künstlers, eine äußerliche Ruhe oder auch Harmonie voller innerer Spannung. Das Beherrschen der verschiedensten Techniken und der Umgang mit den vielfältigsten Materialien kommen Jürgen Melzer auch beim Restaurieren von Gemälden zugute. Er ist davon überzeugt, daß auch unter den neuen gesellschaftlichen Bedingungen „nur jener dauerhaft künstlerisch bestehen kann, der auch künstlerische Werte schafft“. Dabei gibt es für ihn keine schlechte oder gute Kunst, sondern nur Kunst oder Nichtkunst. Jürgen Melzer ist kein zeichnender oder malender Eremit. Seit er als freischaffender Künstler tätig ist, leitete er Zirkel, Kurse, Werkstätten, Pleinairs mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsen. „Hier habe ich Kontakt zu anderen Leuten, erhalte selbst Anstöße zum Nachdenken, spüre eine erste Resonanz auf meine eigenen Bilder. Wenn diese Seite fehlen würde, würde ich in einem geschlossenen Topf herumschmoren.“ Für eine von der Gesellschaft für deutsch-polnische Zusammenarbeit organisierte Ausstellung in Zgorzelec (Polen) werden gerade 70 Bilder des Jürgen Melzer ausgewählt. 2005 stellte Jürgen Melzer im "Alten Krug" aus zurück zu Chronik

2011-01-15 Kunstmaler Jürgen Melzer wird 70
Jürgen Melzer erläutert seinem Schulfreund MaltechnikenJürgen Melzer erläutert seinem Schulfreund Maltechniken
2011-01-15 Kunstmaler Jürgen Melzer wird 70
Basar in Tunesien MallorcaBasar in Tunesien Mallorca
Basar in Tunesien MallorcaBasar in Tunesien Mallorca

2011-01-04 WorldBrass wieder in Zossen

Pünktlich zum Jahresauftakt waren die Musiker von World Brass wieder in Zossen. Mit großer Gespanntheit warteten erfahrene Gäste schon auf die Werke der Musiker. Was wird es in diesem Jahr Besonderes geben? Und was hat der Zossener Konzertbesucher auch schon alles erlebt. Selbst wer bei „World –Brass“ den Programm Flyer mit den Musiktiteln und Komponisten studiert, weiß nie genau, worauf er sich da einlässt. Vielfältig das Repertoire, von Klassik über Jazz bis hin zu einem Raketenstart, vielfältig aber auch die Interpretationen. Wohl kaum einer der Besucher dürfte alle Komponisten kennen, geschweige denn alle angekündigten Musikstücke. Nur der Abschluss der ist eine feste Größe, die besungene Schneeballbeere, russ. Kalina. Ein Volkslied und auch wieder nicht, denn gedichtet und komponiert wurde dieses, zum Pflichtprogramm aller russischen Chöre gehörende Lied, 1860 von Iwan Petrowitsch Larionow. In einer längst vergangenen Zeit sangen die Chöre der Sowjetarmee dieses Lied in unserer Region meist vor dem "Cheidenröslein". Durch die Moderation des kanadischen Posaunisten, Shawn Grocott erfuhren die Zuhörer wieder interessante Details zu den einzelnen Darbietungen, aber auch aus der Geschichte des nun bereits mehr als 15 Jahre existierenden Ensembles. Die Freude am Experimentieren ist der Truppe immer wieder aufs Neue anzumerken. Grocott stimmt dann die Besucher auf Gewöhnungsbedürftiges sehr vorsichtig ein. So auch bei Gravity‘s Rainbow, deutsch „Die Enden der Parabel“. Im gleichnamigen Roman von Thomas Pynchon beginnt die Handlung mit dem deutschen Raketenangriff mit der V2 auf London im 2. Weltkrieg. Ein durchaus gewagtes Experiment in einem Neujahrskonzert. Vielleicht muss sich der Musikliebhaber gar nicht an dies Klänge gewöhnen, jedoch einmal gehört haben sollte er sie schon. Musikstück 2 wurde so umfangreich angekündigt, dass die Neugierde schon groß war. Vorstellungen einer V-2 Rakete und ihrer Geräusche? Nun kennt man als normal sterblicher Mensch ja die V-2 Rakete nicht, jedoch nach dem Musikstück muss dies ein ungeheures Blasen, Klopfen und Zischen gewesen sein. Unsere Vereinsvorsitzende dazu: „Mich erinnerte es eher an Winde die durch brüchige Dächer ziehen und es einem unheimlich erschauern lassen. Was für ein Werk.“ Beinahe im Kontrast zu den Tönen der „World Brasser“ hörte sich die „Sonata in D-Dur“ von Martin Vogt, einen eher selten gespielten Komponisten, von Kreiskantor Benjamin Petereit auf der Schuke-Orgel gespielt, an. Schirmherrin des Neujahrskonzertes 2011 war die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Ulrike Poppe. Unser Heimatverein hat einen nicht unbescheidenen Beitrag zu diesem erneuten Klangerlebnis in Zossen geleistet. Die Beteiligten haben dies gern für die Bereicherung des Kulturlebens in unserer Stadt getan. Sicher hat den einen oder anderen Besucher die Wetterlage doch abgeschreckt. Wer jedoch das Konzert nicht besucht hat, der hat etwas verpasst. Der Auftritt der Künstler von World Brass, die sonst in der in der Philharmonie und in den besseren Musiktempeln der Welt spielen ist für unsere Stadt immer eine besondere Attraktion und auch bereits ein kulturelles Aushängeschild. Vielleicht wird in fünfzig Jahren einmal ein Heimatverein rückblickend zu dem Erfolg der Neujahrskonzerte forschen. Genügend Material ist bereits archiviert. Das Nächstliegende ist aber das Konzert 2012. Kommen Sie einfach vorbei und gönnen sich dieses Klangerlebnis. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

2011-01-04 WorldBrass wieder in Zossen
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