2010-11-27 Weihnachten im Märkischen
und anderswo Bei weihnachtlicher Musik und besonderen Leckereien aus der schwarzen Küche erlebten die Vereinsmitglieder wieder einen teils besinnlichen, aber auch einen fröhlichen Adventabend. zurück zu Chronik


und anderswo Bei weihnachtlicher Musik und besonderen Leckereien aus der schwarzen Küche erlebten die Vereinsmitglieder wieder einen teils besinnlichen, aber auch einen fröhlichen Adventabend. zurück zu Chronik


Buchvorstellung: Siegfried Wietstruck: Über Küster und Schulmeister Über Küster und Schulmeister, so der Titel seines soeben erschienenen Buches, wusste Siegfried Wietstruk auch einiges zu erzählen. Eingeladen vom Heimatverein „Alter Krug“ Zossen, stellte er sein, vom Heimatverein herausgegebenes Buch am 13. November 2010 in der Stadtbibliothek vor. Beinahe jedoch wäre gar kein Buch zum Vorstellen da gewesen. Beim Verlag war die Büchersendung abgegangen. Eigentlich sollte sie am Freitag zwischen acht und zwölf bei Familie Andrae eintreffen. Doch nichts geschah, kein Transporter, keine Bücher. Am Abend galt die Sendung zunächst einmal als verschollen, bis sie sich dann doch wieder im Internet verfolgen ließ. Schließlich die Mitteilung: Sendung um 06.08 im Berliner Verteilerzentrum eingetroffen, um 07.48 Auslieferung nach Zossen. Gegen 9.25 bog endlich der orangefarbene Transporter in den Luchblick ein. So konnte dann doch noch der Autor pünktlich um zehn loslegen. Die Blutdruckwerte der Andraes pegelten sich auch langsam wieder ein. Über diesen Nervenkitzel berichtete die Vereinsvorsitzende Karola Andrae während ihrer Begrüßung des Autors und der 28 erschienen Gäste. Mit diesem Buch habe der Heimatverein sein drittes Buch zur Heimatgeschichte herausgegeben, sie würdigte die Forschungsarbeit des Autors, deren Ergebnisse das Buch in erzählender Form widerspiegelt. Als Gast war auch der Sohn des Autors, Jürgen Wietstruk, erschienen. Er zeichnet für das Layout des Buches verantwortlich. Mit den Grafiken von Jürgen Melzer erhielt das Buch auch einen sehr ansprechenden Einband. Gudrun Haase, Leiterin des Schulmuseums in Zossen, verhehlte nicht ihre Freude über das Erscheinen dieses Buches. „Herr Wietstruk hat mich vor allem angeregt, im Schulmuseum nicht nur Gegenstände aus vergangenen Schulzeiten auszustellen, sondern das Museum selbst zu einer Stätte der Forschung über die Geschichte das Schulwesen in Zossen werden zu lassen.“ Dr. phil. Siegfried Wietstruk, der selbst noch eine Einklassenschule besuchte, später dann fünfundzwanzig Jahre als Lehrer vor allem für Geschichte tätig war, er-zählte gar nicht so viel über den Inhalt seines Buches, sondern mehr darüber, wie er dazu gekommen ist, zur Geschichte der Landschulen im ehemaligen Kreis Teltow, als Schulen des niederen Schulwesens zu forschen. Über 300 Jahre Schulgeschichte im ehemaligen Kreis Teltow lässt Wietstruk in seinem Buch wiederaufleben. Die allgemeine Schulpflicht durchzusetzen erwies sich als ein schwieriges Unterfangen so Wietstruk. „Drei Schwierigkeiten standen dem entgegen. Erstens wurde das Schulwesen von den Gemeinden finanziert und die hatten meist kein Geld, soll es ja heute auch noch geben. Zweitens: Für den Schulbesuch hatten die Eltern, Schulgeld zu entrichten, das war oft auch nicht vorhanden. Drittens: Die Kinder arbeiten auf dem Feld und im Stall mit. So hinderte auch die Kinderarbeit die allgemeine Schulpflicht.“ Unterrichtet wurde in den Landschulen vor allem Religion, aber auch Lesen und Schreiben. Gehorsam gegenüber der Obrigkeit und Gottesfürchtigkeit bildeten die vorrangigen Bildungsziele. Erst in der Weimarer Republik übernahm der Staat die Kontrolle über die Schule. Bis dahin bestimmten die Kirchen das Schulwesen. Kirchliche Würdenträger waren so auch oberste Schulbehörde. Lehrerfamilien seien oft sehr kinderreich gewesen, so Wietstruk weiter. Da das kärgliche Gehalt des Dorfschullehrers nicht ausreichte, um die Familie zu ernähren, waren die Lehrer zumeist auch Küster und Schneider oder sie züchteten auch Seidenraupen. Als Lehrer arbeiteten sie meist bis an ihr Lebensende, denn eine Altersvorsorge kannten sie nicht. Wollte ein anderer die Lehrerstelle vor dem Ab-leben des bisherigen Lehrers übernehmen, so hatte er ihn mitzuversorgen. Lehrerdynastien die oft über einhundert Jahre bestanden, seien unter anderem in Sperenberg und Wünsdorf nachzuweisen. Zu seinen Absichten, die er mit seinem Buch verfolge, äußerte Wietstruk, er habe nicht nur das Alltagsleben in den Schulen und der Lehrer widergeben wollen, sondern die Entwicklung des Schulwesens in die jeweilige Schulpolitik der Herrschenden eingeordnet. Eine weitere Absicht sei gewesen, einen Beitrag zur Aufwertung des Teltow, der einst bis Berlin Mitte reichte, zu leisten. „Mir stößt es jedes Mal unangenehm auf“, so Wietstruk, „wenn im Wetterbericht von Ludwigsfelde und Rangsdorf im Norden des Fläming gesprochen wird“. Der Einladung von Gudrun Haase, im Anschluss noch das Schulmuseum zu besuchen folgten fast alle Gäste aber auch Siegfried Wietstruk. Noch einmal setzte er sich in eine der Schulbänke. Nach einem ersten Einlesen fällt es schwer das Buch aus der Hand zu legen. Viel Spaß und Erkenntnisgewinn beim Lesen. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik



Fürstenwalde - Burg Storkow - Didi 01/41 Der Einladung des Heimatvereins „Alter Krug" zu einer drei Etappentour: 1.Etappe – Dom Fürstenwalde, 2. Etappe - Burg Storkow, 3. Etappe - Überraschung, waren vierzig Heimatinteressierte gefolgt. Während der ersten Etappe vom Marktplatz Zossen zum Dom nach Fürstenwalde lüftete die Vorsitzende des Heimatvereins, Karola Andrae, das Geheimnis. Die dritte Etappe würde die Gruppe zum Museum des Tourteufels DIDI SENFT führen. Teufel Didi ist jener Mensch, der die Fahrer der Tour de France seit dreizehn Jahren, kurz vor dem Ziel am sogenannten Teufelslappen begrüßt. Wenn er gerade nicht auf Tour ist, da hämmert, formt und schweißt er die kuriosesten Fahrräder zusammen. Darunter den deutschen Achter oder auch Tandems bei dem sich die Radler gegenübersitzen. Diese Überraschung hat auch die Überschrift dieses Beitrages veranlasst. Allerdings brauchten die Teilnehmer die Etappen nicht auf Vehikeln mit verbogenen oder eckigen Rädern zurücklegen, sondern in einem bequemen Reisebus. Doch der Reihe nach: Erste Etappe: Ziel der ersten Etappe, der Dom von Fürstenwalde Bei der Zieleinfahrt trat ein klitzekleines Problem auf, wo kann in Fürstenwalde ein Bus parken. Aber schließlich steuerte der Busfahrer den Bus an eine Bushaltestelle. Kommentar des Busfahrers Roland: „Touristen möchten sie alle in der Stadt, aber Parkplätze für Busse meist Fehlanzeige." Im Dom erwartete bereits Domführer Günter Obst, einer der seit Jahrzehnten zu den Hütern des Doms zählt, die Gäste aus Zossen. Leidenschaftlich und mit vielen historischen Details über das Schicksal des Doms begeisterte er seine Zuhörer. So erfuhren sie unter anderem, dass 1385 das Bistum Lebus nach Fürstenwalde verlegt wurde. Fundamente der ehemaligen Stadtkirche wurden beim Wiederaufbau des Doms nach 1945 freigelegt. Der Dom wurde 1446 erbaut. Wer heute in den Dom Eintritt, betritt zunächst einen modernen Gemeinderaum, der durch seine Verglasung den Blick in den Dom freigibt. Dabei fällt jedem links neben dem Altarhintergrund das Sakramentshaus ins Auge. Bischof von Bülow ließ es 1517 bauen. Im April 1945 wurde der Dom, nach einer bereits wechselvollen Geschichte zunächst mit Brandbomben, dann mit Fliegerbomben zerstört. Einige Kunstwerke wie das Sakramentshaus, Grabplatten und das Bistumswappen überlebten eingemauert den Bombenhagel. Das hier die Geschichte des Doms nicht endete, ist vor allem auch dem Engagement der Kirchen und von Fürstenwalder Bürgern für ihren Dom zu verdanken. Seit 1956 läuten vom Turm des Domes wieder die Glocken. Der wiederaufgebaute Dom zeigt, dass nicht unbedingt alles wiederhergestellt werden muss, wie einst gebaut. So haben die Säulen in der Kirche heute keine Trägerfunktion mehr und sind auch nicht mehr alle mit Bogen verbunden. Dennoch vermitteln sie dem Besucher ein Bild davon, wie der Dom einstmals ausgesehen haben muss. Angesichts dieser Domgeschichte sind auch die Wünsche an dem Friedensbaum verständlich. „Ich wünsche mir Frieden in mir und Frieden für alle" steht auf einem der angebrachten farbigen Papierblätter. Zweite Etappe: Burg Storkow Zielpunkt nicht gleich die Burg in Storkow, sondern die „Burgscheune". Wer dann glaubte so gestärkt einen Burgberg besteigen zu müssen, der irrte. Die Burg wurde nicht auf einem Berg errichtet, so der „Burgherr" Andreas Heisig, sondern ohne Fundamente in ein Sumpfgebiet gebaut. Dies konnte natürlich nicht ohne Folgen bleiben. An der noch erhalten südlichen Burgmauer konnten sich die Besucher dann davon überzeugen. Wer die meterdicken Mauern gesehen hat, konnte erahnen, welche Lasten in den Sumpfboden drückten. Dies führte dazu, dass die Südmauer 90cm aus dem Lot geriet und die gesamte Burganlage triftete, wenn auch nur um Millimeter. Die einst dritte Etage des bischöflichen Wohnschlosses fiel diesen Absenkungen zum Opfer. In ihrer ebenso wechselvollen Geschichte erlebte die Burg mehrere Umbauten. Am meisten schimpfte Ortschronist Heising über die vom Berliner Architekten Emil Schaudt, welcher 1910 die Burg erworben hatte, vorgenommenen Änderungen. Diese stellen offensichtlich einen Stilbruch in der gesamten Geschichte der Burg dar. Als die Zossener dann Bilder und Videoaufnahmen vom Zustand der Burg Anfang der 90iger Jahre betrachtet hatten, erhielten sie eine ungefähre Vorstellung von dem Idealismus und Enthusiasmus, den die Freunde der Burg aufgebracht haben müssen, um die Burg wiedererstehen zu lassen. Der Ortschronist Heising ist einer von diesen „Verrückten" und mich recht stolz darauf. Dritte Etappe: Die Fahrradkonstruktionen des DIDI der Teufel Auf eine ganz andere Art muss auch Didi der Teufel irgendwie „verrückt" sein. Sein Museum war das Ziel der dritten Etappe Wer kommt sonst auf die Idee aus einer halben Trabbi- und einer halben Mercedeskarosse ein Fahrrad der deutschen Einheit zu bauen. Wer kommt sonst auf solchen Ideen wie Fahrräder mit viereckigem, achteckigem oder gar dreieckigem Hinterrad zu kreieren. Zig-Mal stehen Didis Konstruktionen bereits im Guinnessbuch der Rekorde, so für das höchste Fahrrad (8,08M), das kleinste Fahrrad, das längste Fahrrad mit zwei Rädern (25,2m) inzwischen 38m und dem größten fahrbaren Klingelfisch; zusammengebaut aus einigen tausend Fahrradklingeln. All diese Gefährte sind fahrbar. Ein, nicht ganz jugendfreies, paarweise zu fahrendes Tretmobil, konnten die Besucher im Video ebenso wie viel andere Varianten in Funktion in einem Video sehen. Die Führung in diesem einzigartigen Museum hatte an diesem Tag seine Frau übernommen. Didi trieb sich wieder einmal in der Radgeschichte umher. Frau Senft berichtete auch über den Anfang der kuriosen Fahrradbastelei. Bastelei trifft dieses Hobby nicht ganz genau. Der ehemalige Karosseriebauer geht doch sehr fachmännisch mit dem Rohstoff Metall um. Angefangen habe alles mit einer Schnapsidee, so Frau Senft. Himmelfahrt traf sich ihr Mann mit einer immer größeren Schar von Himmelradlern. Damit sie sich von anderen Himmelradlern unterscheiden, begann Didi, dem Himmelfahrtstag angemessen oder nicht, irgendwie seltsam konstruierte Zweiräder mit Kette und Pedale zu bauen. Heute haben diese verrückten Fahrräder, die Zahl Einhundert bereits weit überschritten. Nach dem Kaffeetrinken im Didi-Museum noch schnell einmal auf sein Geisterklo und dann ab in den Bus und zurück in unser Zossen, welches auch noch einige heimatgeschichtliche Attraktionen vertragen könnte. Vielen Dank an Karola und Klaus Andrae, die diesen erlebnisreichen und doch auch erholsamen Tag organisiert hatten. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik




















































Am Freitag den 8. Oktober 2010 unternahm eine 3.Klasse der Goetheschule Zossen mit ihrer netten Lehrerin Frau Doliva eine Exkursion in den „Alten Krug". Auch die Muttis von Nina, Frau Zimert, und von Jasmina, Frau Thieke, begleiteten die sehr aufgeweckten, neugierigen und aufgeschlossenen Schülerinnen und Schüler. Klaus Andrae, der Verantwortliche des Heimatvereins für das Museum, erwartete bereits die muntere Schar. Damit auch etwas in Betrieb ist, hatte er zuvor den Ofen in der schwarzen Küche angeheizt. Von der Lehrerin erhielten die Kinder die Aufgabe, sich genau anzuschauen, wie die Menschen damals lebten und dies doch mit heute zu vergleichen. Zunächst musste Klaus Andrea die Funktion des Blitzableiters auf dem Dach erklären. Schüler stellten fest, dass das Haus doch schief stehe. Der morastige Untergrund, Zossen war früher von Moor umgeben, ließ das Haus zum Hang hin absacken. Was so ein Haus wiegt, zeigte der Museumsführer an Hand des mehr als fußballgroßen Feldsteins im Fundament. Dieser war irgendwann einmal unter der Last des Hauses geborsten. Besonders die Jungen interessierte der Handfeuerlöschwagen. Sie probten daran auch gleich ihre Kräfte. Kaum vorzustellen, dass so ein schweres Gerät mit den Händen zum Feuer gezogen wurde. Dann wurde endlich der Weg ins Innere des „Alten Kruges" freigeben. Jetzt lebte der Krug richtig wieder auf. Ein Stimmengewirr, ein Gewusel erfüllte plötzlich die Räume. Lehrerin und Eltern bemühten sich, die Aufmerksamkeit auf die einzelnen Ausstellungsstücke zu lenken. So wurden doch einige der Besucher motiviert, einmal länger, als eine Werbespotlänge, sich Bilder und Gegenstände anzusehen. Besonders umlagert waren jene Gegenstände, die auch einmal angefasst werden konnten, mit denen auch eifrig hantiert wurde. Dabei setzte fast automatisch mit wenigen Ausnahmen, das alte Rollenspiel ein; Jungen interessierten sich für technische Stücke und Mädchen für Kinderwagen und Kleidung. Ob, denn, wie in jedem alten Haus, auch in diesem ein Hausgeist wohne, fragte einer der Schüler. „Natürlich", antwortete Herr Andrae, nur er habe ihn schon lange nicht mehr gesehen. Ein Höhepunkt war, wie bei fast jeden Besuch die schwarze Küche. „Da hing doch früher oben auch Fleisch drin", stellte eine Schülerin fest. Sie hatte so eine Küche schon in einem anderen Museum einmal gesehen. Für die Kinder und sicherlich auch für Eltern und Lehrerin ein erlebnisreicher Ausflug. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik




Schon ab 10 Uhr kamen bei herrlichstem Wetter die ersten Besucher zum "Alten Krug". Neugierig betrachteten sie vor allem um die neue Fassade. Über den ganzen Sommer versperrte das Baugerüst den Blick zum Krug. Die Fassade, das Fachwerk, die Blitzschutzanlage und das Reetdach wurden umfangreich saniert. Rico Die feuchte Witterung im August ließ den abschließenden weißen Anstrich noch nicht zu. Dieser wird erst im Frühjahr 2011 erfolgen können. In den Nachmittagsstunden wurden viele Besucher durch die tolle Musik angelockt. Zu Gast beim Kaffeenachmittag war Rico, der aus der Karibik stammende Hobbymusiker lebt heute in Berlin-Neukölln. Seine Songs ließen die Gäste stundenlang verweilen. Klöppelgruppe im Krug Die Damen vom vereinseigenen Kaffeestand hatten reichlichst zu tun. Kuchen und Schmalzstullen gingen weg wie „warme Semmeln“. Die Kaffeemaschinen liefen über Stunden auf Hochtouren. Im Innern des Kruges strickten, häkelten und klöppelten die frauen einer Interessengrupe Handarbeit. Im Krug selber herrschte großer Andrang. Viele Gäste waren erstmalig im Gebäude. Die Schwarze Küche war ständig durch Schaulustige belegt und der angeheizte Herd spuckte eine angenehme Atmosphäre aus. Aber „die Frau von Heute“ möchte zu so einer Küche nicht mehr zurück. Bürgermeisterin M. Schreiber Die Ausstellung über den Marktplatz von Zossen wurde überaus interessiert betrachtet. Vereinsmitglied Julius Feldkamp erzählte stundenlang mit den Besuchern und gab weitere Informationen. Die Frauen des Klöppel-Klub’s um Frau Margot Bolduan zeigten ebenfalls ihre Künste und ihre Kunstwerke. Zwischendurch lief noch der Streuobstkuchenwettbewerb s. gesonderten Beitrag. Zum späteren Nachmittag schaute auch die Bürgermeisterin Michaela Schreiber noch vorbei. Sie ist allen als Naschmaus bekannt, probierte die Backkünste vom Kuchenbuffett und weilte der Siegerehrung des Kuchenwettbewerbes bei. Dank an alle Gäste für den Besuch und an alle Helfer und Helferinnen für diesen Tag. zurück zu Chronik

Rico
Klöppelgruppe im Krug
Bürgermeisterin M. SchreiberBäckermeister Muschert in der Jury Erstmalig fand in diesem Jahr der Streuobstkuchenwettbewerb zusammen mit dem Offenen Denkmal statt. Die Kulisse des „Alten Kruges“ war ein würdiger Austragungsort für den Wettbewerb. In diesem Jahr stellten sich 6 fleißige Kuchenbäckerinnen den Wettbewerb. Die Jury wurde geleitet von Herrn Bäckermeister Muschert. Insgesamt 4 Jurymitglieder verkosteten den Kuchen. Nach der Auswertung der Bögen belegte: - den 1. Platz Frau Karin Lüders aus Dabendorf - den 2. Platz Frau Solveig Baum aus Zossen - den 3. Platz Frau Elvira Fischer aus Schünow Die Erstplatzierte bekam den Streuobst-Wettbewerbsteller aus der Herstellung der Keramikerin Frau Luise Faber aus Lindenbrück. Jeder Teller ist eine Einzelanfertigung. Für den 2. und 3 Platz stellte der Ortsbeirat Zossen einen Sachpreis zu Verfügung. H.J. Lüders nimmt für seine Frau den Preis entgegen 2. Preisträgerin Solveig Braun 3. Preisträgerin Elvira Fischer Wir sind gespannt, ob im nächsten Jahr sich noch mehr Bäckerinnen und Bäcker an unserem Wettbewerb beteiligen. Fotos: Klaus Andrae zurück zu 2010-2014
Bäckermeister Muschert in der Jury
H.J. Lüders nimmt für seine Frau den Preis entgegen 2. Preisträgerin Solveig Braun 3. Preisträgerin Elvira Fischer
H.J. Lüders nimmt für seine Frau den Preis entgegen 2. Preisträgerin Solveig Braun 3. Preisträgerin Elvira Fischer
H.J. Lüders nimmt für seine Frau den Preis entgegen 2. Preisträgerin Solveig Braun 3. Preisträgerin Elvira FischerZu den eindrucksvollsten Erlebnissen im "Alten Krug" gehört zweifellos das Konzert mit Hans-Joachim Scheitzbach und Hendrik Heilmann. Hans-Joachim Scheitzbach, musizierte als Solo-Cellist viele Jahre an der Komischen Oper Berlin. Hendrik Heilmann, Pianist, ist Dozent an beiden Musikhochschulen in Berlin und spielt bei den Berliner Philharmonikern. Mit Werken von Mendelssohn, Beethoven und Dvořák begeisterten sie die Besucher. Diese erlebten, wie sich Piano und Cello auf wunderbarer Weise ergänzen können. zurück zu Chronik

Anlässlich des Internationalen Tages der Museen öffnete der "Alter Krug" seine Pforten, um den Zuschauern Einblicke in historische Flurkarten zu gewähren. Vereinsmitglied Klaus Voeckler signierte an diesem Tag sein Buch "Unser Zossen" So berichtete die Märkische Allgemeine, Zossener Rundschau am 18. Mai über diese Veranstaltung: „Zossen bei Berlin, Kreis Teltow" Alte Karten sorgten für Gesprächsstoff. Von Andrea von Fournier ZOSSEN Wer glaubt, eine alte Flurkarte locke keinen mehr hinter dem Ofen hervor, sah sich am Wochenende eines Besseren belehrt. Viele Zossener zog es in die Weinberge, wo der Heimatverein im Alten Krug eine Ausstellung anlässlich des Museumstages anbot. Heimatforscher Klaus Voeckler erläuterte die Karten, mit umfangreichen Kenntnissen der Regionalgeschichte flankierte er seine Ausführungen. Vor der bräunlichen Kopie der alten Teltow-Karte staunten alle über die Ausmaße des Kreises. „Ich erinnere mich, wie wir früher auf die Briefe ,Zossen bei Berlin, Kreis Teltow' schrieben", sagte Jutta Brühl, die seit sechs Jahren wieder in ihrem Heimatort Zossen wohnt. „Das muss bis Anfang der 1950er Jahre gewesen sein", wusste Voeckler, denn dann kam der Schnitt: die Stadt Berlin verleibte sich große Teile des Landkreises Teltow ein. Auf die älteste Flurkarte, datiert um 1712, wies er hin. Immer wieder zeigte er Gästen seine neue „Eroberung", auf die er im Geheimen Staatsarchiv gestoßen ist. 1772 aufgenommen und 1777 gezeichnet kann man darauf die Namen der Landbesitzer und Flurnamen lesen und manchmal sogar den vorgesehenen Zweck eines Landstrichs, wenn man der Schrift noch mächtig ist. Viele der älteren Besucher hatten damit kein Problem. „Ich bin erstaunt, wie winzig klein und absolut akkurat Namen und Zahlen geschrieben sind", sagte ein Zossener. Klaus Voeckler erzählte, dass er die Karten oft mit der Lupe abgesucht hat, „und immer wieder entdecke ich etwas Neues". Die Gesprächsthemen waren ganz unterschiedlich. So ging es um die alten Flächen- und Längenmaße, um die in Zossen konzipierte Zitadelle, die der in Spandau ähnelt, und um die Gesetze zur kostenlosen Nutzung von Material auf „wüsten Flächen". Diese setzten die Zossener Ackerbürger im 18. Jahrhundert gegen den Willen ihres Amtmanns Gerresheim am Karpfenteich durch. „Es ist das erste Mal, dass wir die Karten zu Gesicht bekommen und als alte Zossenerin interessiert mich, wie sich Stadt und Region verändert haben", sagte Gisela Ratzmann. Sie freute sich über die Zusammenhänge, die Voeckler herstellte und hatte ihm ein Buch zum Signieren mitgebracht. Im Umschlagdeckel lag eine alte Postkarte vom Zossener Markt - nicht zufällig. Diese Ansicht kannte Voeckler noch nicht. Hocherfreut nahm er für eine Kopie das Einverständnis entgegen." zurück zu Chronik

Himmelfahrt im "Alten Krug" immer ein Erlebnis der besonderen Art. Schauen Sie selbst: 01/12 Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

















Breits um 4.45 h trafen sich 23 Vogel- und Heimatfreunde in Funkenmühle, um den Vogelstimmen und den heimatgeschichtlichen Erklärungen zu folgen. Unter sachkundiger Führung von Klaus Voeckler stapften wir durchs Unterholz, entlang der Wiesen und Entwässerungsgräben. In die Stille des Morgens sangen die Vögel mit voller Lust und sie waren auch erschreckt über uns Menschen, die nun auch schon zu so früher Stunde in ihr Revier eindrangen. Besonders interessant waren noch die Erläuterungen zur Funkenmühle und den verschiedenen Eigentümern in der vergangenen Zeit. Heute steht an dieser Stelle ein liebevoll gepflegtes braunes Holzh aus, in einem schattigen kleinen Park. Nur der angrenzende plätschernde Bach lässt dem heutigen Besucher die Existenz einer Wassermühle mit Wasserrad erahnen. Nach einigen tollen Blicken über den stillen Wolziger See, an den nur die Haubentaucher und Schwäne ihre Runden zogen, ging unser Weg zum bestellten Imbiss ins Inselstübchen. Alle verabredeten sich für die Wanderung in 2011 Fotos: Klaus Andrae zurück zu Chronik


In der Mitgliederversammlung am 10.04.2010 wählten die Mitglieder des Heimatvereins ihren neuen Vorstand. Gewählt wurden Frau Karola Andrae als Vorsitzende, Frau Jutta Melzer als stellvertretende Vorsitzende und Frau Christa Thymian als Schatzmeisterin. So sieht Frauenquote aus. Als Beisitzer wurden in den Vorstand gewählt: Frau Gudrun Haase, Herr Klaus Voeckler, Herr Klaus Andrae, Herr Uwe Neumann und Dr. Rainer Reinecke. Gudrun Haase wird in altbewährter Weise das Schulmuseum leiten. Als Museumsleiter für den "Alten Krug" bestimmte der Vorstand nach dem Rücktritt von Dieter Frambach, dessen Verdienste von den Mitgliedern noch einmal gewürdigt wurden, Klaus Andrae. Text: Dr. Rainer Reinecke Fotos: Klaus Andrae


Im „Alten Krug“ in den Weinbergen steht nun eine erste Leihgabe eines anderen Bauernmuseums. Das vielen Besuchern bekannte Kinderbett, welches im Alten Krug zu sehen war, ist 2009 an den Besitzer zurückgegangen und das schmerzte die Heimatfreunde sehr. Im Schlepziger Bauernmuseum standen zwei gleichartige Bettchen auf dem Speicher. Kinderbetten sind ja eigentlich auch ein „Saisonartikel“. Heute, in Zeiten des Überflusses, wird selten etwas geborgt oder geliehen. Alles muss neu sein oder auch aus der 2.Hand. Wir haben nun den Versuch gewagt zu borgen und es ist uns gelungen. Das liebevoll gearbeitete Bett wird bis Mai 2011 seinen Platz im „Alten Krug“ in den Zossener Weinbergen haben. Hier erfahren Sie mehr über das Bauernmuseum in Schlepzig Kontakt: Tel.: 035472 225 Fax: 035472 64024 Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Text und Foto: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

Archäologie bei Rathaus, Burg und "Oberlaubenstall" Die Vorsitzende des Heimatvereins, Karola Andrae, im Gespräch mit Dietmar Kurapkat, TU Berlin (l) und Archäologe Ulrich Wiegmann (r) Die Organisatoren des Heimatvereins hatten nicht nur wegen der Witterung, sondern auch wegen der mehr als sechzig Besucher gut daran getan, zu der Veranstaltung "Keller - Brunnen - Palisaden. Archäologie bei Rathaus und Burg" nicht in den Alten Krug, sondern im Gemeindesaal der evangelischen Kirche einzuladen. Während der Archäologe Ulrich Wiegmann, der als Archäologe alle Baumaßnahmen in Zossen begleitet, über interessante Funde beim Bau des Rathausparkplatzes und des Burgspielplatzes im Jahre 2009 berichtete, informierte Dietmar Kurapkat von der TU Berlin über das Jahrgangsprojekt Oberlaubestall in der Berliner Straße 9. So erfuhren die interessierten Zuhörer von den Kellerfundamenten, die auf dem Gelände hinter dem Rathaus gefunden wurden. Sie gehörten vermutlich zu einer dort 1707 gegründeten Apotheke. Wiegmann stellte mit leichtem Bedauern fest, dass der Keller nicht noch tiefer freigelegt werden konnte. Das Gebäude der Apotheke musste höchstwahrscheinlich dem späteren Rathausanbau weichen. Es gehörte aber offensichtlich zu den bereits nach dem Stadtbrand 1671 errichteten Häusern. Den Stadtbrand nutzten die Zossener und erweiterten ihren Marktplatz und errichteten die neue Häuserreihe etwa zehn Meter weiter hinten. Im Stadtpark stießen die Bagger, die für die Wege den Boden etwa 40cm tief austauschen mussten, auf Pfosten. Während die Bäume für die südliche Reihe der Pfosten zwischen 1524 und 1531 geschlagen wurden, geben die Pfosten auf der östlichen Seite doch Rätsel auf. Die dendrochronologischen Untersuchungen ergaben hier Altersunterschiede von 1498 bis 1763. Die älteren Pfosten, so eine Vermutung, stammen vielleicht aus der ehemaligen Burg und wurden wiederverwendet. Mit den jüngeren wurden vermutlich schadhafte Stellen ausgewechselt. Was Dipl. Ing. Dietmar Kurapkat von der TU über den Oberlaubenstall in der Berliner Straße 9 zu berichten wusste, war mindestens ebenso interessant. Doch zunächst unterrichtete er die Zuhörer über die Masterprojekte der Denkmalpflege an der TU Berlin. Student, die bereits ein Studium als Architekt, Archäologe, Bauingenieur oder auch Kunstgeschichte absolviert haben, widmen sich in diesem Masterstudium in verschiedenen Studienmodulen der Denkmalpflege. Für den praktischen Teil der Ausbildung wird immer ein konkretes Objekt ausgesucht, an dem die Studierenden Denkmalpflege von der Erfassung des Denkmals bis zur späteren Nutzung erproben können. Auf Anregung von Hillu Preuss von der unteren Denkmalpflege wurde der Oberlaubenstall in der Berliner Straße 9 unter Denkmalschutz gestellt und schließlich das Masterprojekt 2009/2010 der TU Berlin. Die studierenden Denkmalpfleger, so Kurapkat, werden nach Abschluss des Studiums wohl kaum wieder die Möglichkeit haben, sich so gründlich mit einem Denkmalobjekt zu beschäftigen. Oberlaubenställe sind vor allem aus dem Spreewald aber auch in und um Jüterbog und Luckenwalde bekannt. Der Zossener ist der bisher am weitesten nordwestlich gelegene bekannte Bau seiner Art. Während sich im Erdgeschoss offensichtlich Viehställe und Wohnung befanden, diente die Oberlaube in der Regel als Futterlage. Doch in der Oberlaube in Zossen wurde nachträglich eine Decke eingezogen. In einem Raum waren die Wände mit Ziermalereien etwa aus Anfang des 20 Jahrhunderts versehen und offensichtlich schon länger als Wohnung genutzt. Im Raum mit den nachträglich errichteten Wänden und der zusätzlichen Decke wurden an den Wänden Tapetenreste gefunden, die etwa aus den 50iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammen. Anwesende ältere Zossener Einwohner wussten dann auch, wer darin offensichtlich gewohnt hatte; wieder ein Ansatz für das Team um Dietmar Kurapkat. Auf die weiteren archäologischen Funde und Forschungsergebnisse an der TU zum Oberlaubenstall können die Zossener weiter gespannt sein. Der Oberlaubenstall in der Berliner Straße 9, war einmal Denkmal des Monats. Über diesen Oberlaubenstall verfasste Kunshistorikerin Hiltrud Preuß ein Merkblatt . Über Ulrich Wiegmann auf seiner Internetseite mehr erfahren. Text und Foto: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik
Die Vorsitzende des Heimatvereins, Karola Andrae, im Gespräch mit Dietmar Kurapkat, TU Berlin (l) und Archäologe Ulrich Wiegmann (r)Das nunmehr bereits 15. Neujahrskonzert mit den Musikern von World Brass (Weltblech) war erneut ein Ohrenschmaus für alle Zuhörer, wenn die Ohren sich vielleicht auch in moderne Töne erst einhören müssen. Unter welchem Motto das diesjährige Konzert stand, müssten die Veranstalter, also unser Heimatverein und die evangelische Kirchengemeinde für die Geschichtsbücher untereinander noch klären. Denn im Gemeindebrief "Dezember 2009, Januar 2010" wird das Musikerlebnis unter dem Motto "Chansons and Shark Bites" angekündigt, während die Märkische Allgemeine das Motto " „Der Haifisch, der hat Zähne“ kundgetan hatte. Welches Motto auch immer, Töne aus der Dreigroschenoper, die Brahmssche Rhapsodie op. 119 sowie die Variationen über Amerika (The Variations on America) von Charles Ives wurden beiden gerecht. Text: Dr. Rainer Reinecke, Foto: Klaus Andrae zurück zu Chronik
