2009-09-13
2009-09-13 Austellung "Räume kulinarischer Genüsse"
Eine Ausstellung über Gaststätten in einem Ort, auf diese Idee muss erst einmal einer kommen. Der Heimatverein Zossen kam auf diese Idee. Dokumente, Fotografien, Postkarten zeigten die Orte des Gastgewerbes gestern und heute, gaben Auskunft über deren Besitzer und das Leben in den Gasträumen. „Ach ja da war doch“, „dort haben wir meinen 50. gefeiert“, ,„da wohnte doch“ – Mit diesen oder ähnlichen Worten leiteten vor allem die nicht mehr ganz jungen Zossener Besucher ihre Bemerkungen zu einzelnen Ausstellungsstücken ein. Aber auch in Uromas Kochbüchern blätterten die Besucher. Die Ausstellung basierte auf heimatgeschichtlichen Forschungen von Klaus Voeckler. Der Dank für diese Ausstellung gilt aber auch jenen Vereinsmitgliedern, die mit Liebe zum Detail die kulinarischen Orte technisch präsentierten. Die Eröffnung der Ausstellung "Räume kulinarischer Genüsse" ließ sich auch Bürgermeisterin Michael Schreiber nicht entgehen. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik
2009-07-04
2009-07-04 Vereinsausflug nach Fürstlich Drehna
Der Vorstand des Heimatvereins hatte am Sonnabend, den 04. Juli, zu einer Besuchstour nach Fürstlich Drehna eingeladen. So trafen sich dreißig Wissbegierige auf dem Marktplatz von Zossen und traten mit einem schicken Reisebus ihr touristisches Abenteuer an. Ein Abenteuer schon deshalb, weil für diesen Tag schwere Gewitter angesagt waren. Doch ganz so schwer sollte es die Reisegruppe dann doch nicht treffen. 01/36 In Fürstlich Drehna angekommen, wurde die Gruppe vom Vorsitzenden des Kultur- und Heimatvereins, Arno Brückner, herzlich willkommen geheißen. Auf dem wiederhergestellten Pflaster des Ortskerns stehend, erfuhren die Besucher einiges zur Geschichte der Stadt mit ihrem historischen Ortskern, zum standesherrschaftlichen Sitz mit dem 1480 erbautem Wasserschloss. Brückner erinnerte auch daran, dass die Braunkohlebagger 22 Hektar des Parks bereits überbaggert hatten, bis diesen Einhalt geboten wurde. Bereits nach den ersten Worten Brückners war allen Zuhörern klar, dass sie von ihm Dinge erfahren werden, die so weder Prospekt noch in Reiseführern so vermittelt werden können. Dies vor allem, wenn er über das Engagement der Mitglieder des Kultur- und Heimatvereins für die Erhaltung des Schlosses und des Schlossparks spricht. Bürgermeister eine Schmeißfliege Nach der Wende war Frank-Wilhelm Binde, der Inhaber der Gaststätte „Zum Hirsch", Bürgermeister der Gemeinde. Unter seine Regentschaft konnte viele Millionen Fördermittel in nach Fürstlich Drehna fließen. Der Ministerpräsident soll ihn deshalb einmal sogar als Schmeißfliege bezeichnet haben. In seiner Gasstätte wurden die Besucher dann auch zum Mittag in Fürstlich Drehna fürstlich bewirtet. Führung durch den Schlosspark von Fürstlich Drehna Doch davor lag ein ausgedehnter Rundgang durch den Park. Vorbei am Schloss, welches auf einer ehemaligen Wasserburg gegründet wurde, hielten die Geschichtsfreunde im Schatten ca. 200 Jahre alter Gehölze inne. Bei der herrschenden Schwüle an diesem Tag ein angenehmer Ort . Hier erfuhren sie einiges über den Grafen Moritz zu Lynar, der 1793 den standesherrschaftlichen Besitz in Drehna kaufte. Die Lynars wollten offensichtlich ihren Besitz verschönern und ließen um 1813 einen Lustgarten mit Alleen und Pavillons anlegen. Doch schon weniger Jahre später, 1819 ließen sie den Lustgarten in einen Landschaftsgarten umwandeln. Die damals lediglich 11 Hektar umfassende Fläche soll nach einem Plan Lennes gestaltet worden sein. Dies hätten die Gärtner so überliefert. Unterlagen fehlen leider. Ob oder ob nicht, die Parkanlage lohnt heute immer einen Besuch.1877 kaufte der Bremer Reeder und Handelsherr Wätjen die Herrschaft für seinen zweiten Sohn Carl. Der neue Besitzer erweiterte den Park auf 52 Hektar. Hier sind heute die in dieser Zeit gepflanzten Nadelgehölze, Douglasien, Fichten und verschiedene Kiefernarten zu bewundern. Vor allem die 40 Meter hohe, 129 Jahre alte und fünf Meter im Umfang messende Douglasie, dürfte wohl die größte ihrer Art nördlich der Elbe sein. Nach jedem Sturm schauen die Mitglieder des Vereins, ob sie überlebt hat. Sie sei für sie immer ein Symbol. So wie dieser Baum gekämpft habe, wollen sie auch als Verein kämpfen. Unter einem Hügel verberge sich ein Eiskeller mit einem sehenswerten Gewölbe. Im Winter wurde das Eis aus den Teichen gehackt und im Eiskeller für die schlosseigene Brauerei gelagert. In der Schlossbrauerei wird heute noch leichtwürziges Bier gebraut und manches Mal vom Braumeister im Hirsch selbst serviert. Brückner schwebt vor, diesen Eiskeller vielleicht einmal als Weinkeller zu nutzen. Bei der Hitze an diesem Tag, hatte sich bestimmt mancher Besucher einen Platz im Eiskeller gewünscht. Kein OBI zu DDR Zeiten für Kettensägeblätter Als dann über eine weite Grasfläche hinweg eine Rotbuche die Blicke auf sich lenkt, erzählt Brückner, wie seine Mitstreiter und er hier Hand anlegten, um im verwilderten Park die erste Sichtachse wieder entstehen zu lassen. Mit drei schwedischen Kettensägen habe der Forst geholfen. Dies war zu DDR¬Zeiten wie Goldnuggets. Da war OBI noch nicht im nächsten Ort. Jede Sägekette kostete Devisen. Wenn hierbei auch nur eine Sägekette entzwei gegangen wäre, hätte dies richtigen Ärger gegeben. 1945 ging der Park in staatliches Eigentum über. 1956 Übergab der Forst Schloss und Park der Gemeinde, die damit völlig überfordert gewesen sei. Als Handelsfachschule und Jugendwerkhof wurde das Arial genutzt. Als dann die Bagger kamen, hatten viele den Park bereits aufgegeben. Er sei von da an über Jahre vogelfrei gewesen. Durch die vom Tagebau veränderte Wasserbewirtschaftung wurde befürchtet, dass die Bepflanzung nicht mehr ausreichend Wasser erhalte. Auch der Ziegelteich, der in das Parkgelände integriert war, wurde überbaggert. Brückner sprach dann von einem gedeihlichen Miteinander von Bergbau und Parkfreunden, so dass bereits zu DDR-Zeiten ein Sicherungs- und Sanierungsprogramm in Angriff genommen wurde. Eigentümer ist heute die Brandenburgische Schlösser GmbH. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sei über die Schlösser GmbH involviert, so Brückner. Der Panoramaweg über den höchstgelegenen Teil des Parks lässt den Blick über den Niederlausitzer Landrücken, über die Parkteiche zum Schloss ebenso zu wie über die vom Tagebau zurückgegebenen Flächen in das Restloch des Tagebaus. Gehört das Abbaggern eines Teils des Parks auch zu den braunkohleschwarzen Zeiten des Parks, so sieht Professor Helmut Rippl in den wiedergewonnenen Flächen aber auch eine große Chance für die weitere Parkgestaltung. Die Sache mit den immer wieder versetzten Begrenzungspflöcken Die jetzigen Parkteiche so wie der an ihrem Ufer stehende gusseiserne Pavillon seien eigentlich I Fremdkörper im Park, erfuhren die Besucher. Lediglich ein Fließ sollte durch Meliorationsarbeiten etwas erweitert werden. Die Arbeiten wurden an den Wochenenden durchgeführt. In der Woche hatten die Freunde des Parks die Begrenzungspflöcke immer weiter nach außen geschoben. Dies konnte auch den Arbeitern nicht entgangen sein. Deren Arbeit wurde aber nach Kubikmetern bewegtes Erdreich bewertet und so war ihnen dies eigentlich egal. So ist der jetzige Parkteich 6,3 Hektar groß geworden. Der Pavillon, mit seinen bunten Fenstern, stammt ursprünglich vom ehemaligen Landsitz der Kaufmannsfamilie Wertheim. Von Gestrüpp befreit, wurde er im Kunstgusswerk Lauchhammer restauriert und dann im Einvernehmen mit dem Denkmalschutz im Park aufgestellt. Donnern und erste Regentropfen kündigten das Gewitter an, die Feuerwehrsirene rief zum Mittag. Die meisten erreichten den „Hirsch" auch noch trocken. Bockwindmühle zum Nachtisch Nach dem Mittag folgte dann noch ein kleiner Ausflug zur vom Heimatverein errichteten Bockwindmühle. Hier gab Wilfrid Pilz ebenfalls vom Kultur- und Heimatverein ebenso sachkundig Auskunft über die Funktionsweise der Mühle und das angrenzende Bergbaugelände wie zuvor Ardo Brückner über Schloss und Park. Noch 75 cm Wasserauffüllung fehlen den Bergbauseen bevor der geplante Wasserstand erreicht sei. Leider arbeite die Aufschüttung noch derart, dass bereits errichtete neue Verbindungsstraßen und Radwege wieder gesperrt werden mussten. Wieder im Ortszentrum angekommen, nutzten die Besucher die Gelegenheit zu einer Visite im Besucherzentrum des Naturparks Niederlausitz und der mittelalterlichen, im Findlingsbau erbauten, Kirche. 1563 errichtete Caspar von Minckwitz die erste Kirchenmauer. 1895 wurde die Kirche dann völlig umgebaut. Mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken in der alten Schule, 1889 von Carl von Wätjen errichtet, endete dann das Ausflugsprogramm. In Zossen wurden alle ein wenig unfreundlich empfangen. Ein heftiger Gewitterguss ließ diejenigen, die schnell nach Hause wollten, förmlich im Regen stehen. Die anderen rechneten mit der Einsicht des Busfahrers und blieben für die Zeit des Schauers einfach in Bus sitzen. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik
2009-05-21
2009-05-21 Himmelfahrt mit Klarinettentrio
Zu Gast im Alten Krug ist das Klarinettentrio der Musikschule Regenbogen e.V. Fotoalbum Die sechzehnjährigen Schülerinnen Josefa Zalud, Melanie Pilz und Constanze Hahn erfreuten die Besucher unter anderem mit dem Chanson „D'Automne“ von Rogér Calmel; mit dem Irischen Tanz, von Perte Heilbut und klassisch mit Mozarts Divertimento Nr. 4. Viel Erfolg weiterhin und kommt bitte einmal wieder! Gegen 10.30 Uhr traf die erste große Radfahrertruppe ein. Bier, Kaffee, Tee und Kuchen wurde ausgereicht. Einige Gäste fragten auch nach Glühwein, lagen die Außentemperaturen doch erst nur um 10 Grad. Später trafen noch weitere kleine Gruppen mit und ohne Fahrrädern ein. Unter dem Schleppdach aßen und tranken die Besucher und schwatzten miteinander. Zum Glück hatte der kalte Dauerregen des Vortages aufgehört. Die Musik von der CD wurde nur wenig benötigt, aber Kaffee und Kuchen gingen gut weg. Etliche Besucher waren eigentlich wegen der Ausstellung „Guts- und Herrenhäuser“ gekommen, um sich diese am „Herrentag“ anzusehen. Leider mussten wir diese Gäste auf einen anderen Tag vertrösten, hatten doch die Filmleute unseren Ausstellungsraum in Beschlag genommen. Dafür hatten alle Verständnis, und wir erwarten die Gäste am nächsten Wochenende. Unterdessen sind die Filmleute abgerückt und der Krug, mit seiner Ausstellung, ist wieder eingeräumt und zu besichtigen. Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik
2009-05-02
2009-05-02 Vogelstimmenwanderung
Wie jetzt schon seit mehreren Jahren, fand auch in diesem Jahr Anfang Mai, die von unserem Verein veranstaltete Vogelstimmenwanderung statt. Unser Vereinsmitglied Klaus Andrae hat seine Eindrücke im Bild festgehalten. Fotoalbum zurück zu Chronik
2009-04-04
2009-04-04 Kunstausstellung im Krug
„Zossen und rings rum“ - mit dieser Ausstellung ermöglichte der Heimatverein zwei einheimischen Künstlern einen Ausschnitt aus Ihrem Schaffen den Besuchern des Museums zu präsentieren. Ursula Schlaffke aus dem „Zossener Scheunenviertel“ dokumentierte ihr Können mit Öl und Aquarellbildern, in denen sie ihre Ansichten der Stadt Zossen und der Landschaft um Zossen, also Zossen und rings rum, darstellt. Der Wünsdorfer Hans-Joachim Saupe hat in Federzeichnungen, fast dokumentarisch, Gebäude und andere Objekte aus Zossen festgehalten. Text und Foto: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik
2009-01-03
2009-01-03 Neujahrskonzert
Viele Gesichter der Musiker vom Ensemble World Brass sind den Besuchern des Neujahrskonzertes inzwischen vertraut. Schließlich erlebten die Zossener Musikfreunde bereits das 14. Neujahrskonzert. Shawn Grocott, Posaunist im Orchester, führte wie immer charmant durch das Programm. Seit 1995 lebt der Kanadier nun bereits in Deutschland. Der einzige in dieser Truppe, der kein Blechblasinstrument spielt ist der Schlagzeuger Barry Jurjus . Barry Jurjus hinter seinen verschiedensten Instrumenten zu erleben, ist nicht nur ein Genuss beim Zuhören, sondern auch ein Hingucker. Oder der Engländer Christopher Dicken, der mit seinen Trompetensoli die Zuhörer immer wieder begeistert. Das Ensemble spielt aber nicht nur einfach Kompositionen nach, sondern experimentiert auch gern. So mit Stücken, die eigentlich nicht für Blechblasinstrumente gedacht sind. Mit seinem Spiel auf der Schuke- Orgel rundete Kreiskantor Benjamin Petereit das Klangerlebnis Neujahrskonzert 2009 ab. Mehr über das Ensemble erfahren sie auf dessen Internetseite. Text: Dr. Rainer Reinecke; Foto: Klaus Andrae zurück zu Chronik