Vortrag von KLaus Voeckler anlässlich des 460. Jahrestages der Bestätigung und Erweiterung der Zossener Stadtrechte durch Kurfürst Joachim II. Anlässlich des 460. Jahrestages der Bestätigung und Erweiterung der Zossener Stadtrechte durch Kurfürst Joachim II. hatte der Heimatverein in den Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde eingeladen. Unser Vereinsmitglied und Heimatforscher Klaus Voeckler dozierte nicht, sondern nahm seine Zuhörer auf eine Zeitreise mit. Dabei erfuhren die Zuhörer historische Zusammenhänge, die über jene Publikation anlässlich des 450. Jahrestages im Buch „Zossen ein märkisches Städtchen" hinausgingen. Susanne Wölfe-Fischer berichtete über diese Veranstaltung in der Märkischen Allgemeinen, Zossener Rundschau vom 14.11.2006 u.a.: „Referent des Abends war Klaus Voeckler. Der ausgewiesene Experte der Zossener Geschichte beschäftigt sich seit gut 30 Jahren mit seinem Steckenpferd. Im Vorfeld zum Vortrag hatte Voeckler seine Studien noch intensiviert. „Ich habe mir viele Akten daraufhin nochmals vorgenommen und durchgesehen. Viele habe ich fünf oder sechs Mal gelesen und es haben sich immer wieder neue Zusammenhänge ergeben“, erklärte der Heimatforscher. Als kurzweilig erwies sich dann auch der zweistündige Vortrag, der sich im wesentlichen mit den am 12. November 1546 durch Kurfürst Joachim II. an Zossen verliehenen Privilegien beschäftigte. Zwar ist die Originalhandschrift davon vermutlich im Dreißigjährigen Krieg verbrannt, doch dank der im Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam erhaltenen Abschrift im Erbregister von 1583 konnten die Einzelheiten von Klaus Voeckler nachgelesen werden. Damit die zeitlich doch recht fern liegenden Ereignisse für die zahlreichen Zuhörer besser vorstellbar wurden, bediente sich der Referent eines Kunstgriffs „am Wegesrande der Wahrheit“, wie er es selbst nannte. Um ein Bild der Zeit einzufangen, überbrachte ein fiktiver Reiter die Privilegien vom Kurfürsten an den damaligen Zossener Amtmann Eustachius von Schlieben. Minutiös wurde der Weg des Boten über Mittenwalde und Telz zum Zossener Mühlenberg beschrieben. Von dort ging es weiter über die Siedlung am Zossener Weinberg hin zum Zossener Kietz und von dort zur Burg, dem Sitz von Schliebens.“ zurück zu Chronik
2006-09-27
2006-09-27 Improvisierter Nottekanal
Über die Entstehung des Kanals und seine weitere Geschichte wollten die Besucher des Alten Kruges am Freitag, den 27. Oktober eigentlich etwas aus dem Munde des Geschäftsführers des Wasser- und Bodenverbandes Dahme-Notte, Torsten Woitke hören. Doch dann ...? Darüber berichtet die Märkische Allgemeine, Zossener Rundschau, in ihrer Ausgabe vom 30.10.2006: „Zeitreise auf dem Nottekanal Zossner schwelgten in Erinnerungen PEGGY HEYDICK ZOSSEN: Improvisationstalent war am Freitagabend im Zossener Heimatverein 'Alter Krug' gefragt. Eigentlich wollte der Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes Dahme-Notte, Torsten Woitke, einen Vortrag über die Geschichte des Nottekanals halten. Da er aber nicht kam, übernahm das spontan Vereinsmitglied Klaus Voeckler. Dank seines umfangreichen Wissens als Heimatforscher lud er die Anwesenden kurzerhand zu einem Ausflug in die Vergangenheit ein. Die Zeitreise begann vor eintausend Jahren. Damals befand sich im Gebiet des heutigen ZOSSENs eine Seenlandschaft, durch die sich ein kleines Flüsschen schlängelte – die Notte. Bereits im Mittelalter erkannte man die Bedeutung der Notte, die zum Fischen genutzt wurde. An ihrem Ufer entstanden zahlreiche Mühlen. Auch als Transportweg diente das Flüsschen. Kähne brachten Holz und Waren nach Berlin. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dann der Ausbau der Notte in Angriff genommen, um die Schifffahrt zu erleichtern. 1856 leitete der erste Spatenstich an der Stelle, an der heute der Zülowkanal in die Notte hineinfließt, das Vorhaben ein. ‘Mit der Fertigstellung der Mellener Schleuse 1864 hatte der Nottekanal seine volle Funktionsfähigkeit erlangt’, erklärte Klaus Voeckler. Der vier bis fünf Meter breite Kanal ermöglichte nun einen regen Schiffsverkehr. Kalkbrennereien und Ziegeleien siedelten sich an und produzierten Baumaterialien für das wachsende Berlin. Entlang der Notte wurden nicht nur Fische, sondern auch Enten gefangen. So genannte ‘Amtsentenfänger’ versorgten die herrschaftlichen Tafeln mit den gefiederten Tieren. Nach dem zweiten Weltkrieg erlahmte das Leben auf dem Nottekanal. Er wurde mehr und mehr zu einem Ausflugsziel für die Berliner, die mit Paddelbooten auf oder mit Fahrrädern neben dem Kanal entlangfuhren. ‘Vielleicht wird die Notte wieder ein Erholungsgebiet’, beendete Klaus Voeckler hoffnungsvoll seinen Vortrag, für den sich sein Publikum mit herzlichem Applaus bedankte. Im Anschluss wurden im denkmalsgeschützten Fachwerkhaus ‘Alter Krug’ alte Erinnerungen aufgewärmt. Die Zossener plauderten über ihre Kindheitserinnerungen, über das klare Wasser und die riesigen Karpfen des Kanals. Sie sprachen vom sonntäglichen Schlittschuhlaufen und auch von Spaziergängen durch den Stadtpark – die heute an der seit Sommer 2005 fehlenden Brücke scheitern. Doch nicht nur alteingesessene Zossener interessierten sich für den Nottekanal und seine Geschichte. Neu-Zossener Klaus Reinhardt sprach begeistert von einem ‘die Landschaft prägenden Bauwerk’. Die kluge Entscheidung damaliger Lokalpolitiker habe durch den Ausbau zum Kanal die Landwirtschaft und das Gewerbe gefördert. Heute käme es darauf an, den Nottekanal touristisch zu erschließen, beispielsweise durch das Einrichten eines historischen Wanderwegs als besondere Attraktion.“ zurück zu Chronik
2006-09-10
2006-09-10 Tag des Offenen Denkmals
Dieses Jahr wird im "Alten Krug" eine Dokumentation über 15 Jahre Restaurierung des "Alten Kruges präsentiert. Am Nachmittag, wie bereits üblich, kann bei Kaffee und Kuchen ein Schwätzchen gehalten werden. zurück zuChronik
2006-09-02
2006-09-02 Ausstellung 15 Jahre Wiederaufbau "Alter Krug"
Im Alten Krug wird anlässlich der diesjährigen Langen Nacht der Museen die Ausstellung 15 Jahre Wiederaufbau des "Alten Kruges" eröffnet. Dieses denkmalgeschützte Fachwerkhaus wurde zu DDR-Zeiten dank des Einsatzes von Dieter Frambach vor dem Untergang bewahrt. Bereits 1986 fanden sich Mitstreiter aus den Weinbergen, die an den Wiederaufbau des "Alten Kruges" glaubten und erste Instandsetzungsarbeiten vornahmen. 1988 erhielt, dank des Neuruppiner Rohrdachdeckers, der Krug ein neues Reetdach. Am 13. November1991 wurde für den Krug eine Baudenkmal - Urkunde ausgestellt. Vor dem Verfall war der Krug dennoch nicht gerettet, Abstützungsmaßnahmen waren notwendig geworden. All diesem und dem was in den Folgejahren mit dem Krug widmete sich die Ausstellung mit Fotografien und Dokumenten. Details zum Wiederaufbau des "Alten Kruge" können Sie im Heimatjahrbuch Teltow-Fläming, Dieter Frambach: "Der 'Alte Krug' in den Zossener Weinbergen" nachlesen. zurück zu Chronik
2006-07-22
2006-07-22 Rangsdorf in alten und neuen Fotos
Nach der Ausstellung im Jahre 2004 "Rangsdorf vom Dorf zur Siedlergemeinde", präsentierte Siegfried Wietstruckin diesem Jahr Rangsdorf in alten und neuen Bildern. zurück zu Chronik
2006-07-07
2006-07-07 Wasserschäden durch Kanalisation
Als Klaus Andrae an diesem Tag das Gelände des Kruges betrat, musste er dies entdecken. Durch den Gully auf dem Gelände des Kruges war mehrere Regentonnen voll Wasser auf das Gelände des Kruges geschossen.Da das Gelände abschüssig ist und das Wasser gewöhnlicher Weise bergab fließt, hat es vor allem das Nebengebäude mit Küche und Toiletten getroffen. Es stank bestialisch. zurück zu Chronik
2006-07-01
2006-07-01 Vereinsausflug nach Übigau
Der diesjährige Vereinsausflug führte nach Übigau. Was wir 2019 im nachhinein dazu gefunden haben sind Fotos. Was wir hoffentlich noch hinbekommen ist ein beschreibender Text. Hier lediglich ein paar Impressionen zu diesem Besuch 01/18 Fotos: Klaus Andrae zurück zu Chronik
2006-05-25
2006-05-25 Himmelfahrt mit Frühschoppen und Kaffee und Kuchen
Sowohl für jene die am Himmelfahrt schon unterwegs waren als auch für jene, die erst ab Mittag auf die Beine kamen, öffnete der Heimatverein an diesem Tag seine Pforten. Ab 11:00 Uhr lud der der Heimatverein zu einem Frühschooppen ein und ab 14:00 Uhr wurde selbstgebackener Kuchen und Kaffee gereicht. zurück zu Chronik
2006-04-01
2006-04-01 Fossilien aus der Jetztzeit - Ausstellung
Dies war schon eine Ausstellung der besonderen Art. Da finden sich Jugendliche und gestalten, was unsere Nachfahren in in 3000 Jahren in Fossilien von unserer heutigen Zivilisation finden könnten. Ob die Nachfahren dies auch interessieren wird? Die Märkische Allgemeine, Zossener Rundschau, 03.04.2006 berichtet über die Ausstellungseröffnung: "Was die Nachfahren über uns ausgraben Sonderausstellung „Fossilien“ in Zossen GUDRUN OTT ZOSSEN 'Ist morgen noch wichtig, was heute unverzichtbar erscheint?' Mit dieser Frage eröffnete Uwe Stuck im Alten Krug Zossen am Samstag die Ausstellung 'Fossilien – Schätze des 21. Jahrhunderts'. Realisiert vom Kulturförderkreis Klausdorf und vom Zeichenstudio Z, haben Kinder und Jugendliche Fossilien gestaltet, wie sie in dreitausend Jahren von unseren Nachkommen freigelegt werden könnten. Zeugen unserer Zivilisation. Zu den 14 Stücken gehören 'Mobile Wurzeln' (ein teilweise wieder ans Licht befördertes Handy, umgeben von versteinerten Blättern) oder 'Topografische Daten' (eine Festplatte, versunken im Sandstein). Das Projekt entstand für die Ausstellung Brandenburger Kunstschulen, das parallel zu den Brandenburger Musikschultagen lief, sagte Tanja Offen vom Klausdorfer Zeichenstudio Z. Die Stücke wurden zuvor in der Bahnhofsgalerie in Bad Freienwalde gezeigt. Dass die Fossilien gut zum Interieur des Denkmals Alter Krug passen, bestätigten die zahlreich erschienenen Besucher am Sonnabend. Kommunalpolitiker, Freunde des Heimatvereins und Bürger aus Zossen und Umgebung gaben sich im wahrsten Sinne des Wortes die Klinke in die Hand. Es war in der Ausstellungsstube mehr als voll. Um alle Projekte betrachten zu können, mussten die Schaulustigen wie bei einer Prozession nacheinander weiterrücken. Die letzten waren noch nicht drinnen, da standen die ersten schon wieder auf dem Hof. Die 16-jährige Christin Osterloh aus Glienick zeigte das von ihr gestaltete fossile Fundstück 'Insolvenz'. Christins ehemaliger Horterzieherin Brigitte Kühn gefiel die Gestaltung, aber vor allem der Gedanke, dass es in ferner Zukunft keine Insolvenzen mehr geben könnte. Von den jüngsten Kursteilnehmerinnen, der neunjährigen Vanessa und der gleichaltrigen Sarah sowie der zehnjährigen Marie-Isabell, stammt die Idee mit dem 'Ausflug der Farben'. Ein Vogelkäfig aus Pappe mit Vögeln aus Farbtuben. Die Federn aus Papier hätten am meisten Mühe bereitet, erklärte Marie-Isabell den Ausstellungsbesuchern. Zeichnungen und Fossilien sollen im Alten Krug nicht wie ausgedruckt, nur bis zum 20. Mai, sondern noch einen Tag länger zu sehen sein. Denn am 21. Mai ist internationaler Museumstag. Anschließend wolle man großformatige Bilder von der Rekonstruktion des Alten Kruges ausstellen, so die Veranstalter. Dieter Wagner vom Zeichenstudio wies noch darauf hin, dass am 7. Mai, dem Tag des offenen Ateliers, die anderen Arbeiten der Kursteilnehmer in Klausdorf angeschaut werden können." zurück zu Chronik
2006-03-24
2006-03-24 Mitgliederversammlung
Über die Mitgliederversammlung berichtete Vereinsmitglied Jutrta Melzer in der Märkischen Allgemeinen vom 27.03.2006: Renner ist der Jahreskalender - Uwe Stuck gibt Vereinsvorsitz auf JUTTA MELZER ZOSSEN Der Heimatverein „Alter Krug“ Zossen hatte am Freitagabend zur Mitgliederversammlung ins Vereinsdomizil in den Zossener Weinbergen geladen. Knapp die Hälfte der 73 Mitglieder des Vereins war erschienen, um im denkmalgeschütztem Gebäude Resümee über geleistete Vereinsarbeit im vergangenem Jahr zu ziehen, den Arbeitsplan für das jetzige zu diskutieren und den Vorstand neu zu wählen. So hat sich der Verein auch 2005 als fester Bestandteil im Zossener Leben bewährt. Dank der Stadt Zossen konnte er seine nutzbare Fläche etwas vergrößern, so dass sich damit neue Perspektiven für den Heimatverein ergeben. Seit seinem Bestehen bewährt sich der Verein unter anderem mit Beteiligungen am Internationalen Museumstag, an der „Langen Nacht der Museen“ des Kreises, ist bei Festen der Stadt dabei, wie beim Fest der Vereine am 1. Mai und beim Weihnachtsmarkt. Vorträge und Begegnungen im und am „Alten Krug“ zählen dazu, so die Vogelstimmenwanderung im Frühjahr oder die Adventsabende, der Märchennachmittag in der Vorweihnachtszeit. Immer sind es mit viel Mühe und Organisationsgeschick in ehrenamtlicher Arbeit vorbereitete Angebote des Vereins. Zu deren Gelingen tragen viele fleißige Helfer bei, sie bauen Zelte auf, tragen Bänke, backen Kuchen, machen sauber, kurzum, ohne sie wäre ein rühriges Vereinsleben nicht denkbar, betonte Uwe Stuck in seinem Rückblick. 2005 zählte die Museum- und Begegnungsstätte „Alter Krug“ knapp tausen Besucher, berichtete Dieter Frambach. Höhepunkte wie die Ausstellung „Jürgen Melzer-Malerei“ und der Auftritt von Larry Schuba zur „Langen Nacht der Museen“ zogen besonders viele Besucher an. Zu einem „Renner“ ist inzwischen der Jahreskalender mit seinen historischen Fotos geworden. So überstieg 2005 zum ersten Male die Nachfrage das Angebot von 220 Exemplaren, die zum Teil in mühsamer Handarbeit hergestellt werden müssen. Das Schulmuseum vom Zossener Kirchplatz, das gleichfalls im Heimatverein integriert ist, zählte 2005 790 Besucher, wie Gudrun Haase, die Leiterin, berichtete. Mit seinen wechselnden Ausstellungen wie „Schule in der DDR“, „Glückwünsche und Glückwunschkarten im Wandel der Zeiten“ oder derzeit mit „Lernen zu Zeiten der Väter und Großväter“ erreicht es immer ein dankbares Publikum. So kamen auch 3. Klassen aus dem Norden des Kreises oder man beteiligte sich mit einer Ausstellung beim Schulfest der Dabendorfer Geschwister-Scholl-Schule . Als neue Vorsitzende des Heimatvereins wurde Karola Andrae gewählt, da der langjährige Vorsitzende Uwe Stuck aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten muss. Die anderen Vorstandsmitglieder wurden in ihrem Amt für weitere zwei Jahre bestätigt. Karola Andrae will in gewohnter Weise die Arbeit von Uwe Stuck fortsetzen und versuchen noch mehr jüngere Mitglieder zu gewinnen und einzubeziehen, auch die „Weinberger“ Anwohner. Quelle: Märkische Allgemeine, Zossener Rundschau, 27.03.2006 zurück zu Chronik
2006-03-04
2006-03-04 Burg und Torhaus wieder zu sehen
Am Sonnabend, den 4 März 2006 machten sich Mitglieder des LAGA-Vereins und des Heimatvereins auf, im Stadtpark die Sicht zu den Überresten der Festung und zum Torhaus wieder zu ermöglichen. Wildgewachsenes Gestrüpp und dornige Sträucher hatten die Festung fast eingehüllt. Am Rosengarten verwehrten ebenfalls Sträucher den Blick zum Torhaus. zurück zu Chronik
2006-01-03
2006-01-03 Mit Pauken und Trompeten - Neujahrskonzert
Auch das Jahr 2006 wird in Zossen mit dem Neujahrskonzert von World Brass (Weltblech) mit Pauken und Trompeten kulturell eingeleitet. Gemeinsam veranstaltet durch die Stadt Zossen, die evangelische Kirchengemeinde und dem Heimatverein "Alter Krug" gehört dieses Konzert zu den fest etablierten kulturellen Höhepunkten in Zossen. Von der Qualität der Musik der Musiker von World Brass sind nicht nur die Zossener angetan. viele Gäste reisen extra von weit her an, um diese Klänge zu erleben. Die Märkische Allgemeine, Zossener Rundschau berichtet in ihrer Ausgabe vom 05.01.2006 "Weltblech setzt sich nicht nur aus Musikern aus vielen Ländern Europas und Australiens zusammen, sie musizieren auch weltweit. Nach Zossen folgt Antwerpen. Zwölf Komponisten und Arrangeure schrieben mehr als 20 Stücke eigens für Weltblech. In Zossen zu hören war neben anderem ein Konzertstück für Bläser und Schlagzeug des bekannten polnischen Komponisten Marcin Blazewicz. Die sehr moderne Musik befremdete nur in den ersten Tönen, riss dann sehr schnell das zumeist ältere und konservative Publikum mit. Man sah elegante, schick behütete Damen tuscheln, gesetzte Herren, sich anfangs vornehm zurückhaltend, aufspringen und frenetisch applaudieren. Sensibel im Programm platziert, begeisterte Kreiskantor Benjamin Petereit mit seinem virtuosen Spiel von „Offertoire sur la marche des rois“ an der SchukeOrgel. Nach 'Don Giovannis Höllenfahrt', raffiniert ausgestattet und lakonisch verdichtet vom Niederländer Jan Koetsier mit Motiven aus Mozarts gleichnamiger Oper, applaudierte das Publikum stehend. Da gab es Reggae-Rhythmen, Poppiges und jazzig Angehauchtes. Wer hat je den Giovanni so gehört? Die Zossener waren, ob dieses Genusses, sehr zu beneiden. „Moderne Musik, lebendig und belebend“, fand Superintendentin Katarina Furian. Die Zuschauer erklatschten sich Zugabe um Zugabe, und gaben erst nach, als die erschöpften Musiker versprachen, im nächsten Jahr wiederzukommen. Die Berliner Dagmar und Bodo Marquard, zum ersten Mal zum Konzert hier in der evangelischen Kirche, staunten, „weil in der deutschen Hauptstadt niemand weiß, dass in Zossen solche großartigen Konzerte stattfinden.“ Dass Bedarf nach solcher Kunst besteht, beweist, dass die Besucher mitten in der Woche förmlich in die Kirche strömten. „Auch durch solche Konzerte mausert sich Zossen nach und nach, zum kulturellen Geheimtipp im Süden Berlins“, meint Lothar Nalbach, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung." zurück zu Chronik