Heimatverein "Alter Krug" Zossen e.V.

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2005

2005-10-28 Im Reich von "Fischer-Kalle"

Dieser Film von Gerhard Kretlow würdigt in besonderer Weise das Wirken des Fischers Karl-Heinz König, genannt Fischer-Kalle. Einzigartige Aufnahmen vom Leben im See, im Schilfgürtel und im Bruchwald zeichnen diesen Film aus. Plakat: Archiv Dieter Frambach zurück zu Chronik

2005-10-28 Im Reich von "Fischer-Kalle"

2005-09-11 Tag des Offenen Denkmals

So berichtete die Märkische Allgemeine über diesen Tag: "Der „Alte Krug“ als Galerie - im Museum Lang verschollene Kunstblätter gesehen ELFRIEDE STEYER ZOSSEN Regentage sind Museumstage. Was sonst soll man an einem verregneten Sonntag anfangen. Eigentlich. Wenn aber das Museum fernab der großen Landstraßen liegt? In den historischen 'Alten Krug' kamen auch an diesem zweiten September-Sonntag – wie alljährlich – Besucher. Viele Ausstellungsstücke kennen die Leute. Manches ist mit Ergänzungen zu sehen wie die Mokkatässchen, 'jedes ein Unikat', wie der ehrenamtliche Chef des Hauses, Dieter Frambach, sagt. Geradezu liebevoll führt er alles vor, weist auf Besonderheiten hin. Dass so manches aus eigenem Besitz stammt, ist nur ganz nebenbei wie zufällig zu erfahren. Gelegentlich streckt er finanziell etwas vor – natürlich nach Absprache mit seiner Frau und auf eine Urlaubsreise verzichtend. So zum Beispiel eine vollständige Dokumentensammlung historischer Begebenheiten. Die aber ist – erst einmal auf der Datenbank fest gehalten – noch nicht zu sehen. Zu sehen sind dafür aber 53 Zeichnungen, ausgeführt mit dem Bleistift, mit Kreide und Kohle. Auch sie hat Frambach erst einmal erworben, um sie sicher zu stellen. Denn 124 Jahre galten sie als verschollen. Auf einem Dachboden beim Schornsteinfeger Klaus Bock wurden sie entdeckt, haben diese Zeit nahezu schadlos überstanden. Den Künstler nennt kein Standardwerk der Bildenden Kunst, der doch Beachtliches hinterlassen hat. Es war Robert Arndt, der als sein „Gewerbe: Zeichenlehrer“ angab. Am 5. Juni 1865 ist er in Klausdorf geboren worden. Am selben Ort ist er am 10.Februar 1918 gestorben. Die Familie muss wohlhabend gewesen sein. Der Vater Franz Arndt war Gastwirt. Auch eine Ziegelei gehörte zum Arndtschen Besitz. Robert hätte ein stattliches Erbe antreten können, sollen. Aber nein, er musste die so genannte brotlose Kunst wählen. Er war 16, als er in die Berliner Königliche Kunstschule eintrat. Die Ausstellung zeigt nun seine Prüfungsarbeit. Die Aufgabe war eine Kohlezeichnung nach einem Gipsmodell. Arndt hat sie mit einem Aufkleber versehen, der ihn als Absolventen der Königlichen Kunstschule und Lehrer ausweist. Auch ist vermerkt, dass er zwölf Stunden daran gearbeitet hat. Es gibt mehrere derartige Ornamente, die der Bau gebundenen Architektur zuzuordnen sein könnten. Bemerkenswert daran ist in der Ausführung die räumliche, plastische Wirkung, die durch Schatten erreicht worden ist. Einige Porträts wie die eines römischen Mannes oder eines Ritters (aus Arndts 1. Studienjahr) sind der Mode der Zeit geschuldet und treffen hier nicht den Geschmack jedes Betrachters. Drei Porträts heben sich daraus hervor. Da ist das 'Porträt einer unbekannten Dame', deren verschleierter Blick etwas Fragendes zu haben scheint. Daneben der Kopf eines jungen Mannes mit Pagenhaarschnitt, der sehr weiblich wirkt. Er birgt sein Gesicht auf den Händen. Hier zeigt sich, dass Arndt die Herausarbeitung von Gesichtszügen mehr gelegen hat. Hände haben Künstlern schon immer besonderes Können abverlangt. Das dritte Porträt hat Frambach durch Vergleiche als Dante Alighieri identifizieren können. Das Bildnis Dantes von Giotto dürfte dafür als Vorbild gedient haben. Wer eher nur mal so auf einen Kaffee und Kuchen, von Heimatverein-Frauen selbst gebacken, gekommen war, konnte durch diese Exhibition mit Gewinn den Tag des Museums für sich registrieren. Aber auch die Handfertigkeit der Klöpplerinnen mit Margot Bolduan bei schwungvoller Musik am Keyboard von Marcel Schwarz konnten den Regentag vergessen machen." Quelle: Märkische Allgemeine, Zossener Rundschau, 14.09.2005 Plakat: Archiv Dieter Frambach zurück zu Chronik

2005-09-11 Tag des Offenen Denkmals

2005-09-04 Kirchplatzfest

Auch in diesem Jahr beteiligte sich der Verein mit einem eigenen Stand beim Kirchpllatzfest. Präsentiert wurden unter anderem Malerei des in Zossen geborenen Künstlers Günther Schulze. Foto: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

2005-09-04 Kirchplatzfest
2005-09-04 Kirchplatzfest

2005-09-03 Lange Nacht der Museen

Von 18.00 bis 01.00 Uhr war der "Alter Krug" für die Besucher geöffnet. Viele Heimat- oder auch Museumsfreunde nutzten die Gelegenheit, um sich die Ausstellung mit historischen Zeichnungen von Robert Arndt anzusehen. Lary Schuba in Concert Bürgemeisterin Michaela Schreiber (m), Ortsbürgermeister Andreas Noack (l) Museumsleiter Dieter Frambach erläutert Gästen die Ausstellung Die Zeichnungen stammen aus der Zeit von 1882-1889 aus der Studienmappe v. Robert Arndt, Klausdorf. Ein Höhepunkt des Abends war zweifewllos der Auftritt des Countrysängers Larry Schuba. Einige seiner Liedtexte bezogen sich auch auf sein unmittelbares Lebensumfeld in Zossen. schließlich ist er ja wie der Alter Krug seit geraumer Zeit ein Weinberger. Als Gäste begrüßten die Besucher auch die Bürgermeisterin der Stadt Zossen, MIchaela Schreiber, und den Ortsbürgermeister Andreas Noack. Unser Schulmuseum öffnete seine Schultür zu ungewöhnlicher Schulzeit, nämlich von 18:00 bis 22:00 Uhr. zurück zu Chronik

2005-09-03 Lange Nacht der Museen
Bürgemeisterin Michaela Schreiber (m), Ortsbürgermeister Andreas Noack (l)Bürgemeisterin Michaela Schreiber (m), Ortsbürgermeister Andreas Noack (l)
Museumsleiter Dieter Frambach erläutert Gästen die AusstellungMuseumsleiter Dieter Frambach erläutert Gästen die Ausstellung

2005-06-17 Archäologie in Zossen

Archäologe Ulrich Wiegmann uns seine Helfer waren 2005 im Stadtbild nicht zu übershen. Sie legten sowohl auf dem Marktplatz vor der Post und am Kirchplatz vor der Friedenseiche Zeugnisse der Stadt unserer Vorfahren frei. So konnte der Heimatverein für den Vortrag des Grabungsleiter Ulrich Wiegmann auch auf zahlreiche Besucher hoffen. Archäologische Arbeiten im Stadtzentrum 2005 SUSANNE WÖLFLE-FISCHER berichtet in der Märkischen Allgemeinen, Zossener Rundschau, 20.06.2005: "Grabungen bleiben weiterhin spannend Archäologe referiert im 'Alten Krug' ZOSSEN Die Archäologie stößt in Zossen auf zunehmendes Interesse der Bevölkerung. Ein Eindruck, der am Freitagabend im gut besuchten 'Alten Krug' in Zossen gewonnen werden konnte. Der Heimatverein hatte den mit den Grabungen beauftragten Ulrich Wiegmann in die Weinberge eingeladen, um über die neuesten Entwicklungen seiner Tätigkeit zu berichten. Der knapp einstündige Vortrag des Archäologen verdeutlichte, wie viel Zossen dank dieser Grabungen von seiner Geschichte preisgegeben hat. Ergebnisse, die dem Straßenbau und dem Legen von Versorgungsleitungen als baubegleitende Maßnahmen zu verdanken sind. 2002 war es beispielsweise am Müllergraben zu einem geradezu sensationellen Fund gekommen. Anhand des dendrochronologischen Gutachtens von Holz am Fundort konnte Keramik auf das Jahr 778 vor Christus datiert werden. Bis dahin war unbekannt gewesen, dass Zossen zu dieser Zeit bereits besiedelt war. Aussagen lassen sich so auch zu Veränderungen des Wasserspiegels treffen. In der Rosengasse wurden vier mittelalterliche Brunnen in unmittelbarer Nähe zueinander gefunden. Sie lassen Rückschlüsse zu, weil sie in unterschiedlicher Höhe angelegt wurden. Der Flachste davon muss zugleich der Älteste sein. Zu dieser Zeit war der Wasserspiegel also noch höher. Nachdem ein Brunnen trocken gefallen war, wurde dem Wasser hinterhergegraben und ein tieferer Nachfolger angelegt. Zweifelsfrei steht jetzt auch fest, dass Zossen auf den Bau einer aufwändigen Stadtmauer verzichten konnte. Geschickt wurden stattdessen die natürlichen Gegebenheiten der auf einer eiszeitlichen Talsandsohle errichteten Stadt genutzt. Eine wirksame Verteidigung war wesentlich einfacher durch die Anlage zahlreicher Gräben, wie etwa in der Berliner Straße zu erreichen. Seit 1999 ist Ulrich Wiegmann an den Grabungen in Zossen beteiligt, die letzten vier Jahre als Grabungsleiter. Die Liste der in diesem Zeitraum durchgeführten Maßnahmen ist lang. Sie wurden beispielsweise in der Mittenwalder Straße, der Kirchstraße, der Baruther Straße, Am Kietz und der Rosengasse durchgeführt. Aktuell finden Grabungen am Markplatz statt. Zu weiteren Funden, darunter Gräber der Barockzeit, kam es kürzlich östlich der Dreifaltigkeitskirche. Mit Aussagen zu diesen war der Grabungsleiter indes noch zurückhaltend, was auf interessante Ergebnisse in näherer Zukunft schließen und auf eine weitere Informationsveranstaltung im 'Alten Krug' hoffen lässt. Die Fülle an Fundstücken, die durch die Grabungen zu Tage trat, ist inzwischen so groß, dass der Heimatverein „Alter Krug“ plant mit Hilfe von Sponsorengeldern ein Inventar dazu zu veröffentlichen und diese so einem breiteren Kreis von Interessierten zugänglich zu machen." Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

2005-06-17 Archäologie in Zossen
2005-06-17 Archäologie in Zossen
2005-06-17 Archäologie in Zossen
2005-06-17 Archäologie in Zossen
2005-06-17 Archäologie in Zossen
2005-06-17 Archäologie in Zossen
2005-06-17 Archäologie in Zossen
2005-06-17 Archäologie in Zossen
2005-06-17 Archäologie in Zossen

2005-04-23 Wassertürme in Zossen

Wasserturm in der Gerichtstraße Zossen Noch stehen diese Türme, die einst die Wasserversorgung absicherten. Welche davon noch in unserer Region zu finden sind, zeigte die Ausstellung Wassertürme mit von Carsten Preuss bereitgesteltem Text-und Bildmaterial. Vorab veröffentlichte die Märkische Allgemeine einen Artikel, mit dem auf die Ausstellung im "Alten Krug" aufmerksam gemacht wurde: Wasserturm am Bahnhof Zossen Im Wasserturm von Wünsdorf/Waldstadt mehr über Wassertürme im Lankreis Teltow-Fläming erfahren Sie hier. "Wassertürme, die prägen Ausstellungseröffnung im Heimatmuseum Zossen ZOSSEN Eine Ausstellung über Wassertürme von Carsten Preuß in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Alter Krug Zossen und Hans-Joachim Henke wird am 23.April um 16.30 Uhr eröffnet, teilt die Kreisverwaltung mit. Zu sehen ist die Schau bis zum 6.Juni im Heimatmuseum Alter Krug in Zossen, Weinberge 15. Neben Kirch- und Rathaustürmen, Fabrikschloten und Befestigungstürmen prägen Wassertürme das Bild einer Stadt oder wirken wie Landmarken im weniger besiedelten Raum. Die noch vorhandenen Wassertürme dienen heute nur noch zum Teil der Wasserversorgung. Zahlreiche Wassertürme sind ungenutzt und verfallen zusehends. Die Ausstellung rückt die im Landkreis Teltow-Fläming verbliebenen 20 Wassertürme wieder stärker in das öffentliche Blickfeld. Großformatige Fotos werden von Detailaufnahmen und historischen Ansichten ergänzt. Ausstellungsgegenstände zur Wasserversorgung von Hans-Joachim Henke runden die Ausstellung ab. Die Wassertürme dienten und dienen neben der Wasserversorgung von Haushalten auch anderen Zwecken. Erstes Verbreitungsgebiet waren Eisenbahnareale. Mit dem Aufkommen der Dampflokomotive ergab sich die Notwendigkeit, entlang der Eisenbahnnetze Wasser bereitzuhalten. Mit der Eisenbahn als Wegbereiter der Industrialisierung in Deutschland nimmt die Verbreitung der Wasserbehälter in turmartigen Bauten ab Mitte des 19. Jahrhunderts sprunghaft zu. Die Absicht, unabhängig von den im Aufbau befindlichen zentralen Versorgungsnetzen zu sein, führte zur Speicherung und Verteilung eigengeförderten Wassers auch im weit gefächerten industriellen Sektor. Im Landkreis Teltow-Fläming mit seinen seit der Kaiserzeit weiträumig militärisch genutzten Arealen übernahm nahezu jeder zweite Wasserturm die Funktion der Wasserversorgung von Garnisonen. Neben den in der Regel einzeln stehenden Türmen wurden Wasserbehälter auch in vorhandene Gebäude eingepasst. Auf die Gestaltung der als reine Zweckbauten konzipierten Wassertürme wurde zunehmend Wert gelegt. Sie nahmen die Formensprache der gängigen Architektur an. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde für den Bau der Wassertürme zunehmend moderne Architektur verwendet. Wesentliche Voraussetzung hierfür waren technische Neuerungen im Bauwesen, wie zum Beispiel die Einführung des Stahlbetons. Erst später verbreitete sich der reine Funktionsbau mit seiner ihm eigenen Ästhetik. Im Rahmen einer Masterarbeit an der TU-Berlin wurde von Manuela Schulz eine Arbeit zum Zustand und zu den Perspektiven des Wasserturms in Wünsdorf, Zehrensdorfer Straße, erarbeitet. Eine Dokumentation hierüber wird in der Ausstellung ebenfalls präsentiert. Der Wasserturm ist als ILE-Projekt (Förderprogramm zur integrierten ländlichen Entwicklung) der Stadt Zossen vorgeschlagen worden. MAZ" Fotos: Dr. Rainer Reinecke zurück zu Chronik

Wasserturm in der Gerichtstraße ZossenWasserturm in der Gerichtstraße Zossen
Wasserturm am Bahnhof Zossen Im Wasserturm von Wünsdorf/WaldstadtWasserturm am Bahnhof Zossen Im Wasserturm von Wünsdorf/Waldstadt
Wasserturm am Bahnhof Zossen Im Wasserturm von Wünsdorf/WaldstadtWasserturm am Bahnhof Zossen Im Wasserturm von Wünsdorf/Waldstadt

2005-01-29 Eröffnung Ausstellung Malerei Jürgen Melzer

Jürgen Melzer, Maler aus Zossen, stellt im "Alten Krug" Skizzen,und Gemälde aus seinem Schaffen aus. Kulturrezensent Arno Neuman in der Märkischen Allgemeinen vom 01.02.2005: "Auf der Suche nach der Schönheit Malerei von Jürgen Melzer im „Alten Krug“ in Zossen zu sehen / Anregung aus der Natur ZOSSEN Urgemütlich war es. Der alte Kachelofen strahlte anheimelnde Wärme aus und die fast schon beängstigend vielen Besucher trugen das Ihrige dazu bei, dass man sich heimisch fühlte an diesem kalten Wintertag im 'Alten Krug' in Zossen. Jeder kannte irgendwie jeden, man war schnell im Gespräch und ein guter Schluck zum Trinken tat das Übrige, dass das historische Gemäuer seinem Namen als 'Begegnungsstätte' alle Ehre machte. Hier hat Zossen sein Herz gefunden. Dass die niedrigen Räume mit den wuchtigen Balken so gar nicht museal konserviert wirken, liegt auch an den Bildern an den lehmgestrichenen weißen Wänden. Der 'Alte Krug' ist dank des Heimatvereins eine Galerie geworden, deren Ausstellungen auf das Profil von Haus und Verein abgestimmt sind. In Erinnerung ist noch die Auswahl von Arbeiten der Rangsdorfer Künstlerin Ursula Wendorff-Weidt, die sich sichtbar wohl fühlten an diesem Ort. Jetzt ist es Jürgen Melzer, der rund 70 Arbeiten von der Skizze bis zu großformatigeren Tafelbildern ausstellt. Stillleben und Landschaften sind es, dazu wenige figürliche Studien. Sein 'Stillleben mit Amarylis' gibt den farbigen Eröffnungsakkord, der Temperament, Ausdruckskraft und Lust am Bildermachen verrät. Die Natur, Pflanzen und Blumen, geben Jürgen Melzer den Anstoß, deren Schönheit in ihrer Eigenwilligkeit zu preisen, Formen zu überhöhen, Farben zu intensiverem, spannungsvollem Klang zu bringen, Räume im Bild zu bauen, aus einem Natur-Eindruck einen Bild Ausdruck zu machen - 'impressiver Expressionismus', wie es Jürgen Melzer einmal nannte, 'oder umgekehrt', wie er dann scherzhaft, aber durchaus berechtigt, hinzufügte. Wer bei einem Heimatverein ausstellt, kommt um Heimatbilder nicht herum. Für Jürgen Melzer, seit mehr als einem Vierteljahrhundert Zossener in Randlage, ist das kein Problem. Problem für den Künstler ist vielmehr Zossen und sein Umland. Beide sind nicht mit Schönheiten gesegnet, die ein Malerauge entzücken. Gleichzeitig aber ist es die Chance des Ortes. Je bescheidener das Motiv, um so mehr Spielraum hat der Künstler, sein ganz eigenes Bild daraus zu machen, das Schönheiten entdeckt, wo landläufig keine zu finden sind. Die Farbskizzen in der Vitrine am Eingang sind ein instruktives Beispiel dafür. Hier ist kein markanter Ort der Stadt auszumachen, nur Hausfragmente, Gesträuch, Wiese, Wege. Und doch steckt gerade in der Farbe eine Stimmung, die Zossen fühlen lässt. Gleiches gilt auch für die großformatigeren Arbeiten. Da ist Szene am Nottekanal zwischen Brücke und E-Werk, die Kreuzung Bahnhofstraße und Berliner Straße oder die Kirche am Markt. Hier geht nicht irgendeiner mit beschönigenden Blicken durch das Städtchen, um es für touristische Augen herzurichten, sondern Jürgen Melzer ist es, der seine ihn inspirierenden Motive sucht, der sieht, was andere übersehen wie etwa den geradezu eleganten Schwung der Fassaden an besagter Straßenkreuzung, der auch graue Häuser farbig zu feiern weiß und dem Helles wie der ausgewogene Baukörper der Kirche auch mal recht dunkel gerät. Dass man aus einer vergilbten Fotografie noch etwas machen kann, zeigt die Ansicht vom alten Bahnhof in einer Farbstimmung, die Historie suggeriert. Beim Bild mit dem 'Alten Krug' hat Jürgen Melzer noch 'ein bisschen Sonne aufs Dach gesetzt', um alles freundlich erscheinen zu lassen. Das Haus hat es verdient, genauso, wie diese erwärmende, künstlerisch gewichtige Ausstellung."

2005-01-29 Eröffnung Ausstellung Malerei Jürgen Melzer

2005-01-02 Das Zehnte

10 Jahre Neujahrskonzert mit World Brass - Weltblech in der Zossener Dreifaltigkeitskirche Arno Neumann schreibt dazu in der kleinen Festschrift: "Zwei Entscheidungen waren es, die die Zossener Neujahrskonzerte zum bleibenden Erfolg geführt haben. Wer in unterschiedlichster Weise in der Stadt für Kultur verantwortlich war, schloss sich zusammen, organisierte und realisierte die Konzerte gemeinsam. Barnabas Kubina, der musikalische Initiator das Unternehmens, brachte es damals mit seinem Ausspruch auf den Punkt: 'Der Heimatverein kann es doch mit der Stadt in der Kirche machen.' Außerdem holte man sich Leute, die Rang und Namen haben. Das galt sowohl für die Musiker als auch für die Schirmherren. Mit dem 'World Brass', dem Bläserensemble des Jeunesses Musicales Weltorchester, vor 10 Jahren geleitet von Barnabas Kubina, konnte sich Zossen ein Ensemble der Spitzenklasse verpflichten, das sonst nur in den führenden Konzerthäusern auftritt. Und es gereicht den Veranstaltern wie dem Publikum zur Ehre, dass das Ensemble in Zossen einen weit über Vertragsverpflichtungen hinaus geliebten Auftrittsort gefunden hat." Der Solo-Posaunist Berten Clayes: "Wir haben durch unseren jährlichen Auftritt im Januar einen wichtigen Teil der Geschichte Deutschlands in Zossen miterleben können, und inzwischen sehe ich manche Menschen in Zossen beinahe öfter als alle meine Tanten und Onkel. Zossen ist für alle Mitglieder des Ensembles ein fester und wichtiger Termin geworden. Wenn man Anfang 30 ist, gibt es nicht viele Dinge, die man schon zehn Jahre hintereinander macht - nicht einmal unsere Partner(innen) haben es so lange mit uns ausgehalten." ANDREAS STAINDL in der Märkischen Allgemeinen am 04.01.2005: ZOSSEN Zossen startete mit dem erwartet kulturellen Höhepunkt ins neue Jahr. Das Neujahrskonzert in der evangelischen Dreifaltigkeitskirche lockte am Sonntagabend mehr als 400 Besucher. Zum zehnten Mal gastierte das multinational besetzte Orchester Weltblech in Zossen. Superintendentin Katharina Furian konnte gleich mehrere Schirmherren der vergangenen neun Jahre begrüßen wie Bischof Wolfgang Huber, Ex-Landtagspräsident Herbert Knoblich und Ex-Kulturminister Wolfgang Hackel. Jörg Hildebrandt nahm stellvertretend für seine verstorbene Frau Regine bei den Ehrengästen Platz. Die umtriebige Sozialministerin war 1996 Schirmherrin des Zossener Neujahrskonzertes, ein Jahr nach Manfred Stolpe. 'Wir waren in den Jahren danach oft in Zossen. Auch heute erlebe ich wieder ein wunderbares Konzert', freute sich Jörg Hildebrandt. Auch Bischof Huber zeigte sich begeistert, vor allem wegen des vollen Gotteshauses: 'Die Menschen nehmen die Kirchen wieder stärker an, nicht nur zu Konzerten.' Auch Kreistagsvorsitzender Klaus Bochow hatte seine Freude an der Musik. 'Da ist so viel Feuer drin, dass garantiert niemand einschläft', schwärmte er. Neben ihm erlebten Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber und Arge-Geschäftsführerin Christine Petzold das besondere Ereignis." zurück zu Chronik

2005-01-02 Das Zehnte