Heimatverein "Alter Krug" Zossen e.V.

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2004

2004-11-27 Advent im Krug

Wie in den Vorjahren lud der Vorstand des Vereins die Mitglieder mit ihren Angehörigen zu einer Adventsfeier ein. In der schwarzen Küche wurde wieder gebrutzelt und Mitglieder des Vereins gestalteten ein kleines Programm. zurück zu Chronik

2004-11-27 Advent im Krug

2004-10-27 Hans Clauert im E-Werk

Gemeinsam mit dem Förderverein Landesgartenschau e.V. und dem Kulturkraftwerk e.V. organisiert der Heimatverein einen unvergesslichen Theaterabend im Zossener E-Werk. Reinhard Kuhnert: Ein schöne und neue lustige Aktion - Vom Märkischen Narren HANS CLAUERT. Die Märkische Allgemeine berichtete darüber in ihrer Ausgabe vom 29. Oktober: "Eulenspiegelei im alten E-Werk Humorvolles Theaterstück um Hans Clauert kam beim Publikum gut an ELFRIEDE STEYER ZOSSEN Am Mittwoch wurde das alte Zossener Elektrizitätswerk erstmals zur Theater-Bühne. Gewiss nicht zum letzten Mal, wie Uwe Stuck, der Vorsitzende des Heimatvereins Zossen, versicherte. Veranstalter des Abends waren neben diesem Verein auch der Förderverein Landesgartenschau und der Verein Kulturkraftwerk. Auf dem Podium spielte das Berliner Theater Comedia Reinhard Kuhnerts amüsante Story in Art eines Volksstücks 'Vom märkischen Narren Hans Clauert' Dieses Schlitzohr, anno 1506 in Trebbin geboren, hält Bauern und Fürsten, Studenten und Pfaffen zum Narren. Clauert zieht mit seinem Freund Fabian Tauerbier durch die Mark. Eigentlich ist er auf der Flucht vor den Steuereintreibern des Kurfürsten Joachim II. (Helmut Gauss). Zahlt er nicht binnen sieben Tagen, droht ihm der Schuldturm. An diesem Abend gab Thomas Hinrich den Clauert, Claus-Peter Grab den Freund. Auf ihrer Wanderung gelangen sie in ein Wirtshaus, wo die Leiche des Pfarrers beim Bier begossen wird. Die Männer geraten – Luthers Reformation ist noch keine hundert Jahre her – über den alten und den neuen Glauben in Streit. Clauert schlichtet schlau und nimmt ihnen noch ihr Geld ab. Um ihr Geld prellt er auch drei Studiosi, die ihn nach dem Weg zur Hauptstadt fragen. Daselbst kommt er sogar vor den Kurfürsten, der klagt: 'Jeden Tag dieselbe Plage, es fehlt Geld, Geld, Geld.' ..." PLakat: Archiv Dieter Frambach zurück zu Chronik

2004-10-27 Hans Clauert im E-Werk

2004-10-01 "Mein Cello und ich"

"Mein Cello und ich" - ein Musikabend mit Hans-Joachim Scheitzbach von der Komischen Oper Berlin An diesem Abend erlebten die Besucher ein abwechslungsreiches Musikprogramm. Bereits der Titel mein "Cello und ich" lässt erahnen, welch innige Beziehung Hans-Joachim Scheitzbach von der Komischen Oper zu Berlin zu seinem Instrument hat. Fordert das Cello ihn oder er das Cello? Diese Frage war an diesem Abend nicht eindeutig zu beantworten. Jedenfalls bescherte der Künstler den Zuhörern mit Werken von Bach, Reger und Schuhmann einen genussvollen Abend. Einen Abend lang ließ er die Gäste am Leben eines Musikers teilhaben. Plakat: Archiv Dieter Frambach zrück zu Chronik

2004-10-01 "Mein Cello und ich"

2004-09-12 Tag des Offenen Denkmals

Der Tag des Offenen Denkmals erfreut sich auch in Zossen immer größer Beliebtheit. Nur wenige Tage nach der Langen Nacht der Museen fanden wieder zahlreiche Besucher den Weg in den "Alten Krug". Als Gast im "Alten Krug" bezauberte die Volkstanzgruppe Flämingreigen Sernow die Gäste mit ihren Tänzen. Die Klöppelgruppe Zossen, konnte bei der Arbeit beobachtet werden. Jan Eric Hansen begleitete den Tag am Keyboard. Auch zu sehen war die Ausstellung mit Keramiken und Plastiken aus dem Atelier Bildhauerei und Keramik, Maria Luise Faber. Plakat: Archiv Dieter Frambach zurück zu Chronik

2004-09-12 Tag des Offenen Denkmals

2004-09-04 Lange Nacht der Museen

"Der Heimatverein Zossen lädt zur Langen Nacht der Museen am Sonnabend, den 04.09.04 von 18 Uhr - 0l Uhr, sehr herzlich ein. Nach mehr als 30 Jahren werden verlorengeglaubte Archivbestände und Museumsstücke des ehemaligen Museum des Teltow Zossen Mahlow im „ Alten Krug u Zossen, Weinberge 15, gezeigt. Gleichzeitig findet eine Verkaufsausstellung des Ateliers für Bildhauerei und Keramik Marie Luise Faber, Lindenbrück, statt", so wurde auf dem Plakat für die Lange Nacht der Museen geworben. So informierte die Märkische Allgemeine: "ZOSSEN Zum zweiten Mal beteiligten sich am Samstag zahlreiche kulturelle Einrichtungen des Landkreises an der langen Nacht der Museen. Auch der 'Alte Krug' in Zossen war am Wochenende zum zweiten Mal mit von der Partie. 'Zur langen Nacht sollen besondere Dinge geboten werden', erklärte Dieter Frambach eingangs der Veranstaltung. Zum zweiten Mal zeigte denn auch Maria Luise Faber einige Stücke im 'Alten Krug'. Als 'Gebrauchskeramik' bezeichnete die Künstlerin mit eigenem Atelier für Bildhauerei und Keramik in Lindenbrück ihre Arbeiten. Die Liste von Ausstellungsorten der studierten Bildhauerin ist lang und nennt, neben Städten wie Jerusalem und Dresden, mit Glashütte und Rangsdorf auch einige Orte der Umgebung. In Zossen fühlte sich Maria Luise Faber vor allem vom passenden Ambiente für ihre keramischen Gefäße angesprochen. Zu sehen waren mehrere Service in hellen Pastelltönen. Eine Premiere und für die Heimatgeschichtsforschung eine Sensation spielte sich an diesem Abend im Schankraum des denkmalgeschützten Fachwerkhauses ab. Erstmalig präsentierte Dieter Frambach Stücke aus dem Restbestand des früheren Museums des Teltow. Die Geschichte des 1927 eingerichteten Kreisheimatmuseums kann als tragisch bezeichnet werden, wie auch an der eigens für diesen Anlass vorbereiteten Rahmenausstellung abzulesen war. Nach der Blütezeit der Jahre 1935 bis 1952 in der Stubenrauchstraße in Zossen wurde das Museum nach Mahlow in die Heinrich-Heine-Straße verlegt. Dort wurde es zunehmend still um die Kreiseinrichtung. Im Zuge der Leistungsprofilierung der Museen der DDR beschloss der Rat des Kreises Zossen Ende 1967 dann die Schließung. Ein Vorgang, der von Zeitzeugen noch heute als Akt der 'Kulturbarbarei' bezeichnet wird. Die Geschichte des Museums war mit der Auflösung jedoch nie wirklich abgeschlossen, gab und gibt der Verbleib eines Teils der museumseigenen Sammlungen doch stets Rätsel auf. Für einen umfangreichen Komplex, mehrere hundert Einzelstücke des 16. bis 20.Jahrhunderts, hat das Rätselraten jetzt ein Ende. Er befand sich für Jahrzehnte in Privathand und gehört nun zum Bestand des Vereins Freunde der Geschichte des Teltow. 'Es handelt sich um Dokumente von unersetzlichem historischen Wert', schätzte Dieter Frambach." Plakat: Archiv Dieter Frambach zurück zu Chronik

2004-09-04 Lange Nacht der Museen

2004-06-11 Archäologie in Zossen

Neueste Ergbnisse der archäologischen Grabungen in Zossen stellte Ulrich Wiegman, Archäologe und Grabungsleiter in Zossen vor. So berichtete die Märkische Allgemeine: Ein Fenster in die Bronzezeit Grabungsleiter Ullrich Wiegmann hielt in Zossen einen Vortrag zur Archäologie der Stadt SUSANNE-WÖLFLE-FISCHER ZOSSEN Die Archäologie Zossens stößt auf reges Interesse. Einmal mehr lud der Heimatverein Alter Krug kürzlich zu einem Vortrag zum Innenleben der Stadt ein. Auch dieses Mal fand interessiertes Publikum den Weg in die Weinberge, um sich über die neuesten Ergebnisse der Grabungen zu informieren. 'Das Schrifttum wird – je weiter wir zeitlich zurückgehen – deutlich dünner und Geschichte damit weniger greifbar. Die Archäologie ist in der Lage auf vieles Antwort zu geben, das wir aus der geschriebenen Geschichte nicht erfahren können', erklärte Klaus Voeckler vom Vorstand des Heimatvereins den Anlass, Ullrich Wiegmann als Referenten einzuladen. Der Archäologe ist bereits seit fünf Jahren an den Grabungen in der Stadt beteiligt, die letzten drei Jahre davon als Grabungsleiter. Wiegmann bot einen interessanten Überblick über die Grabungsergebnisse dieser Jahre und öffnete damit ein Zeitfenster, das von der Bronzezeit bis in die unmittelbare Gegenwart reicht. Schon 778 vor Christus war Zossen besiedelt Vor zwei Jahren war es am Müllergraben zu einem sensationellen Fund gekommen. Keramik aus der späten Bronzezeit konnte anhand des dendrochronologischen Gutachtens von Holz am Fundort auf das Jahr 778 vor Christus datiert werden. Das Besondere: Bis dahin war unbekannt gewesen, dass Zossen zu dieser Zeit bereits besiedelt war. Häufig kam der Archäologe im Laufe seiner anschaulichen Ausführungen auf die „Sondersituation“ der Stadt, wie er es nannte, zu sprechen. Zossen liegt auf einer eiszeitlichen Talsandinsel und damit auf günstigem Siedlungsgebiet, die sumpfige Umgebung erübrigte den Bau einer Stadtmauer. Stattdessen wurden die natürlichen Gegebenheiten des Umlands genutzt und zur Verteidigung Gräben von 1,5 Metern Tiefe angelegt. Angreifer hatten zwar die Möglichkeit durch diese Gräben hindurchzugehen, konnte jedoch nicht mit den darin verlegten Holzschwellen rechnen, die es zusätzlich zu überwinden galt. So blieb ihnen nur übrig, sich beim Überklettern dem Beschuss auszusetzen oder den Rückzug anzutreten. Mooriger Untergrund – Funde gut erhalten 'Die Erhaltungsbedingungen in diesen Gräben unter Luftabschluss und in Feuchtigkeit sind gut', schätzte Wiegmann die Voraussetzungen ein, die archäologische Erkenntnisse letztendlich ermöglichen. Vier Gräben wurden etwa in der Baruther Straße entdeckt, angelegt wurden sie in zwei Phasen. Um Siedlungsgebiet hinzuzugewinnen, waren zwei davon später nach außen angelegt worden. Ihre Anlage bezeichnete der Grabungsleiter als 'fortgeschrittene Technologie'. Die Uferböschung war durch behauene Pfosten abgestützt. Stützpfeiler müssen Brückenpfeiler getragen haben, schätzte der Experte ein. Das dendrochronologische Gutachten für einen solchen eichenen Pfeiler, allerdings aus der Berliner Straße, steht noch aus. Er dürfte jedoch mindestens 400 Jahre alt sein. Aussagen über den Wasserspiegel der Stadt lassen sich anhand von vier mittelalterlichen Brunnen treffen. Sie wurden in der Rosengasse ausgegraben und sind in unmittelbarer Nähe zueinander angelegt worden. Der flachste davon muss zugleich der älteste sein. Als er entstand, war der Wasserspiegel noch höher. Nachdem er trocken fiel, gruben die Menschen dem Wasser hinterher und legten einen tieferen Nachfolger an. Quelle: Märkische Allgemeine, Zossener Rundschau, 24.06.2004 zurück zu Chronik

2004-06-11 Archäologie in Zossen

2004-05-20 Himmelfahrt

Alle Jahre wieder wird der "Alte Krug" Himmelfahrt im "Alten Krug" zu einer Begegnungsstätte in der neben dem gemütlichen Beisammensein auch das Museum mit seiner jeweiligen Ausstellung geöffnet ist. In diesem Jahr war dies die Ausstellung "Rangsdorf vom Dorf zur Siedlungsgemeinde" Kaffee und Kuchen und natürlich zu Himmelfahrt auch ein Bierchen genossen die Besucher gern. Plakat: Archiv D. Frambach zurück zu Chronik

2004-05-20 Himmelfahrt

2004-05-04 Vogelstimmenwanderung

Treffpunkt zur Vogelstimmenwanderung 2004 war der Parkplatz gegenüber der ehemaligen Kreisverwaltung. Wie immer nichts für Langschläfer. 4.45 Uhr trafen sich die Naturfreunde und erfuhren auch noch Historisches zum Nottekanal. zurück zu Chronik

2004-05-04 Vogelstimmenwanderung

2004-04-15 MAZ berichtet über die Arbeit des Heimatvereins

2004-04-15 MAZ berichtet über die Arbeit des Heimatvereins Zur Arbeit des Heimatvereins Alter Krug Zossen e.V. - Durch den Schlot die „schwarze Küche“ filmen Anfang April trafen sich die Mitglieder des Heimatvereins Alter Krug Zossen zu ihrer alljährlichen Versammlung. Neben Rechenschaftsbericht und Arbeitsplan stand auch wieder die Wahl des Vorstandes an. So wurde von den 28 Anwesenden im wesentlichen der alte Vorstand wieder neu gewählt, mit Uwe Stuck als Vorsitzenden und Dieter Frambach als dessen Stellvertreter. Vom Vereinsvorsitzenden Uwe Stuck wurde mit den Worten, „dass der Heimatverein einen festen Platz in der Kulturlandschaft Zossen inne hat“, eine positive Bilanz gezogen. Ein seit Jahren stabiles Programmangebot sorge für Kontinuität, angefangen von der Vogelstimmenwanderung im Frühjahr, heimat- und naturkundlichen Vorträgen, Beteiligungen an Stadtfesten wie beim Kirchplatzfest, beim Markt im Advent bis hin zum Märchennachmittag im Advent. Gesellige Nachmittage und Abende, wie Himmelfahrtveranstaltungen oder dem vorweihnachtlichem Beisammensein bei Musik, Essen und Getränken gehören schon zum Standart. Damit wird eine sehr breite Angebotspalette geschaffen, die für viele Interessen offen ist. Das diese Angebote auch gern genutzt werden, konnte Dieter Frambach als ehrenamtlicher Museumsleiter des „Alten Kruges“ in den Zossener Weinbergen nur bestätigen. So zählte das historische Gebäude im vergangenen Jahr 595 Besucher, darunter aus Kanada, Holland und der Schweiz. Neben vielen Aktivitäten des vergangenen Jahres wie die postum veranstaltete Feier am 30. März zum 85.Geburtstag von Lieselotte Senff, der Ausstellung von Aquarellen und Keramiken von Ursula Wendorf-Weidt oder der Ausstellung „Dahlewitz und der Zülowkanal – im Wandel der Zeit“. Ein weiterer Höhepunkt war unter anderem der 25.Mai 2003. An diesem Tag war ein Team vom RBB Brandenburg für den Fernsehfilm „Häuser mit Seele und Gesicht“ – Bauernhäuser in Südbrandenburg im „Alten Krug“. Dabei wollten die Filmleute unbedingt durch den Schlot die „schwarze Küche“ filmen. Ins Gästebuch schrieb dann auch die Regisseurin Iduna Wünschmann: „Dabei erwies sich Dieter Frambach als wahrer Feuermeister, denn in der besagten Küche brannte ein Höllenfeuer, so dass unser Kameramann auf dem Dach im wahrsten Sinne des Wortes zur Räucherware wurde.“ Gudrun Haase als ehrenamtliche Leiterin des Schulmuseums am Zossener Kirchplatz ist fest integriert im Heimatverein. Auch sie konnte im zweiten Jahr des Bestehens ihrer Einrichtung positive Bilanz ziehen. So kamen im Jahre 2003 778 Besucher und während des Kirchplatzfestes im September des vergangenen Jahres konnte der 1000.Gast seit der Eröffnung des Zossener Schulmuseums begrüßt werden. Sie stellte fest, „dass es anfangs mehr jüngere Schülergruppen waren, die uns besuchten. Im letzten Jahr waren aber auch ältere Schüler- und Seniorengruppen unsere Gäste gewesen“. Als italienische und dänische Gäste begrüßt wurden, schlüpfte ein Mitglied vom Betreuungsteam des Schulmuseums in die Rolle eines alten Lehrers und verdeutlichte so die frühere deutsche Schule. Während der Sommermonate bis in den November hinein wurde im „Alten Krug“ eine Sonderausstellung über alte Handarbeitstechniken gezeigt. „Als die Zossener Hortkinder bei uns waren, führte Ute Kaiser einige in die Technik des Knöpfeannähens ein.“ Seit März 2004 ist die Ausstellung „Schule in der DDR“ aufgebaut, die bis Oktober zu sehen sein wird. Neu im Angebot des Heimatvereins wird eine Veranstaltung sein unter dem Motto: „Mein Cello und ich – Klassik populär“. Der erste Gast dieser Veranstaltung wird im Oktober Hans-Joachim Scheitzbach von der Komischen Oper Berlin sein. Wer jetzt Lust bekommen hat einmal in die Museen von Zossen hineinzuschauen, der sei herzlich willkommen aber auch über Verstärkung freut sich der Heimatverein. Jutta Melzer, Dabendorf zurück zu Chronik

2004-04-15 MAZ berichtet über die Arbeit des Heimatvereins

004-05-15 Rangsdorf - Vom Dorf zur Siedlungsgemeinde

Rangsdorf - vom Dorf zur Siedlungsgemeinde Dr. sc. Siegfried Wietstruk. Für diese Ausstellung wurde mit zwei Plakaten mit unterschiedlichen Motiven auf historischen Fotos vom Strandbad Rangsdorf geworben. ZU diesem Thema schrieb Wietstruck in der Märkischen Allgemeinen vom 16.01.2004 "Wende kam mit Gutsverkauf Rangsdorf: Vom Dorf zur Siedlungsgemeinde und zum Ausflugsziel RANGSDORF Die Gemeinde Rangsdorf war über Jahrhunderte ein Bauern- und Gutshof. In der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts veränderte sich der Charakter des Ortes jedoch grundlegend. Dazu trug bei, dass Rangsdorf von Berlin aus in südlicher Richtung der erste Ort mit einer abwechslungsreichen Landschaft war. Schon zu Beginn des 20.Jahrhunderts lockte der Rangsdorfer See mit seiner waldreichen Umgebung zunehmend Berliner zu Tagesausflügen in den Ort, um in der freien Natur Erholung zu finden. Aber noch behinderten zahlreiche Verbotsschilder das Betreten der Gutswälder. Der vor allem nach dem Ersten Weltkrieg zunehmende Ausflugsverkehr nach Rangsdorf wurde durch die Nähe zur Hauptstadt und die verkehrstechnisch günstige Lage des Ortes an der Berlin-Dresdner Eisenbahn mit dem Vorortverkehr bis Zossen und an der von Berlin nach Süden führenden Hauptverkehrsstraße, heute B96, erleichtert. 1928 erwarb Gemeinde Gelände Diese günstigen Bedingungen konnten jedoch erst nach dem Tod des letzten Gutsbesitzers Richard Spiekermann voll wirksam werden. Erbstreitigkeiten hatten nach dem Tod des Rittergutsbesitzers zum Verkauf des Gutes geführt. Kürzlich gesichtete Archivunterlagen lassen diesen Prozess heute genauer schildern: Aus Schreiben des Landrates des Kreises Teltow an den Regierungspräsidenten in Potsdam vom Dezember 1927 und Juni 1928 geht hervor, dass der Kreis Teltow das Rittergut käuflich erworben und davon rund 400 Morgen (100 Hektar) Siedlungsgelände und den über 1000 Morgen großen Rangsdorfer See für 600000 Reichsmark an die Gemeinde Rangsdorf weiter veräußert hatte. Eine spätere Quelle nennt als Datum des Kaufvertrages zwischen dem Kreis und der Gemeinde den 6.Januar 1928 und präzisiert den Umfang des erworbenen Geländes einschließlich des Rangsdorfer Sees mit 389 Hektar, was also 1556 Morgen entsprach. Die Gemeinde Rangsdorf gelangte damit in den Besitz des Rangsdorfer Sees, des Waldgebietes und der Äcker zwischen See und Eisenbahn sowie des Südgeländes östlich der Bahn bis zur Grenze mit der Gemarkung Groß Machnow. Noch 1928 begann die Parzellierung und der Verkauf von Parzellen. Danach wurden erste Lauben, Wohnhäuser, Läden und Gaststätten, darunter der Rangsdorfer Hof und das Café Lewandowski, errichtet. 1930 löste die neue Schule in der Fichtestraße die alte auf dem Dorfanger ab. So begann die Entwicklung vom Dorf zu einem Siedlungs- und Erholungsort. Zustimmung unter Bedingungen Unterlagen vom Sommer und Herbst 1928 belegen den Kauf des Restgutes mit einer Größe von rund 860 Morgen (215 Hektar) südlich des Dorfes durch den Domänenpächter Adolf Henning aus Clossow bei Bärwalde vom Kreis Teltow im Juni 1928. Henning schwebte eine Bebauung bis zum Zülowkanal im Süden und von der Eisenbahn im Osten bis zum Rangsdorfer See im Westen sowie die Anlage von Kanälen und damit eine „Lagunenstadt“ vor. Die Rangsdorfer Gemeindevertretung gab den Plänen am 14.März 1929 die Zustimmung unter bestimmten Bedingungen. So sollten unter anderem die Straßen, Wege und Plätze auf Kosten von Henning angelegt und eine Straße entlang der Eisenbahn bis zum geplanten Haltepunkt der Bahn bei Pramsdorf gebaut sowie am Rangsdorfer See eine 15 Meter breite Strandpromenade von einer Bebauung frei bleiben. Im Juni 1930 genehmigte der Teltower Landrat dem Rittergutsbesitzer Adolf Henning, 120 Morgen (30 Hektar) zu parzellieren, wobei eine 7,50 Meter breite Uferpromenade gefordert wurde. Aber auch diese in der Breite nunmehr halbierte Uferpromenade wurde trotz der Proteste von Rangsdorfer Bürgern damals und bis heute nicht realisiert, wenngleich neuerdings die Absicht dafür wieder bestehen soll. Bis heute Klein Venedig Mit der Genehmigung des Landrates begann der Bau des von Kanälen durchzogenen Ortsteiles, der zunächst Wassersportsiedlung genannt wurde und danach bis heute Klein Venedig heißt. Allerdings umfasste die bebaute Fläche nur einen Teil des ursprünglichen Planes. Weitere 145 Hektar aus dem Besitz des Restgutsbesitzers Henning zwischen Bahnstrecke und Rangsdorfer See sowie Klein Venedig und Zülowkanal wurden 1935 vom NS-Staat gegen Entschädigung für die Anlage des Reichssportflughafens enteignet." Plakate: Archiv Dieter Frambach zurück zu Chronik

004-05-15 Rangsdorf - Vom Dorf zur Siedlungsgemeinde
004-05-15 Rangsdorf - Vom Dorf zur Siedlungsgemeinde